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Brandenburg/Havel Vögel helfen im Kampf gegen Miniermotte
Lokales Brandenburg/Havel Vögel helfen im Kampf gegen Miniermotte
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12:13 19.08.2018
Insgesamt zehn Nistkästen für Singvögel bauten die die Anwohner rund um die Altstädtische Wassertorstraße. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Es läuft sich einfach toll durch die Altstädtische Wassertorstraße entlang der alten Stadtmauer und ganz nah an der Havel. Bänke säumen den Weg und seit der Bundesgartenschau vor drei Jahren erhellen auch Straßenlampen den Weg.

Schatten spenden große Linden und Kastanien, doch genau letztere haben ein Problem. Seit Jahrzehnten zieht die Miniermotte immer weiter durch Europa und befällt die Kastanien. Dagegen wollen die Anwohner der Umgebung rund um die Altstädtische Heidestraße und Altstädtische Wassertorstraße etwas tun und so die Kastanien vor dem Absterben bewahren.

Initiatorinnen einer besonderen Aktion sind Gudrun Brückner und Dagmar Ringel, denn sie beobachten den Befall als Anlieger seid Jahren ganz genau. „Die Miniermotte versteckt sich im Herbst im Laub der Kastanie und legt ihre Larven dort ab, darum muss es im Herbst aufgenommen und verbrannt werden, um sie so abzutöten sonst befallen die Motten die Kastanien immer wieder,“ so Dagmar Ringel. Leider wird das nicht konsequent gemacht. Deswegen wollen die Anwohner in diesem Herbst selbst das Laub sammeln und verbrennen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, die sogar noch die Vogelwelt reicher macht.

Vögel fressen die Larven und die Motten, dafür sollen zehn Nistkästen aufgehängt werden. „Mit Nistkästen, die wir bauen und aufhängen, wollen wir wieder Vögel anlocken, die dann die Miniermotten und ihre Larven fressen und so helfen die Kastanien zu retten. Ganz nebenbei erhält die Gegend mehr Vögel, die leider auch immer weniger zu werden drohen,“ erzählt Gudrun Brückner, die auch anfügt, dass die Motten bis in die Wohnungen eindringen und sehr lästig sind.

Die beiden Frauen hängten selbstgedruckte Einladungen auf und warben bei den Brandenburgern darum, gemeinsam Nistkästen zu bauen. Diese gibt es als Bausätze und man muss sie nur noch zusammenbauen und anbringen.

In einer Höhe von etwa vier Metern wurden sie entlang des Uferweges zwischen Kommunikation und Altstädtischer Heidestraße angebracht. Gut ein Dutzend Anwohner kamen mit ihren Kindern und Enkeln, um die Aktion zu unterstützen. Gemeinsam wurde auf den kurzerhand aufgestellten Tischen gehämmert und gebastelt.

„Ganz besonders möchten wir uns beim Team des Krugparkes bedanken. Von dort bekamen wir alle Infos, wie und was wir machen können, sie halfen uns, alles zu regeln was dazu nötig war und haben uns beraten,“ fügt Dagmar Ringel an.

Von Rüdiger Böhme

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