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Brandenburg/Havel Samstag große Typisierungsaktion: Hunderte wollen Leukämie-Patientin Frances helfen
Lokales Brandenburg/Havel Samstag große Typisierungsaktion: Hunderte wollen Leukämie-Patientin Frances helfen
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14:00 14.02.2020
Die 28-jährige Frances hat Blutkrebs und hofft auf eine Stammzellspende. Quelle: privat
Brandenburg/H

Hunderte Brandenburger helfen der an Leukämie erkrankten 28-jährigen Frances mit einer Stammzellspende. Johanniter-Sprecherin Jessica Schulz rechnet bei der Typisierungsaktion „Frances will leben“ am 15. Februar mit mehr als 750 Besuchern.

Zusammenhalt bei Typisierungsaktion

„Eine 13-Jährige hilft beim Kuchenverkauf, der befreundete Musiker Christopher Schuh tritt auf und viele Sportmannschaften stehen hinter ihr, die Stadt hält zusammen“, sagt die Mitorganisatorin.

Johanniter-Sprecherin Jessica Schulz lobt die Unterstützer der Typisierungsaktion. Quelle: André Großmann

Stammzellspender müssen zwischen 17 und 55 Jahre alt sein und dürfen keine chronischen Vorerkrankungen haben. Denn je jünger ein Mensch zum Zeitpunkt der Registrierung ist, desto länger steht er für den weltweiten Suchlauf der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zur Verfügung.

Abstrich der Wangenschleimhaut

Mehr als 5500 Spender scheiden jeden Monat bei der DKMS aus Altersgründen aus. Doch wie läuft eine Registrierung am Aktionstag ab? „Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung nimmt man mit drei Wattestäbchen jeweils einen Wangenschleimhautabstrich. In fünf bis zehn Minuten ist so der erste Schritt getan, um vielleicht einem Menschen das Leben retten zu können“, sagt Stephanie Doss von der DKMS.

Stefanie Doss von der DKMS gibt Tipps für die Typisierungsaktion am 15. Februar. Quelle: privat

Knochenmarkpunktion bestätigte Leukämie

Die Hilfsbereitschaft in der Havelstadt beeindruckt die an Blutkrebs erkrankte Frances. Sie hofft, dass „möglichst viele Menschen aus Brandenburg an der Havel, Rathenow und Potsdam-Mittelmark kommen und sich typisieren lassen.“

Die Brandenburgerin erfährt Anfang Januar von ihrer Erkrankung. Schon Wochen vorher fühlt sie sich erschöpft und hat kaum Ausdauer für den Sport im Fitnessstudio. Sie kämpft sich durch, dann deutet eine Blutkontrolle auf eine Erkrankung hin. Eine anschließende Knochenmarkpunktion, bei der Mediziner Zellen und Gewebe entnehmen, bestätigt schließlich den Verdacht auf eine Leukämie.

Helfer untersuchen zwölf Gewebemerkmale

Laut DKMS-Stiftung erhält ein Patient in Deutschland alle 15 Minuten die Diagnose Blutkrebs. Nur jeder Zehnte bekommt einen Spender. Bei einem Drittel aller Fälle kann der passende Spender in der Familie gefunden werden. Helfer bestimmen bei einer Typisierung zwölf Gewebemerkmale des Spenders, die sogenannten Humane Leukozyten-Antigene (HLA) und suchen nach genetischen Übereinstimmungen.

Die Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann (CDU) ist Schirmherrin der Typisierungsaktion. Sie hofft, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und sich bewusst sind, dass sie auch mit „wenig Einsatz sehr viel bewirken und verändern können.“ Für die 64-Jährige sei klar, dass registrierte Spender Leben retten und Betroffenen neue Hoffnung geben können.

Planerin Jessica Schulz sieht das ähnlich. „Insgeheim wünsche ich mir, dass Samstag mehr als 1000 Menschen dabei sind. Jeder kann versuchen, Leben zu retten“, sagt die Sprecherin der Johanniter.

Die Typisierungsaktion „Frances will leben“ findet Samstag, 15. Februar, von 11 bis 15 Uhr in der Schulaula des Von-Saldern-Gymnasiums in der Franz-Ziegler-Straße 29 statt. Planerin Jessica Schulz von den Johannitern empfiehlt Gästen, auf dem Schotterparkplatz am Wiesenweg zu parken.

Von André Großmann

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