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Brandenburg/Havel Getötete Frau: Opfer lag mehrere Tage tot in der Küche
Lokales Brandenburg/Havel Getötete Frau: Opfer lag mehrere Tage tot in der Küche
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19:03 12.08.2019
Warum endete die Liebe der beiden jungen Leute so gewaltsam? Eine richtige Antwort auf die Frage gibt es noch nicht. Quelle: Facebook / privat
Brandenburg/H

Die Staatsanwaltschaft Potsdam bemüht sich noch immer herauszufinden, warum die 26 Jahre alte Brandenburger Jasmin G. sterben musste. Das Tatmotiv liegt nicht auf der Hand.

„Das Motiv für die Tatbegehung ist Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen“, erklärt Staatsanwältin Dorina Dubrau, stellvertretende Pressesprecherin der Potsdamer Ermittlungsbehörde.

Tatort war wahrscheinlich die Wohnung

Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft zumindest zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der geständige Maximilian B. (24) seine wie er aus Premnitz stammende Freundin in der gemeinsamen Wohnung in der Tismarstraße umgebracht hat.

>>LESEN SIE AUCH: Freundin erschlagen: Maximilian B. gesteht Gewalttat

Die junge Frau starb, wie bereits berichtet, an den Folgen einer stumpfen Gewalteinwirkung auf den Kopf, sie wurde also erschlagen. Das Verbrechen geschah in der Nacht vom 2. auf den 3. August. Das Opfer lag also schon fast zwei Tage tot in der Küche, als die Eltern Jasmin G. am folgenden Sonntagabend fanden.

Ähnlich gesichert wie ein Gefängnis

Der tatverdächtige Mann, der seit November 2017 in einer Beziehung mit Jasmin G. lebte, wurde am folgenden Dienstag in Berlin festgenommen und nach seiner Vernehmung bei der Kriminalpolizei in Potsdam tags darauf in der geschlossenen psychiatrischen Klinik untergebracht.

Dieser sogenannte Maßregelvollzug ist ähnlich gesichert mit Schlössern, Gitterstäben, hohen Zäunen und Elektronik wie das nahe gelegene Gefängnis.

Bekannte Mörder wie Frank Schmökel und der als „rosa Riese“ bekannte Wolfgang Schmidt waren jahrelang in dieser Klinik untergebracht, weil sie als psychisch kranke Straftäter gelten.

Staatsanwalt könnte Gutachten beauftragen

Die Ermittler schließen zum gegenwärtigen Zustand nicht aus, dass Maximilian B. seine Freundin im Zustand eingeschränkter Schuldfähigkeit getötet haben könnte. Womöglich ist er zum Tatzeitpunkt im juristischen Sinne sogar komplett schuldunfähig gewesen.

In Fällen wie diesen beauftragt die Staatsanwaltschaft in der Regel einen sachverständigen Gutachter, der den Tatverdächtigen auf seine Steuerungsfähigkeit und seine Schuldfähigkeit hin untersucht. Auch in diesem Fall prüft die Staatsanwaltschaft Potsdam ein solches Vorgehen.

Erst auf der Grundlage eines solchen fachärztlichen Gutachtens würde die Staatsanwaltschaft dann ihre Anklage mit den entsprechenden Tatvorwürfen erarbeiten.

Von Jürgen Lauterbach

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