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Brandenburg/Havel Neues Jahr beginnt mit einem Feuer
Lokales Brandenburg/Havel Neues Jahr beginnt mit einem Feuer
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13:56 02.01.2017
Mit einem geselligen Beisammensein am Feuer begrüßten die Pritzerber das Jahr 2017. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Pritzerbe

Wenn Pritzerbes Feuerwehrleute zur Fackel greifen, ist das Jahr erst wenige Stunden alt. Ein großer Stoß Stammholz wurde am Sonntag auf den Havelwiesen neben der Rohrweberei entzündet. Angelockt von der lodernden Kulisse, fanden immer mehr Gäste den Weg zur Marzahner Chaussee, wo mit Glühwein auf ein frohes und gesundes 2017 angestoßen wurde.

Schon zum 20. Mal folgten zahlreiche Pritzerber der Einladung des Kulturerbenvereins, der die liebgewordene Tradition des Neujahrsfeuers einst begründete. Sylvia Bajerski, die vor einem Jahr den Vorsitz der Kulturerben von Franz Lorenz übernahm, freute sich über die ungebrochene Popularität der Veranstaltung: „Die Leute kommen gern, weil sie am Feuer Freunde und Bekannten treffen. Es ist ja die erste öffentliche Veranstaltung des Jahres.“

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Das Abbrennen des lodernden Neujahrsgrußes lag wie immer in den bewährten Händen der Pritzerber Feuerwehr, die mit ihrem Einsatzfahrzeug angerückt war. Die letzte Alarmierung im alten Jahr lag für die Kameraden keine 24 Stunden zurück. Sie wurden am Silvesterabend gegen 21 Uhr nach Briest beordert, wo im Wohnpark am Mühlenberg eine in Brand geratene Hecke kurzzeitig für Aufregung gesorgt hatte.

Mit einer Fackel wurde das Holz in Brand gesetzt. Quelle: Frank Bürstenbinder

Insgesamt waren die Pritzerber zu elf Einsätzen unterwegs. Das waren deutlich weniger als 2015. Damals mussten die Kameraden 31 Mal ausrücken. Mit dem Blockhausbrand in Riewend und dem schweren Lkw-Unfall auf der Marzahner Chaussee stellte das vergangene Jahr dennoch dramatische Herausforderungen an die Brandschützer. Aber auch das gab es 2016: Auf die Havel bei Tieckow mussten die Pritzerber mit ihrem Einsatzboot ausrücken, um einen toten Biber zu bergen.

Weit war das Neujahrsfeuer über die Wiesen zu sehen. Quelle: Frank Bürstenbinder

So wie unter den Feuerwehrleuten, drehten sich bei den Gästen aus Pritzerbe und anderen Havelsee-Ortsteilen viele Gespräche um den Jahreswechsel. Was 2017 an Überraschungen bringt, vermochte Ortsvorsteher Thomas Schenk nicht vorherzusagen. Doch einige Vorhaben möchte er mit dem Ortsbeirat auf den Weg bringen. „In Kützkow sollen noch einige Straßenlampen aufgestellt werden. An der Schule ist ein neues Buswartehäuschen geplant. Auch der Kützkower Fähranleger soll ein neues Wartehäuschen bekommen“, berichtete Schenk. Wofür am Ende Geld ausgegeben wird, hängt vom Haushaltsplan der Stadt Havelsee ab, der erst noch beschlossen werden muss. Erste Gedanken gibt es über ein Nachfolgemodell für das jetzige Fährboot, dass immer dann für Fußgänger zum Einsatz kommt, wenn die Autofähre ihren Betrieb unterbrechen muss. „Ein neues Boot soll auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein und Fahrräder aufnehmen können“, so der Ortsvorsteher.

Am Neujahrsfeuer wärmte sich auch Jürgen Patzlaff. Der Vorsitzende des Pritzerber Schifffahrtsvereins will den Ausbau des an der Ablage festgemachten Finowmaßkahns Ilse-Lucie zu einem Museum über die Pritzerber Schifffahrt vorantreiben. Bis zur Saisoneröffnung im Frühjahr soll im Kahn eine Kajüte eingerichtet werden, um Besuchern zu zeigen, wie Schiffer einmal an Bord gelebt haben. Die gastgebende Rohrweberei freut sich auch 2017 über viele Besucher am neugestalteten Museumsstandort, zu dem seit 2015 ein durch den Schilfgürtel des Pritzerber Sees führender Erlebnissteg gehört. Ab 1. April ist die gesamte Anlage wieder an den Wochenende geöffnet. „Pädagogische Angebote an Schulklassen und Museumsführungen für Gruppen stehen weiter im Mittelpunkt der Rohrweberei“, kündigte Museumsleiter Wolfgang Wagner an.

Von Frank Bürstenbinder

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