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Brandenburg/Havel Mit „Stille Nacht“ spielt sich die Bigband in die Weihnachtszeit
Lokales Brandenburg/Havel Mit „Stille Nacht“ spielt sich die Bigband in die Weihnachtszeit
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10:33 22.12.2019
Die Akteure des Weihnachtskonzerts im Paulikloster. Neben der Bigband der Musikschule begeisterten auch die Chöre „Salto tonale“ und „Jamprassion“ das Publikum. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Ein zünftiges Weihnachtskonzert erlebten die etwa dreihundert Besucher im voll besetzten Paulikloster. Mit weihnachtlichen Melodien heizte die Bigband der städtischen MusikschuleVicco von Bülow“ den Besuchern im 16 Grad kühlen Saal kräftig ein. Neu arrangiert von Paul Clark, klang selbst das Traditionslied „Stille Nacht“ ausgesprochen aufregend.

Applaus für Solo

Am Klavier brillierte Katharina Burges, die auch für ihr Gesangssolo „All I want for Christmas is you“ viel Applaus bekam. Verstärkung erhielt die Bigband von zwei wunderbaren Chören. „Salto tonale“ ist ein gemischter Chor aus Wiesenaue im Havelland, der von Andrei Diakov geleitet wird. „Jul, jul…“ das Lied von dem schwedischen Komponisten Gustaf Nordqvist (1886-1949) intonierte der Chor zum Auftakt seines Gesangsprogramms.

Katharina Burges mit einem Gesangssolo. Quelle: Rüdiger Böhme

Außer Schwedisch, Englisch und Deutsch waren auch Liedtexte zu hören, die in einer Kunstsprache geschrieben waren, wie beispielsweise der wunderbare Song „Adiemus“ des Walisers Karl Jenkins (geboren 1944). Für den Text hat Jenkins Silben und Wörter erfunden. Um so mehr Gewicht bekommt der Gesang, weil die Stimmen der Chorsänger hier wie Instrumente wirken. Eine Reihe von Wörtern in „Adiemus“ ähneln afrikanischen Sprachen. Und der getrommelte Rhythmus lässt das Stück wie Weltmusik klingen. Wie aus einer ganz anderen Welt wirkte dann „Besame mucho“, der Welthit von 1941, den die Mexikanerin Consuelo Velázques geschrieben hat. Begeisterter Applaus.

Besser als das Original

Viel Beifall erhielt auch „Jampression“, der zweite Chor, für seinen Auftritt. Besonders beeindruckend performten die Sänger das „Prélude“ von Georg Friedrich Händel. Der anschließende Titel „Wunder gescheh‘n“ war mit seinem banalen Text zwar ein leichter Kulturschock, klang aber bei „Jampression“ interessanter als im Original von Nena.

Rund 300 Zuhörer verfolgten das Weihnachtskonzert im Paulikloster. Quelle: Rüdiger Böhme

Die „Hirtensalsa“ könne man nicht essen, warnte Moderator Andreas Schalinski. Dahinter verbarg sich ein Medley der schönsten Weihnachtslieder. „Vom Himmel hoch da komm ich her“ - vor knapp fünfhundert Jahren schrieb Martin Luther 1539 dieses wunderbare Weihnachtslied, das auf der ganzen Welt gesungen wird. Für das Lied „O du fröhliche“ kündigte Schalinski ein „Hoppla“ an, das zwischen den einzelnen Strophen jeweils in zwei zusätzlich gejubelten Halleluja bestand.

Ereignisreiches Jahr

Angelehnt an Händel erklang zum Schluss „Tochter Zion“, aber es klang etwas ungewohnt, denn die Bigband hatte das Lied mit jazzigen Zwischenspielen ergänzt. Hoppla eben auch hier. Mit dem Weihnachtskonzert endete für die städtische MusikschuleVicco von Bühlow“ und ihren Leiter Bernd Heese, sowie derzeit dreißig Dozenten, ein ereignisreiches Jahr.

Bei Leistungsschau dabei

Als einen Höhepunkt im Jahr 2019 nennt Heese das zweite Sommerfest der Musikschule auf dem Marienberg, eine Leistungsschau mit 15 Konzerten an drei verschiedenen Orten, die das Klinikum und die BAS tatkräftig unterstützt haben. Und bei der dreitägigen Leistungsschau aller Musikschulen des Landes Brandenburg im vergangenen Juni in Spremberg, an der etwa 2000 Schüler teilgenommen haben, war auch die Bigband dabei.

Von Ann Brünink

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