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Brandenburg/Havel Neue Station im Marienkrankenhaus seit zwei Jahren ungenutzt
Lokales Brandenburg/Havel Neue Station im Marienkrankenhaus seit zwei Jahren ungenutzt
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09:30 26.02.2020
Leider noch keine Ärzte, die in der Caritas-Klinik St. Marien anfangen könnten. Das Foto zeigt den leitenden Oberarzt Holger Heinicke mit Medizinstudenten der MHB, die einen Teil ihrer Ausbildung in dem Brandenburger Krankenhaus absolviert haben. Quelle: Christian Beier/Caritas
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Brandenburg/H

Der Neubau des St. Marienkrankenhauses in der Bergstraße in Brandenburg an der Havel steht bereits seit gut zwei Jahren. Doch noch immer hat eine der beiden Stationen nicht den Betrieb aufgenommen.

Am guten Willen der Brandenburger Caritas-Klinik St. Marien fehlt es keineswegs. Lieber heute als morgen würde die überwiegend auf alte Patienten spezialisierte Fachklinik ihre Station 5 eröffnen. Seit rund zwei Jahren schon. Doch das ist nicht so einfach.

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Klinik will schnellstmöglich eröffnen

„Unser Ziel ist es, die Station 5 schnellstmöglich zu eröffnen“, versichert Marketingleiterin und Kliniksprecherin Franziska Cierpinski. Und sie macht Hoffnung, dass es in den kommenden Monaten tatsächlich soweit sein kann.

Die Station 5 der Brandenburger Caritas-Klinik St. Marien ist seit 2018 fertig, aber noch nicht eröffnet. Quelle: Rüdiger Böhme

Der Grund für die lange zeitliche Verzögerung kann nachdenklich machen. Denn es fehlt an Fachpersonal für die vorgesehene geriatrische Station mit einem etwa 30-prozentigen geriatrisch-palliativen Anteil. Der Pool für das Pflegepersonal ist nach Auskunft des Krankenhauses im Aufbau. „Doch insbesondere Fachärzte werden weiter dringend benötigt“, sagt Franziska Cierpinski.

Betten auch für Palliativpatienten

In der künftigen Station 5 stehen 24 Betten zur Verfügung. Sechs bis acht Betten davon sind für Palliativpatienten vorgesehen, also für Menschen, bei denen nicht mehr die Heilung im Vordergrund steht, sondern die Linderung der Leiden und auch die medizinische Sterbebegleitung.

Bischof Heiner Koch (links) weihte vor zwei Jahren das neue Bettenhaus mit Stationen. Quelle: Rüdiger Böhme

Am 26. Januar 2018 hatte das St. Marienkrankenhaus die offizielle Eröffnung des neuen Bettenhauses gefeiert, mit dem die auf Alterskrankheiten spezialisierte Klinik um die Hälfte größer werden sollte. Zu den prominenten Gästen zählten Berlins Erzbischof Heiner Koch und die damalige Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke).

Eine der beiden neuen Krankenstationen hat im folgenden April die Arbeit aufgenommen. Doch die zweite Station ist bis heute leer geblieben. „Es ist schwierig, für die zweite Station Personal zu gewinnen“, berichtete Chefärztin Katrin Schumann bereits vor einem Jahr von ihren Erfahrungen.

Keine Abstriche bei der Qualität

Chefärztin Schumann betonte zugleich, dass das geriatrische Krankenhaus auf keinen Fall Abstriche im Hinblick auf die Qualifikation der Gesundheits- und Krankenpfleger machen werde. Seinerzeit äußerte sie die Hoffnung, von September 2019 an schrittweise den regulären Stationsbetrieb aufnehmen zu können.

Der 2018 fertiggestellte Neubau der Brandenburger Caritas-Klinik St. Marien. Quelle: Volkmar Otto

Gut sieben Millionen Euro hat die Caritas-Krankenhilfe Berlin als Träger in die Erweiterung der Klinik um das neue Bettenhaus investiert. Grundlage dafür war, dass der brandenburgische Landtag im Juni 2013 einen neuen Krankenhausplan für das Land beschlossen hatte.

Darin war festgelegt, dass die Caritas-Klinik St. Marien bis zum Jahr 2018 um 52 Betten größer werden sollte. Mit der in Frage stehenden Station 5 hätte das geriatrische Fachkrankenhaus in der Summe 138 Betten. Nun wäre eine Zwischenlösung denkbar, bis das benötigte Personal gewonnen ist und die Station eröffnet werden kann.

Denkbare Zwischennutzung

Die Geschäftsführerin des benachbarten städtischen Klinikums bestätigt der MAZ, dass ihr Haus Interesse habe, die noch weitgehend ungenutzte Station 5 der Caritas-Klinik St. Marien in der laufenden Übergangsphase zu mieten und für die eigenen Patienten zu nutzen.

Hintergrund dafür ist die im städtischen Klinikum steigende Zahl an stationären Patienten. Erst unlängst hatte Gabriele Wolter auf die räumlichen Einschränkungen des Krankenhauses und fehlende Betten in der Hochstraße hingewiesen.

„Die Vermietung ist eine von mehreren Optionen“, sagt dazu die Marketingchefin des St. Marienkrankenhauses. „Wir präferieren jedoch derzeit die eigenständige Lösung.“

Von Jürgen Lauterbach

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