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Brandenburg/Havel Neue Brücke über den Jakobsgraben: Abkürzung für Fußgänger und Radler
Lokales Brandenburg/Havel Neue Brücke über den Jakobsgraben: Abkürzung für Fußgänger und Radler
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16:06 14.08.2019
Wo jetzt noch der Blick von großen Bäumen alles verdeckt soll am Ende der Friesenstraße eine Brücke über den Jacobsgraben entstehen. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Eine sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Wilhelmsdorfer Vorstadt bis zum Steintorturm entsteht im kommenden Winter. Vom 18. November bis Mitte April wird eine neue Brücke über den Jakobsgraben errichtet.

28 Meter langes Bauwerk

Sie verbindet die Friesenstraße mit dem Areal des ehemaligen Busbahnhofes. Der Graben ist an dieser Stelle 18,50 Meter breit, das Bauwerk wird eine Länge von 28 Metern haben, sagt die städtische Projektleiterin Martina Saupe. „Wir müssen einen kleinen Bogen nehmen wegen der Eigentumsverhältnisse bei den Flächen.“ Der Bogen hat einen Radius von 48 Metern, der Schwung fällt also relativ sanft aus auf der kurzen Strecke. Die Brücke ist eine Metallkonstruktion, unten ist ein geschweißter Stahlkasten mit Rippenschutz, darauf liegt eine Stahlplatte mit Epoxidharzbeschichtung. Die insgesamt 73 Meter langen Geländer bestehen aus bogenförmigen Pfosten mit Seilfüllung, der Handlauf ist aus Edelstahl.

Gründung im Wasser

Gegründet wird auf Spundwandkästen, die mit Beton verfüllt sind, daraus erheben sich die Stahlbetonstützen. Die Kästen werden im Wasser vor den verklinkerten Einfassungsmauern versenkt, berühren diese also nicht. Schifffahrt gibt es auf dem Kanal ohnehin nicht, zugelassen sind nur muskelbetriebene Boote beziehungsweise kleinere Boote mit Sondergenehmigung.

Einheben in einem Stück

„Abhängig vom Errichter wird das Bauwerk wohl in einem Stück angeliefert und eingehoben. Aufstellflächen für den Kran sind ja vorhanden“, sagt der für Straßen und Brücken zuständige Fachgruppenleiter Peter Reck. Die Leistungen sind derzeit von der Kommune öffentlich ausgeschrieben.

Mittel aus Stadtumbau

Wo jetzt noch der Blick von großen Bäumen alles verdeckt soll am Ende der Friesenstraße eine Brücke über den Jacobsgraben entstehen. Quelle: Rüdiger Böhme

Das waren bereits die Planungsleistungen, hier hatte sich das heimische Büro Köber-Plan durchgesetzt. Die Ausschreibungen sind zwingend, weil Bund und Land jeweils ein Drittel der Kosten fördern über das Stadtumbau-Programm, sagt Birgit Hupe von der Fachgruppe Stadtentwicklung. „Das ist maßgeschneidert für solche Vorhaben, weil im Programmteil Aufwertung das Verbessern des Wohnumfeldes im öffentlichen Raum in der Kernstadt Projekte bezahlt werden.“ Zur Kernstadt zählen neben Neustadt, Altstadt und Dom auch die Wohngebiete im Ring. Gerade dort sind die Stadtumbau-Mittel willkommen, weil es für die Innenstadt auch andere Förderung wie Denkmalschutz-Mittel gibt.

Stadt zahlt nur ein Drittel

Seit 2016 wird das Brücken-Projekt verfolgt. Dass es erst jetzt realisiert wird, hat ausnahmsweise mal nichts mit Geld zu tun, sondern mit Planungs- und Eigentumsfragen. So war beispielsweise lange nicht klar, wie die Gründung in der Wasserstraße 2. Ordnung erfolgen soll.

Sicherer Schulweg

Jetzt sind alle Probleme gelöst. Künftig können beispielsweise die Schüler des von-Saldern-Gymnasiums über die Franz-Ziegler- und die Friesenstraße zu der Brücke gelangen, auf der anderen Seite des Grabens wird es eine provisorische Wegeführung bis zur Bauhofstraße geben. Im Zuge des Haltestellenneubaus nahe des neuen Kinderhauses wird das Queren der Straße sicherer, dann führt der Weg bis zum Mühlengraben, von dort weiter zum Steintorturm.

Wohngebiet nach dem Hort

Die endgültige Wegeführung über das alte Busbahnhof-Areal wird erst feststehen, wenn geklärt ist, was mit der Fläche tatsächlich geschieht. Bislang sehen die Stadtplaner ein Wohngebiet vor, eventuell auch Dienstleistungsanbieter dazu, sagt Birgit Hupe. Das hänge von den Plänen eines möglichen Investors ab. Aber bis Mitte nächsten Jahres mindestens stehen auch noch die Container des temporären Hortes, bis die Räume im alten Augustaheim in der Kleinen Gartenstraße fertiggestellt sind.

Von André Wirsing

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