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Brandenburg/Havel Nächste Woche stehen Bahnen und Busse still
Lokales Brandenburg/Havel Nächste Woche stehen Bahnen und Busse still
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08:27 07.02.2013
BRANDENBURG/H.

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Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem kommunalen Arbeitgeberverband im Land. „Die Vorstellungen zum Tarifabschluss liegen noch weit auseinander“, teilte Verkehrsbetriebe-Geschäftsführer Werner Jumpertz gestern mit. Er weist darauf hin, dass Verdi in einigen Regionen und Städten wie Potsdam und Frankfurt (Oder) bereits vor mehreren Tagen Warnstreiks organisiert und den öffentlichen Nahverkehr damit lahmgelegt hat.

„Für Brandenburg an der Havel gehen die Verkehrsbetriebe davon aus, dass ein solcher Warnstreik zwischen dem 11. und 14. Februar stattfinden wird“, hieß es gestern. Als wahrscheinliche Termine vermutet die Geschäftsführung Montag, 11. Februar, oder Dienstag, 12. Februar. Als Uhrzeit des Warnstreiks erwartet sie die Morgenstunden zwischen 3 und 9 Uhr.

Marco Pavlik, Geschäftsführer von Verdi in Potsdam, bestätigt, dass in der nächsten Woche bis Donnerstag noch verschiedene Warnstreiks in Regionen und Städten des Landes vorgesehen sind. Er ließ erkennen, dass auch mit einer Aktion in der Stadt Brandenburg zu rechnen ist, nannte aber keinen exakten Streiktag mit Uhrzeit. Den will die Gewerkschaft erst am Vortag bekanntgeben.

Die meisten Bürger in den Dörfern des Brandenburger Umlandes (Landkreis Potsdam-Mittelmark) müssen nicht damit rechnen, dass sie an einem frühen Morgen in der kommenden Woche vergeblich an der Bushaltestelle ihres Ortes warten müssen. Denn die Belziger Verkehrsgesellschaft wird nicht vom kommunalen Arbeitgeberverband vertreten, sie ist also nicht in die aktuelle Tarifauseinandersetzung einbezogen.

Der Gewerkschafter bestätigt, dass die Vorstellungen der Tarifparteien noch sehr weit auseinanderliegen. Schon bei der Laufzeit gebe es erhebliche Differenzen. Verdi fordere eine Laufzeit von nur zwölf Monaten. Allenfalls wenn die Prozentsteigerungen beim Entgelt stimmten, seien 18 Monate verhandelbar. Die Arbeitgeber streben hingegen einen Abschluss für 42 Monate an, also bis Mitte 2016.

Der bislang letzte Tarifvertrag lief Ende Dezember nach sechs Jahren Laufzeit aus und hat den Beschäftigten laut Pavlik einen Reallohnverlust gebracht. Auch das bisherige Angebot zum Entgelt hält Verdi für unzureichend. Es liege bei einer Einmalzahlung von 250 Euro brutto in diesem Jahr, zwei Prozent auf die Tabelle im nächsten Jahr und 1,8 Prozent im Jahr 2015.

Marco Pavlik rechnet vor, dass dieses Angebot auf die Jahre gesehen eine Erhöhung des Monatslohns von durchschnittlich nur 0,71 Prozent oder 13 Euro brutto bedeuten würde – bei Löhnen, die für Busfahrer je nach Alter und Dienstjahren zwischen etwa 1700 (ohne Zuschläge) und 2400 Euro brutto liegen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von zehn Prozent im Volumen, davon sechs Prozent auf die Tabelle. Die übrigen vier Prozent könntem zum Beispiel durch eine Arbeitszeitverkürzung erreicht werden. (Von Jürgen Lauterbach)

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