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Brandenburg/Havel Klärwerk Briest: Neues Haus fürs „Gehirn“
Lokales Brandenburg/Havel Klärwerk Briest: Neues Haus fürs „Gehirn“
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18:04 17.05.2019
Im neuen Sozialgebäude des Klärwerkes in Briest schlägt in der Leitzentrale das Herz der Abwasserentsorgung. Hier Johannes Anger, der Leiter des Klärwerkes. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Nur noch halb so groß, dafür doppelt so schön: Das Sozial- und Technikgebäude der Brawag ist nun in einem Neubau untergebracht. Auf 340 Quadratmetern gibt es hier unter anderem die zentrale digitale Verfahrenssteuerung für das Behandeln von 9000 bis 33.000 Kubikmetern Abwasser, die täglich aus Brandenburg an der Havel und den umliegenden Gemeinden auf der Anlage in Briest ankommen.

Ein geschützter Raum

„Der Raum ist eigens geschützt mit Stahlplatten in den Wänden, mit verstärkten Türen sowie dreifach verglasten Sicherheitsfenstern“, sagt Kläranlagen-Chef Johannes Anger. Zudem stehe nur ein Teil des Servers in einem separaten und klimatisierten Raum, der Rest an einem anderen Ort auf der weitläufigen Anlage.

Eine sensible digitale Leitwarte, hohe gesetzliche Hygieneauflagen –das waren nur einige Punkte, die beim Neubau der neuen Klärwerkzentrale beachtet werden mussten.

Zudem verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die acht Mitarbeiter und vier Auszubildenden spürbar. So sind beispielsweise spezielle Schwarz-Weiß-Bereiche zwingend vorgeschrieben: Die Mitarbeiter kommen zum Dienst, entkleiden sich in einer Garderobe, wechseln dann in eine andere, wo sie ihre Arbeitskleidung anziehen. Nach dem Dienst gehen sie wieder von „Schwarz“ nach „Weiß“, müssen sich aber dabei gründlich duschen. Auch ihre Arbeitssachen bleiben im Schwarz-Bereich, werden dort auch gewaschen und getrocknet, weil sie nicht mit nach Hause genommen werden dürfen. Aufgrund des Verkehrs mit Schmutzwasser schreibt der Gesetzgeber klare Regelungen zur Hygiene und zu Verhaltensregeln vor.

Frauen sollen sich bewerben

Es war ein Anliegen von Brawag-Geschäftsführer Uwe Müller, „das es nun erstmalig einen Schwarz-Weiss-Bereich für Frauen. Damit haben wir erstmalig die Möglichkeit, dass auch Frauen die immer komplexeren und anspruchsvolleren verfahrenstechnischen Tätigkeiten auf der Kläranlage ausüben können. Wir leisten somit einen Beitrag für die Gleichberechtigung und stellen so auch die personellen Ressourcen für die Zukunft sicher.“

Neben dem Firmensitz am Packhof, dem Sozialgebäude auf dem Wasserwerk Mahlenzien und dem Meisterhaus in der Upstallstraße ist nunmehr das letzte wichtige Gebäude der Brawag auf einen einheitlichen modernen Standard gebracht worden.

Neubau war preiswerter

Das bisherige Haus in Briest war Ende der 1960er-Jahre entstanden, es hatte Schäden am Dach und Schimmel. Zudem wurde es darin im Sommer sehr heiß. Gemeinsam mit Köber-Plan-Geschäftsführer Ronny Linke hatte Müller immer wieder durchgerechnet, ob eine Sanierung oder ein Neubau die wirtschaftlichere Lösung sei. „Als herauskam, dass ein Neubau nicht teurer ist als ein Sanieren des alten Hauses, haben wir uns für das neue Gebäude entschieden“, sagt der Brawag-Chef. Die ursprünglichen Planungen von 640.000 Euro seien lediglich um 28.000 Euro überzogen worden.

Schulkinder als Gäste

Darin gibt es nicht nur die Rechentechnik, Umkleiden, Sanitärbereiche, sowie Pausenraum und Teeküche, sondern auch einen ziemlich großen Besprechungsraum, etliche Schulklassen kommen beispielsweise auf die Anlage. Jetzt gibt es auch eine Möglichkeit zum Vorführen von Videos und Schaubildern.

Von André Wirsing

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