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Brandenburg/Havel Mit Spreizer zum Geschicklichkeitstest
Lokales Brandenburg/Havel Mit Spreizer zum Geschicklichkeitstest
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14:59 10.07.2017
Geschicklichkeitstest: Beim 90.Feuerwehrgeburtstag in Krahne spielten die Kameraden Jenga mit großem Gerät. Quelle: Christine Lummert
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Krahne

Wenn die hydraulischen Rettungsgeräte der Krahner Feuerwehr zum Einsatz kommen, ist der Grund oft gravierend. Nicht zuletzt die Nähe zur Autobahn sorgt dafür, dass die Kameraden geübt im Umgang mit Spreizer und Schere sind. Normalerweise werden die Werkzeuge mit ernster Miene bedient, um Verletzten bei Verkehrsunfällen so schnell wie möglich zu helfen.

Beim Fest zum 90. Gründungsjubiläum der Krahner Wehr, das am Samstag groß in der Ortsmitte gefeiert wurde, gingen die Feuerwehrleute dagegen ausnahmsweise in sehr guter Stimmung ans Rettungsgerät. Volle Konzentration war zwar auch gefragt, aber Spaß an der Sache überwog eindeutig. „Wir haben uns einige kleine Wettkämpfe überlegt, bei dem die Kameraden zeigen können, dass mit dem hydraulischen Spreizer sehr präzises Arbeiten möglich ist“, erklärte der Krahner Ortswehrführer Denny Hübener.

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Vor allem das überdimensionierte Jenga-Spiel, bei dem großformatige Kanthölzer mit Hilfe des 20 Kilogramm schweren Spreizers erst vorsichtig aus dem Stapel gezogen und dann mit ebenso viel Fingerspitzengefühl wieder oben aufgelegt werden mussten, brachte nicht nur die Krahner Floriansjünger ins Schwitzen. „Wir freuen uns natürlich das Kameraden von vielen Ortswehren aus ganz Kloster Lehnin gekommen sind, um mit uns zu feiern“, sagte Hübener.

Der Krahner Feuerwehrnachwuchs startet zur Gruppenstafette. Quelle: Christine Lummert

Auf dem Festplatz tummelten sich nicht nur die Feuerwehrleute, sondern natürlich auch viele Krahner Bürger, die am Nachmittag erst einmal zu Kaffee und Kuchen im Festzelt Platz nahmen und am Abend bei Musik und Tanz die ausgelassene Stimmung genossen.

„Aktuell sind 23 Kameraden in unserer Wehr aktiv, die in diesem Jahr bisher zu acht Einsätzen ausgerückt sind“, erklärte Hübener. Mit einem Blick in die Geschichte der Wehr, deren Gründung im Jahr 1927 auf der Krahner Feuerwehrfahne vermerkt ist, werden auch die Veränderungen in den Einsätzen deutlich, zu denen die ehrenamtlichen Brandschützer gerufen werden. „Zum Löschen von Bränden rücken wir nur selten aus, viel öfter geht es um Unfallbergungen oder technische Hilfeleistungen“, sagte der Wehrführer.

Mit zwei Fahrzeugen, einem Tragkraftspritzenfahrzeug und einem Vorrüstwagen, die jeweils sechs Feuerwehrleute aufnehmen können, machen sich die Kameraden aus Krahne im Notfall auf den Weg. Stolz ist die Truppe auch auf ihren Nachwuchs. „16 Kinder und Jugendliche engagieren sich bei uns und die Hoffnung ist natürlich immer, dass einige bis zum Übertritt in aktive Einsatzgruppe bei uns bleiben“, sagte Erwin Baum, der lange als Jugendwart in der Krahner Wehr tätig war. Geübt wird alle zwei Wochen am Gerätehaus der Wehr und in kleiner Vorführung einer Gruppenstafette zeigte der Nachwuchs am Samstag, dass die Grundlagen der Feuerwehrarbeit sitzen.

Von Christine Lummert

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