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Brandenburg/Havel Neuer Wettbewerb: Hohenstücken sucht die längste Gurke
Lokales Brandenburg/Havel Neuer Wettbewerb: Hohenstücken sucht die längste Gurke
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18:00 19.07.2019
Kleingärtner Willi Pfeil betrachtet seine Schlangengurke. Carolin Steinert vom Quartiersmanagement Hohenstücken misst nach.
Kleingärtner Willi Pfeil betrachtet seine Schlangengurke. Carolin Steinert vom Quartiersmanagement Hohenstücken misst nach. Quelle: André Großmann
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Brandenburg/H

Das Leben in der Kleingartensparte „Feierabend“ macht Willi Pfeil glücklich. Der Brandenburger steht in seinem sieben Quadratmeter großen Gewächshaus, betrachtet hockend eine Schlangengurke und greift dann zum Messer. „Die wächst nicht weiter, deshalb schneide ich sie ab“, sagt der 70-Jährige. Er will wissen, wie lang sein Exemplar ist. Denn erstmals sucht das Quartiersmanagement bei einem Wettbewerb die längste Gurke in Hohenstücken.

Bei einem Wettbewerb wird erstmals Hohenstückens längste Gurke gesucht. Bis zum 9. August können Teilnehmer ihre Exemplare vermessen lassen.

Geheimrezept für eine lange Gurke

Mitarbeiterin Carolin Steinert ist hierfür im Stadtteil unterwegs. Sie greift zum Maßband, betrachtet Exemplare vor Ort und ermittelt die Länge von der Blüte bis zum Stiel. Die Schlangengurke misst 44 Zentimeter, damit ist Willi Pfeil aktueller Spitzenreiter des Wettbewerbs. „Meine Gurke ist ein richtiger Ballermann, da bin ich stolz drauf“, sagt er der MAZ. Der 70-Jährige betont, dass in seinem Gewächshaus optimale Bedingungen für das Gemüse herrschen.

„Die Gurken brauchen einen hohen Feuchtigkeitsgehalt und den richtigen Mist unten, dann wird die Pflanze von unten nochmal so richtig angeheizt“, kommentiert der Brandenburger. Pfeil verwendet Kaninchenmist und schneidet die Ranken der Pflanze nicht ab, stattdessen befestigt er sie mit Bändern.

Der Rentner wurde durch einen Flyer im Bürgerhaus Hohenstücken auf den ersten Gurkenwettbewerb aufmerksam und ist sicher, dass dieser das Zusammenleben in der Kleingartensparte „Feierabend“ fördert. „So tauschen wir weitere Erfahrungen aus. Hier kennt jeder jeden, wir helfen uns gegenseitig, das ist ein tolles Gefühl“, sagt der Brandenburger.

Seit 1980 hat er seinen Kleingarten im Stadtteil Hohenstücken, dort wachsen und gedeihen Zucchini, Pfirsiche, Pflaumen, Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Erbsen, Bohnen und Kohlrabi. „Wir haben schon einen grünen Daumen und meine Frau Inge und ich halten uns körperlich fit“, sagt Willi Pfeil der MAZ.

Verbundenheit durch die Gurke

Doch warum entschied sich das Quartiersmanagement Hohenstücken beim Wettbewerb für das Gemüse des Jahres 2019? „Der größte Kürbis wurde schon häufiger gesucht, doch von der Suche nach der längsten Gurke habe ich noch nie gehört“, sagt Carolin Steinert der MAZ. Sie betont, wie pflegeleicht der Anbau des Gemüses ist und dass sich Gurken monatelang beernten lassen.

Da die Exemplare auch auf Balkonen gezogen werden, habe jeder im Stadtteil die Chance mitzumachen, erklärt die 32-Jährige. „Das ist ja auch was Schönes, was im Stadtteil passiert. Teilnehmer können so ihre Verbundenheit zu Hohenstücken ausdrücken“, sagt Steinert. Der Sieger erhält einen Baumarktgutschein in Höhe von 80 Euro.

Bislang zwei Teilnahmen

Auch Christian Magier nimmt am Wettbewerb teil. Seine veredelte Schlangengurke misst 37 Zentimeter. „Doch das nächste Exemplar ist schon fast bereit“, sagt er der MAZ. Carolin Steinert musste bislang zweimal zum Maßband greifen und hofft auf weitere lange Gurken. Willi Pfeil will ihr helfen und andere Gärtner in der Kleingartensparte fragen, ob sie am Wettbewerb teilnehmen.

Spitzenreiter wird zu Salat verarbeitet

Seine 44 Zentimeter lange Schlangengurke behält er aber nicht als Trophäe, sie wird zu Gurkensalat verarbeitet. „ Oder sie landet auf der Schnitte, es gibt ja viele Möglichkeiten. Der Geschmack ist ja ganz anders, als aus der Kaufhalle“, sagt der Brandenburger der MAZ. Carolin Steinert kann sich vorstellen, den Wettbewerb zu wiederholen. „Vielleicht suchen wir das nächste Mal aber auch die schwerste Gurke“, sagt sie.

Die längste Gurke Hohenstückens wird bis zum 9. August gesucht. Weitere Infos telefonisch unter 03381/ 30 65 758. Hobbygärtner, die Obst und Gemüse mit einer besonderen Form und Länge anbauen, können eine E-Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de senden.

Von André Großmann