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Brandenburg/Havel Musikmarathon in der Brandenburger City
Lokales Brandenburg/Havel Musikmarathon in der Brandenburger City
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17:20 31.03.2019
Oldies, Pop oder Rock spielten "Dobby & Friends" gekonnt im Kartoffelkäfer und dazu zwängten sich die Kneipenfest-Touristen gern eng. Quelle: Foto: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Mit ihren Motorrädern hatten sich Ralf aus Hamburg, Helmut aus Rostock und Christian aus Lüneburg gemeinsam mit anderen Bikerfreunden auf den Weg gemacht, um auch beim 33. Brandenburger Kneipenfest dabei zu sein. „Wir sind richtige Kneipenfest-Touristen und fahren ständig zu Kneipenfesten. Hier in Brandenburg sind wir zum ersten Mal und es ist richtig cool hier,“ schreit Helmut begeistert in der Ambrosius-Pinte, während seine Bikerfreunde schon wieder zu der rockiger Musik der Band „Matador“ mitsingen und versuchen sich an den Tresen zu kämpfen, um Getränke zu organisieren.

Livemusik in elf Kneipen und viele hundert Gäste, die die Nacht in der Brandenburger City zum Tag machen und von einem Konzert zum nächsten ziehen. Ein Erfolgskonzept. Noch immer.

Ideales Partywetter

Bei besten Frühlingswetter zog es die Brandenburger und viele Besucher Samstag in die Nacht, um in elf Lokalen Bands zu erleben und handgemachter, ehrlicher Musik zuzuhören. Das Konzept des Veranstalters ging an diesem letzten Tag wieder einmal auf.

Man musste schon Glück haben, wenn man in einem der Lokale mal etwas mehr Bewegungsfreiheit hatte. Aber die meisten wollten wohl dicht gedrängt Spaß haben, so wie die Krankenschwestern im Fonte, die aus dem Kneipenfest gleich einen Betriebsausflug machten.

Treues Publikum

Oder Manu und Jaqueline, von denen die eine schon ein „alter Hase“ in Sachen Kneipenfest-Tour ist und die andere, Jaqueline, begeistert das erste Mal dabei war und versicherte: „Das war nicht das letzte Mal. Ich hätte nie gedacht, das dafür so viele Leute unterwegs sind und finde die Idee toll, weil man auch so viel unterschiedliche Bands an einem Abend erleben kann!“

Ein Abstecher zum Altstadt-Pub muss immer sein. Hier konnte man nur hoffen, dass die Band „The Ants“ gerade Pause machte, um noch einen Platz zu finden. Ansonsten ist es hier so voll, dass selbst die Mitarbeiterinnen der Bar Mühe haben, sich durchzukämpfen. Aber mit einem Lächeln oder einem lockeren Spruch klappt das. Weiter geht wieder Richtung Zentrum zur Bollmannpassage.

Seltene ruhige Orte

Gelegenheit, sich erst einmal bei einer Bratwurst zu stärken, bevor im Steakhaus Crocodile „Dings & Bums“ ihr musikalisches Menü servieren. Dann verweilt man im „Rum-Express“, setzt sich an den Tisch und lauscht den Klängen, die Denny Hertel der Gitarre entlockt und kommt ein bisschen zur Ruhe.

Mit einem kleinen Umweg über das Restaurant Herzschlag, wo die meisten noch auf den Sänger „Krähe“ warten und man sich draußen gut unterhalten konnte – zumal im Lokal kaum Platz ist – geht es am Molkenmarkt vorbei zum „Büro Hebenbräu“. Hier darf man der wunderbaren Stimme von Steffi Breiting lauschen, die mit der Band „Sweet Confusion“ an den Soundtrack von „Love, Peace und Understanding“ erinnert. Glück hat man auch hier, wenn man mal ohne Körperkontakt die Akteure erleben darf. Gleiches erwartet den Kneipenfestler dann im Kartoffelkäfer.

Urgestein des Kneipenfestes

Das Restaurant, das von beginn an beim Kneipenfest mitmacht, ist traditionell überfüllt und bietet Vollblutmusiker. Mit „Dobby & Friends“ wird schnell klar: im Kartoffelkäfer geht wie immer die Post ab. Nach dem emotionalen Oldie- und Rockgewitter ist Familiensinn angesagt. Dazu bietet der „Rosinenbomber“ mit Thommy Fechner und Tochter Franze das richtige Duo. Beide sind ein eingespieltes Team und machen Musik um Zuhören, Tanzen und Mitmachen. Nach einem Abstecher dort, geht es nebenan die Bar „Berg & Tal“. Blues ist hier angesagt und Rockmusik von „Whiskey, Milk & Water“. Eine bunte Mischung, die mal hart und dann wieder ganz sanft und ruhig daher kommt.

Ungewohnte Töne kommen aus der Theaterklause. Hier haben sich die Musiker der Brandenburger Band „Acoustika“ einquartiert. Was da von Rockröhre Klara von der Bühne kommt, ist einfach großartig. Aber auch Stefanie und die Männer der Band sorgen dafür, dass die Theaterklause zum Rocktempel wird und bis in die letzte Ecke gefeiert wird. Das 33. Kneipenfest war ein Erlebnis!

Von Rüdiger Böhme

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