Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Mit einem Rap-Song gegen Mobbing: Schüler drehen Kurzfilm
Lokales Brandenburg/Havel Mit einem Rap-Song gegen Mobbing: Schüler drehen Kurzfilm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:32 15.05.2018
Siebtklässler Jordan Henkel spielte die Hauptrolle beim Videodreh am von Saldern-Gymnasium Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

„Ich sehe noch zu cool aus.“ Wenn ein Zwölfjähriger das bekennt, kann etwas nicht stimmen. Für Jordan Henkel aus der 7c des von-Saldern-Gymnasiums in Brandenburg an der Havel ging es nicht um die richtige Aufmachung, sondern um den Inhalt. Zusammen mit seinen Klassenkameraden nahm er an einem Workshop zum Thema Inklusion teil.

Hört sich erst einmal trocken an, war aber für die 24 teilnehmenden Schüler ein ganz besonderes Erlebnis. Denn der Aktionstag war mit dem Dreh eines Rap-Videos verbunden, das nach Fertigstellung Anfang Juli im Rahmen des inklusiven Schülerkurzfilmwettbewerbs „janz schön ungerecht“ im Berliner Kino Babylon offizielle Premiere feiern wird.

Filmwettbewerb speziell für Schüler

„Wir organisieren den Filmwettbewerb, der sich an Sekundarschüler aus Berlin und Brandenburg bis zur zehnten Klasse richtet, jetzt im zweiten Jahr“, erklärte Markus Götte vom Verein für inklusive Medienbildung.

In Brandenburg wird das Projekt von der Sozialstiftung der Sparkasse unterstützt. Insgesamt beteiligen sich schon über 50 Schülerfilmteams aus Förder- und Regelschulen sowie Willkommensklassen an dem Wettbewerb.

Den Gewinnern winkt zwar kein Oscar, aber immerhin ein Tag im Filmpark Babelsberg, um die Filmleidenschaft weiter zu entwickeln.

Ein ganzer Tag voll harter Arbeit

Bevor der Weg über den roten Teppich zur ersten eigenen Filmpremiere führt, war ein harter Tag Arbeit angesagt. Ein kleines Team von Medienpädagogen betreute die Saldern-Schüler auf ihrem Weg zum gelungenen Video. Besondere Unterstützung bekamen die Nachwuchs-Filmemacher vom Berliner Rapper Graf Fidi, der mit richtigem Namen Hans Friedrich Baum heißt, im Rollstuhl sitzt und weiß wovon er redet, wenn es um Inklusion geht.

Die Siebtklässler des Saldern-Gymnasiums haben die Hintergründe zum sperrigen Begriff Inklusion schon im Deutschunterricht anhand des Jugendbuches „Crazy“ von Benjamin Lebert unter die Lupe genommen. „Als der Vorschlag zum Video-Workshop kam, noch dazu mit einem echten Rapper als Coach, waren die Schüler begeistert“, erinnerte sich Ulrike Schwarze, Deutsch- und Musiklehrerin am Saldern-Gymnasium.

Schüler entwickeln eine Rahmenhandlung für ihren Film

In zwei Gruppen geteilt, erarbeiteten sich die Schüler nicht nur einen Rap-Text, sondern lernten auch mit dem Kamera-Equipment umzugehen, die richtigen Szeneneinstellungen zu finden und vor allem eine Rahmenhandlung für ihren Film zu entwerfen.

Die Schülerinnen Lorina Witt und Lea Kathleen Götze haben schon in der Grundschule an einem Video-Projekt teilgenommen. „Die Medienkompetenz der Schüler zu stärken, steht immer wieder auf dem Lehrplan, auch im Gymnasium“, erläuterte Schwarze. Um sich nicht im Dschungel des Internets zu verlaufen, sollten die Saldern-Schüler hinter die Kulissen des Filmemachens schauen und gleichzeitig selbst ausdrucksstarken Inhalt schaffen.

Traurige Geschichte übers Mobbing

„Wir erzählen mit unserem Rap und dem selbst gedrehten Video die Geschichte eines Jungen, der mit seiner Familie von Hartz IV lebt und in eine neue Klasse kommt“, berichtete Lorina. Die richtigen Markensachen kann er sich nicht leisten. „Und dann geht das Mobbing los“, fügte Lea hinzu.

Die Aufregung vor dem ersten Tag an einer neuen Schule liegt für die beiden Zwölfjährigen noch nicht lange zurück. „Da passt es ganz gut, dass die ehemaligen Siebtklässler am Beginn des nächsten Schuljahrs ihre Nachfolger immer mit einem kleinen Programm begrüßen und das Rap-Video wird jetzt ein Teil davon werden“, blickte Lehrerin Schwarze voraus.

Da wird dann zu sehen sein, wie Jordan doch noch in seiner neuen Klasse ankommt. Er kann als brillanter Fußballspieler glänzen und ein Happy-End macht sich im Film immer gut.

Von Christine Lummert

Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel - Freiluftsaison unterm Dach

Es ist Freiluftsaison im Marienbad, doch das Cabriodach bleibt zu. Es fehlt ein Motorteil, doch die Lieferzeit beträgt unglaubliche 20 Wochen. Und das ist Glück, andere Teile gibt es gar nicht mehr.

15.05.2018
Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel / Kriminalität - Opfer fotografiert Räuber: Festnahme

Das geht schnell. Am Montagmorgen versucht ein junger Mann einen Passanten in Brandenburg/Havel zu überfallen. Doch der rettet sich in sein Auto und macht von dort sogar ein Foto des Angreifers. Wenige Stunden später fasst die Polizei den Verdächtigen.

14.05.2018
Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel / Kriminalität - Rentner um mehrere tausend Euro betrogen

Ein Rentner in der Altstadt von Brandenburg/Havel verliert mehrere tausend Euro. Der Grund: Ein Betrüger macht ihm am Telefon weis, er sei dessen Enkel und benötige Geld für einen Wohnungskauf.

14.05.2018