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Brandenburg/Havel Neue Kultur im ältesten Haus
Lokales Brandenburg/Havel Neue Kultur im ältesten Haus
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15:04 05.02.2017
Bandprobe mit Reno Schröder (links) und Thoralf Pötsch im Bürgerhaus.
Bandprobe mit Reno Schröder (links) und Thoralf Pötsch im Bürgerhaus. Quelle: Brigitte Einbrodt
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Brandenburg/H

Soundcheck bei Trio S, die drei Brandenburger Musiker traten endlich mal wieder vor heimischem Publikum auf. Im Bürgerhaus Altstadt fanden sie gute Bedingungen für ihr Konzert. Thoralf Pötsch, Sänger und Gitarrist, lobt: „Der Saal hat die richtige Größe für uns, die Kollegen sind nett.“ Auch wollten sie mit ihrem Auftritt das Anliegen unterstützen, dem sich „Die Altstädter“ verschrieben haben: „Der Bürgerverein bemüht sich, die kulturelle Entwicklung in der Alten Stadt Brandenburg voranzutreiben.“

Neben zahlreichen stadtbekannten Events wie dem „Rolandspectaculum im Slawendorf“ oder Hof- und Jazzfesten ist ein zentraler Ort das Bürgerhaus in der Bäckerstraße. Es ist das älteste Fachwerkhaus der Mark Brandenburg von 1408.

Wie viele Events verträgt ein so altehrwürdiges Haus? Kathrin Arndt, die Vereinsvorsitzende, lacht: „ Das Haus hält eine Menge aus. Die Frage müsste andersherum gestellt werden. Wieviel schaffen wir zu organisieren?“ Etwa 50 Mitglieder zählt der gemeinnützige Verein, etwa die Hälfte sei aktiv. „Wir sind alle ehrenamtlich tätig“, sagte Kathrin Arndt, die hauptberuflich als Kunsttherapeutin arbeitet. Und sie wirtschaften ohne finanzielle Zuschüsse der Stadt, müssen sich also eine Menge einfallen lassen, um das Haus in Schuss zu halten und die Leute herzulocken. So begannen sie am Sonnabend mit einer kleinen Liedermacherreihe. Dazu wurde ein ganz besonderes Bier aus der Brauerei ausgeschenkt, die auf dem Hof des Bürgerhauses zu finden ist.

Für Thoralf Pötsch, Göran Schade und Reno Schröder von der Akustikband Trio S gab es zunächst aber Kaffee bei der Probe. Kerstin Ihlenfeldt hilft oft bei der Organisation, seit 15 Jahren ist sie dabei, weil ihr gefällt, „dass Stadtgeschichte hier kulturell so engagiert aufgearbeitet wird.“ Gemeinsam wird geplant und diskutiert.

Von Brigitte Einbrodt

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