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Brandenburg/Havel Musikalischer Protest: Fritz Blumenthal rappt gegen den Klimawandel
Lokales Brandenburg/Havel Musikalischer Protest: Fritz Blumenthal rappt gegen den Klimawandel
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12:00 30.08.2019
Der Brandenburger Rapper Fritz Blumenthal möchte seiner neuen Heimatstadt mehrere Songs widmen. Kreative Ideen sammelt er häufig am Packhofgelände und blickt dann auf die Havel. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Liebe, Hass und Erlebnisse verarbeitet Fritz Blumenthal in seinen Songs. Der 21-Jährige rappt erstmals bei der Brandenburger „Fridays for Future“-Demo am 30. August gegen Klimawandel und Massentierhaltung.

Rappen als Therapie

„Warum sind wir gegen Politik so machtlos, warum gegenüber Tieren so achtlos. Warum ist der Mensch voll Verachtung?“, fragt sich der Musiker in seinem Song „Angst.“ Das Spiel mit den Worten hilft ihm, seine Gedanken zu verarbeiten. „Das Rappen ist wie eine Art Therapie, dabei kann ich für ein paar Momente loslassen“, sagt er der MAZ.

Der Brandenburger Rapper Fritz Blumenthal möchte seiner neuen Heimatstadt mehrere Songs widmen. Kreative Ideen sammelt er häufig am Packhofgelände und blickt dann auf die Havel. Quelle: André Großmann

Fritz Blumenthal zog vor zwei Monaten aus der schwäbischen Stadt Weißenhorn nach Brandenburg an der Havel. Er will neue Wege gehen und mit Reimen experimentieren. „Hier fühle ich mich angekommen. Wenn ich am Wasser sitze, ist das für mich die reine Entspannung und macht gute Laune“, sagt Blumenthal. Kreative Ideen sammelt er häufig beim Blick auf die Havel, dann sitzt er an einem kleinen Steg auf dem Packhofgelände oder am Heineufer.

Neue Songs für die Havelstadt

Der 21-Jährige plant mehrere Songs, die er der Havelstadt widmen möchte. „Passend wäre ein Track, den man perfekt zum Feiern aufdrehen und mitsingen kann. Er sollte einen fetten Bass haben und antreibend sein“, sagt der Musiker. In den nächsten Wochen will er deshalb neue Texte verfassen, Lieder in einem Berliner Tonstudio aufnehmen und Musikvideos drehen. „Jetzt wird abgeliefert“, sagt der Brandenburger der MAZ.

Seine Songtexte entstehen nach keinem festen Schema, stattdessen hat Blumenthal sein Notizbuch und den Stift als ständige Begleiter dabei. „Wenn ich durch Brandenburg an der Havel laufe und nachdenke, sehe ich Situationen, die gedanklich automatisch zu Reimen werden und das recht spontan aus dem Bauch heraus“, sagt der Havelstädter.

Lyrik für das Gewissen

Mit seiner Lyrik will er an das Gewissen der Menschen appellieren und sie zum Nachdenken anregen. „Vieles läuft verkehrt auf dieser Welt, vielleicht kann man ja so mal einen kleinen Umschwung in die Gesellschaft bringen“, kommentiert der Musiker. Blumenthal denkt darüber nach, auf weiteren „Fridays for Future“-Demos zu rappen. Auf der Suche nach neuen Ideen inspirieren ihn Reime von Musikern wie Alligatoah und Herzog.

Brandenburg an der Havel bietet für Fritz Blumenthal den „idealen Kontrast zwischen Groß- und Kleinstadt“, nur eine Sache würde er sich schnellstmöglich wünschen. „Am Bahnübergang in Wust muss der Verkehr besser fließen“, sagt der 21-Jährige der MAZ. Aktuell jobbt er als Verkäufer in einer Bäckerei, doch er träumt davon, sein Hobby zum Beruf zu machen. „Musik ist für mich das pure Leben“, sagt er und betrachtet die vorbeifahrenden Boote auf der Havel.

Von André Großmann

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