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Brandenburg/Havel Nah an der Vollbeschäftigung: erstmals unter 8 Prozent Arbeitslose
Lokales Brandenburg/Havel Nah an der Vollbeschäftigung: erstmals unter 8 Prozent Arbeitslose
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14:33 30.09.2019
Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser erwartet langsam eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Zumindest einmal hat es Brandenburg/Havel geschafft, in der Arbeitslosen-Statistik unter 8 Prozent zu kommen und weniger als 3000 Menschen als arbeitslos auszuweisen.

Im September registrierte das Jobcenter in der Stadt 2945 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das bedeutet eine Quote von 7,9 Prozent – 0,3 Prozent weniger als im August. Noch nie waren diese Zahlen so gering und damit positiv.

Gleichwohl überschlägt sich Geschäftsführer Michael Glaser bei aller Freude über die aktuelle Momentaufnahme nicht vor Begeisterung. Das hat mehrere Gründe.

Nachfrage nicht mehr zu befriedigen

Das Brandenburger Jobcenter und auch die Arbeitsagentur gelangen an einen Punkt, an dem sie nicht mehr genügend fachlich geeignete Menschen in ihrem Bestand wissen, welche die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt voll befriedigen könnten. In dieser Hinsicht sei 2018 das bisher beste Jahr gewesen.

Wer in Zeiten, die der Vollbeschäftigung nahe kommen, noch ohne Job ist, gilt nach aller Erfahrung als nicht leicht zu vermitteln an Unternehmen, die qualifizierte Arbeitskräfte suchen.

Der Prozess, die verbliebenen arbeitslosen Frauen und Menschen zu motivieren und bedarfsgerecht zu qualifizieren, wird aufwendiger und langwieriger.

Ende der Fahnenstange in Sicht

Der Jobcenter-Geschäftsführer vermutet, dass nach der Halbierung der Zahl der Langzeitarbeitslosen auf unter 1000 das Ende der Fahnenstange langsam erreicht wird und eine weitere Reduzierung in der näheren Zukunft nur noch in kleinen Schritten gelingen kann.

Glaser weist darauf hin, dass Brandenburg/Havel in der jüngeren Vergangenheit, dem deutschlandweiten Trend folgend, in jedem Jahr eine erfreulich deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit erlebt hat.

Die gegenwärtig nach wie vor gute Entwicklung sieht er langsam auslaufen. „Über Rezessionsaspekte wir besprochen“, referiert er die Einschätzung von Arbeitsmarktexperten. Für das kommende Jahr rechnen Glaser und Arbeitsagentur-Teamleiter Sören Kirchner mit einer gewissen Stagnation.

Zukunft der Metallverarbeitung

Auf dem stark nachgefragten Gesundheitssektor werde sich das nicht bemerkbar machen, dort dürften Arbeitskräfte auch in Zukunft gefragt sein.

In den Blick nehmen müssten Jobcenter und Arbeitsagentur aber die metallverarbeitende Industrie in der Stadt und im Umland. Brandenburg/Havel sei auf dem Sektor geprägt von Zuliefererbetrieben, die abhängig von Aufträgen ihrer Großkunden sind.

Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Umland der Stadt entspricht derjenigen in Brandenburg/Havel.

Positive Entwicklung auch im Umland

Im Einzugsgebiet der für die Stadt und den Altkreis zuständige Arbeitsagentur-Geschäftsstelle ist die Arbeitslosigkeit gesunken auf den bisherigen Tiefstand von 6,7 Prozent – 0,3 Prozent weniger als im August.

Erstmals sind – bezogen auf Brandenburg/Havel und das Umland – weniger als 4000 Menschen arbeitslos gemeldet, nämlich 3945.

Von Jürgen Lauterbach

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