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Brandenburg/Havel Ministerin besucht Dom und ihre Fördermittel
Lokales Brandenburg/Havel Ministerin besucht Dom und ihre Fördermittel
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09:27 23.02.2019
Ministerin Martina Münch besuchte den Brandenburger Dom. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Raus aus dem Theater, rein in den Brandenburger Dom: Am Donnerstag besuchte die brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Martina Münch (SPD) nach der Unterzeichnung des Theatervertrages auch das Domstift Brandenburg, um sich über den Stand des neuen Bauvorhabens, dem „Haus der alten Schätze“, zu informieren.

Der Ostflügel der ehemaligen Klausur sowie die Spiegelburg werden grundlegend saniert. Es handelt sich um den letzten Abschnitt der Sanierung der einzigartigen mittelalterlichen Anlage. Von den Baukosten in Höhe von 7,6 Millionen Euro übernimmt das Land Brandenburg, unter Federführung des Ministeriums von Martina Münch, einen Betrag von 2 Millionen Euro.

Domkurator Cord-Georg Hasselmann dankte der Ministerin für die große Unterstützung dieses für das Domstift, wie auch für die Stadt und das Land Brandenburg wichtigen Bauvorhabens: „Ohne ihre Entscheidung, uns hier zu fördern, wäre es nicht möglich gewesen, diese seit langem überfällige Renovierung in Angriff zu nehmen.“

Derzeit wird noch geplant

Im Moment werde noch geplant, im Mai 2020 sollen die Bauvorhaben beginnen, die etwa drei Jahre dauern werden, so dass im Frühsommer 2023 das Dommuseum und das Domstiftsarchiv in die renovierten Räume einziehen können. Dann werden beide wichtigen Kulturinstitutionen unter einem Dach vereint sein.

Das Domstift verspricht sich hiervon auch erhebliche Synergieeffekte in der Zusammenarbeit beider Bereiche zum Vorteil der Kulturschätze wie der Besucher und Nutzer.

Der Brandenburger Dom an der Schnittstelle von Staat und Kirche. Erst Anfang Februar besuchte Martina Münch den Dom im Rahmen einer Diskussionsrunde. Quelle: JACQUELINE STEINER

Zusammen mit Manuel Asmus, dem Dom-Geschäftsführer, verriet Hasselmann viele Details und Pläne für das Großprojekt, das auch von der Bundesregierung in großem Stil gefördert wird.

Eigentlich sollten derzeit schon Belastungstests der Decken laufen. Doch das haben die Statiker wieder abgesagt. Bei den verschiedenen Sanierungsversuchen zu DDR-Zeiten wurden Stahlträger eingezogen. Dazu wurden die etwa 60 Zentimeter dicken Wände auf 30 Zentimeter Tiefe aufgeschlitzt. So entstanden künstliche Sollbruchstellen, die den gegenteiligen Effekt haben, wie man aber erst heute weiß.

Dauerausstellung im Erdgeschoss

Das Erdgeschoss der Spiegelburg wird künftig die Dauerausstellung des Museums mit etwa 500 Quadratmetern Fläche beherbergen, darüber wird auf etwa 270 Quadratmetern Platz für wechselnde Sonderschauen sein.

Dafür werden vermauerte Zugänge wieder geöffnet. Im ersten Obergeschoss der „Schatztruhe des Doms“ wird es auch die Lese- und Arbeitsräume fürs Archiv geben, unter anderem erstmals einen eigenen Arbeitsraum zum Aufbereiten neu eingetroffener Akten, Bücher und sonstiger Schätze geben.

Auch das Archiv entsteht dort: Es gibt 2800 laufende Regalmeter an Archivalien. Ein laufender Meter wiegt im Durchschnitt einen Zentner, also Archivgut mit 140 Tonnen – ohne Rollregalanlage.

Fahrstuhl in alles Etagen

Alle Raume werden barrierefrei über den Fahrstuhl in der Nordklausur erschlossen. Die meisten Räume werden nicht direkt geheizt, sondern lediglich temperiert auf einen Mindestwert um 10 Grad Celsius.

Dass die 7,6 Millionen Euro reichen, ist zu hoffen, die Baukostenentwicklung lasse sich noch nicht vorhersagen, erläuterte Geschäftsführer Asmus jüngst gegenüber der MAZ.

Der Bund, das Land, die evangelische Landeskirche sowie die Kommune, die sich die Finanzierung teilen, schauen gespannt Richtung Dom.

Von Benno Rougk

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