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Brandenburg/Havel Mittelaltersommer im Archäologischen Landesmuseum
Lokales Brandenburg/Havel

Mittelaltersommer im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel

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07:31 13.07.2021
Im Innenhof des Archäologischen Landesmuseums im Brandenburger Paulikloster geht es mittelalterlich zu.
Im Innenhof des Archäologischen Landesmuseums im Brandenburger Paulikloster geht es mittelalterlich zu. Quelle: Norman Giese
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Brandenburg/H

Das Mittelalter ist nach wie vor eine Epoche, die Interesse und Sehnsüchte zu wecken vermag. In unzähligen Spielfilmen, Romanen und Fernsehdokumentationen ist die Zeit zwischen 500 und 1500 nach Christus vorgestellt und behandelt worden.

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Ganze Musiksparten und Veranstaltungsformate widmen sich mittelalterlicher Lebenskultur, vermischen dabei nicht selten Fantasie mit historischer Realität – und machen richtig Spaß. Natürlich ist das Mittelalter auch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, welche immer wieder spannende Ergebnisse zutage fördert. Auch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg lässt es sich nicht nehmen, und widmet sich an zwei Sommerwochenenden bewehrten Herren, adligen Damen und aufstrebenden Bürgern.

Unter dem Motto „Ritter, Minne, Tafelfreuden“ bieten Akteure am Samstag, 17. Juli, und am Sonntag, 18. Juli, sowie nochmals am Samstag, 14. August, und am Sonntag, 15. August, jeweils von 10 bis 17 Uhr unter freiem Himmel verschiedene Einblicke in die höfisch-ritterliche Welt des Hochmittelalters sowie in das Leben von vermögenden Bürgern und Kriegsknechten des ausgehenden Mittelalters.

Voranmeldung für Zeitfenster

Voraussetzung für eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist die Einhaltung der jeweiligen, zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten und der damit einhergehenden Einhaltung der Abstandsregeln, werden Besucher gebeten, sich im Vorfeld telefonisch für eines der drei vorgegebenen Zeitfenster von 10 bis 12 Uhr, von 12.30 bis 14.30 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr telefonisch unter 03381/410 4112 anzumelden.

Minnesang und Tafelfreuden

Am Samstag, 17. Juli, sowie am Sonntag, 18. Juli, dreht sich im Paulikloster alles um „Mode, Minne, Tafelfreuden“. An diesem Wochenende widmen sich die Darsteller aus den Bereichen Living History, Reenactment, Archäotechnik und Kunst vorrangig den schönen und wohlschmeckenden Seiten des Lebens.

So lernt der Besucher Wissenswertes über das höfische Leben im hohen Mittelalter und blickt dabei in die Handarbeitsstuben und Kleiderschränke jener Zeit. Auch Erklärungen zur höfischen Reiterei, gehören zum Programm. Nicht fehlen darf natürlich die Kunst des Minnesangs, welche nicht nur erläutert, sondern auch live erlebbar sein wird.

Genussvoll geht es zu beim Thema Tafelfreuden im hohen und späten Mittelalter. Die Gäste erfahren welche Zutaten, Speisen und Tischsitten bei Adel und wohlhabendem Bürgertum üblich waren.

Ritter und Schwert im August

Am zweiten Mittelalterwochenende im August stehen dann „Ritter, Schwert und Stangenbüchse“ im Mittelpunkt des Programms. Darsteller in Kostümen zeigen die kämpferischen Aspekte des mittelalterlichen Lebens.

Vermittelt wird die Entwicklung vom frühmittelalterlichen Gefolgschaftsherren, über den fränkischen Reiter und slawischen Krieger bis zum klassischen Ritter. Auch Kriegsknechte, die das Ende der Ritter-Ära einläuteten, stellen sich und ihre Kampf- und Belagerungstaktiken vor.

Natürlich wird auch das Handwerk des Plattners, welcher die metallenen Rüstungen kunstvoll fertigte, vorgestellt. Vorführungen verschiedener Rüstungen, Waffen und Instrumente vom frühen bis zum ausgehenden Mittelalter sind die Highlights an diesen Tagen. Besucher erfahren auch, welche Verletzungsmuster die kriegerischen Auseinandersetzungen am menschlichen Skelett hinterließen.

Jetzt Tickets sichern

Tickets für die Mittelalterwochenenden im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel kosten fünf Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Ein Familienticket ist für zehn Euro zu haben. Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen unter www.landesmuseum-brandenburg.de

Von MAZ