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Brandenburg/Havel Millionenprojekt: Seniorenresidenz „Am Plauer Turm“ eröffnet
Lokales Brandenburg/Havel Millionenprojekt: Seniorenresidenz „Am Plauer Turm“ eröffnet
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18:03 28.08.2019
Pfleger Daniel Schmidt (links) und Bewohnerin Erdmute Bräunlich unterhalten sich in der neuen Senioren-Residenz „Am Plauer Turm.“ Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Mit einem Herzballon in den Händen erkundet Erdmute Bräunlich ihre neue Heimat in der Seniorenresidenz „Am Plauer Turm.“ Die 82-jährige Bewohnerin schaut aus dem Fenster, erblickt den Hof und freut sich auf „neue Gesichter.“

Die neue Senioren-Residenz „Am Plauer Turm“ bietet Platz für 133 Bewohner. Der Bau des dreistöckigen Gebäudes kostete um die zwölf Millionen Euro, das Design des Objekts sorgt für Diskussionen.

12 Millionen Euro Baukosten

Laut Projektleiter Michiel Brink von der niederländischen Errichterfirma Ten Brinke kostete der Bau „um die zwölf Millionen Euro.“ Im dreistöckigen Gebäude leben aktuell 10 Bewohner, insgesamt haben 133 Senioren Platz. „In der nächsten Woche leben hier schon um die 21 Bewohner. Die Nachfrage ist groß. Ich bin zufrieden, dass ich so ein Haus leiten darf“, sagt Residenzleiter Andreas Wilczek.

Zahl der Mitarbeiter steigt

Das Haus wird von der Alloheim Seniorenresidenzen SE betrieben, die Aktiengesellschaft ist mit mehr als 200 Einrichtungen der zweitgrößte private Alten- und Pflegeheimbetreiber in Deutschland. Aktuell arbeiten im Gebäude 21 Mitarbeiter, doch Nicole Thiele von der Verwaltungsleitung ist zuversichtlich, „dass es bald um die 50 sind.“

Erdmute Bräunlich scherzt in der Zwischenzeit mit ihrem Pfleger. „Du bist noch so jung“, sagt sie in ihrem Apartment und spricht mit dem 27-Jährigen Daniel Schmidt. Der Brandenburger will älteren Menschen helfen, den Alltag zu meistern. „Wenn er sagt, bleib liegen Mutti, scherzt er. Denn ich kann nicht liegen bleiben. Mir ist es immer wichtig, sich zu bewegen“, sagt die Rentnerin der MAZ. Sie kam aus der sächsischen Kreisstadt Torgau nach Brandenburg an der Havel, da ihr Sohn seit 18 Jahren in der Havelstadt lebt.

Café eröffnet im September

Mehrere Serviceleistungen sollen Bewohnern der Seniorenresidenz das Leben erleichtern. Dazu zählen die Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie und Psysiotherapie sowie Hausmeisterleistungen, ein Apothekenlieferservice und die Vermittlung von ehrenamtlichen Helfern für Ausflüge und Einzelbetreuung. Zum Komplex gehören ein Kiosk und Friseur, zudem soll laut Nicole Thiele von der Verwaltungsleitung das Café im Eingangsbereich im „Laufe des Septembers“ eröffnen.

Während Physiotherapeut Phillip Blumberg die neuen Betten der Seniorenresidenz lobt, schätzt Fußpflegerin Irene Gronowalski das neue Zimmer mit Badewanne und Discokugel. „Das hilft beim Entspannen und dabei, den Kopf frei zu kriegen“, sagt die Oranienburgerin der MAZ. Der erste Spatenstich für die Seniorenresidenz am Plauer-Turm wurde am 16. Mai 2017 gefeiert, die Stadtverwaltung genehmigte den Bau auf dem 3646 Quadratmeter großen Grundstück im Dezember 2016. „Es lief alles immer super bei den Absprachen“, sagt Projektleiter Michiel Brink heute.

Design sorgt für Diskussionen

Das Design des Objektes sorgt bei Passanten jedoch für Diskussionen. „Für mich passt der tristlose Bau nicht ins Bild der historischen Altstadt, er ist eher ein Schandfleck“, sagt der Brandenburger Andreas von Wertheim der MAZ.

Nicole Thiele von der Verwaltungsleitung der Seniorenresidenz hat hingegen eine andere Meinung. Sie lobt die „Reduzierung aufs Wesentliche“, die für sie besser zur Gestaltung eines Seniorenheims passt, als kunterbunte Farben. „Dafür lädt unser Hof zum Verweilen ein und hat mehrere bunte Blumen“, kommentiert die 35-Jährige.

Von André Großmann

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