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Brandenburg/Havel Kriminal-Dinner locken im Winter in den Wald
Lokales Brandenburg/Havel Kriminal-Dinner locken im Winter in den Wald
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10:59 10.02.2020
Die Geschäftsführerin der Neuen Mühle Kati Nachtigall mit ihrem Ehemann Torsten. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Wer aus dem Zentrum der Stadt Brandenburg kommt, braucht keine fünfzehn Minuten, um das Hotel und Restaurant „Neue Mühle“ im Neustädtischen Forst zu erreichen. Doch trotz dieser Nähe zur Stadt befindet sich der Besucher in einer völlig anderen Welt. Statt quirligem Leben, Hektik und Verkehrsgewühl kann der Stadtmensch hier draußen reine Luft und paradiesische Ruhe inmitten wunderbarer Natur genießen.

Ungeeignet für Pflegedienst

Als sie die Neue Mühle entdeckte, hatte Kati Nachtigall überhaupt nicht vor, sich als Hotelfrau zu betätigen. Sie war eigentlich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ihren Pflegedienst „Future Care“, den sie seinerzeit gegründet hat. Doch sie erlag dem Charme dieses idyllischen Ortes und erwarb das Anwesen. Natürlich war ihr von Anfang an klar, dass der Ort ungeeignet ist für pflegebedürftige Senioren. „Und so haben wir beschlossen, das Restaurant und den damaligen Pensionsbetrieb weiter zu führen“, erinnert sich die Mutter von zwei erwachsenen Kindern an ihre Anfänge in der Neuen Mühle. Knapp fünf Jahre ist das jetzt her.

Zwei Jahre bis zum Hotel

Zwei Jahre später konnte sie den Hotelneubau eröffnen, der gegenüber dem historischen Gebäude der Ausflugsgaststätte Neue Mühle errichtet worden ist. Seitdem stehen insgesamt 48 Betten in zweiundzwanzig Zimmern für Gäste bereit. Die gemütlich eingerichteten Räume verfügen entweder über Balkon oder Terrasse und sind mit einem modernen Duschbad ausgestattet. Sie werden das ganze Jahr über vermietet, auch im Winter.

Zwölf Mitarbeiter in Vollzeit

Zwölf Vollzeitmitarbeiter haben in der Neuen Mühle Lohn und Brot gefunden. Während im Sommer die umgebende Natur für die Unterhaltung der Gäste sorgt, bietet die Neue Mühle im Winter mit den beliebten Dinner-Shows und dem Krimi-Dinner sowie mit heiteren Liederabenden oder mit Zaubershows ein Unterhaltungsprogramm an, das die Hausherrin selbst organisiert.

Abstimmungen zum Denkmalschutz

Viel Abstimmungsbedarf mit Experten und Behörden erforderte die Sanierung des Einsturz gefährdeten und Denkmal geschützten Wartturmes von 1438, der im Sommer Fledermäusen eine Heimstatt bot. Um die Tiere nicht zu vergrämen, durften die Sanierungsarbeiten am Turm nur in den Herbst- und Wintermonaten stattfinden. Im November 2018 hat die Renovierung begonnen.

Der einsttige Wartturm wird behutsam saniert. Quelle: JACQUELINE STEINER

Zum Türmetag im September 2019 öffnete dann der Turm, der zuvor wegen Baufälligkeit offiziell gesperrt war, wieder seine Pforten. Über eine außen angebrachte moderne Wendeltreppe aus Metall erreicht man den Dachraum des Wartturmes. Dort ist eine in barockem Stil möblierte Weinstube entstanden, in der kleine Feiern mit maximal fünfzehn Personen stattfinden können.

Zuerst ist Fitnessraum dran

Sobald der geplante Ausbau des Dachgeschosses im Hotelgebäude abgeschlossen ist – dort soll ein Fitness- und Yogaraum entstehen -, soll auch der untere Raum des Wartturmes renoviert werden. Hinter den 1,40 Meter dicken Mauern wird dann eine zünftige Ritterstube entstehen.

„Wir haben es bis jetzt nicht bereut, die Neue Mühle übernommen zu haben“, lautet nach fünf Jahren Bewirtschaftung das Fazit von Kati Nachtigall und ihrem Mann Torsten, der für die technische Leitung des Hauses zuständig ist.

Von Ann Brünink

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