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Brandenburg/Havel Nicht nur eine Arbeitswelt
Lokales Brandenburg/Havel Nicht nur eine Arbeitswelt
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15:51 27.05.2018
Mit der Zukunft der Arbeitswelt werden die Besucher des Wissenschaftsschiffes vertraut gemacht. Quelle: Brigitte Einbrodt
Brandenburg/Havel

. Das Ausstellungschiff MS Wissenschaft hat in Brandenburg Station gemacht und ist mit seinen 100 Metern Länge nicht zu übersehen. Bis Dienstag ist der ehemalige Lastkahn an der Anlegestelle Neustädtisches Wassertor bei freiem Eintritt offen für Jung und Alt, von 10 bis 19 Uhr. Nicht überladen, sondern klar und übersichtlich gestaltet, geht es im Wissenschaftsjahr 2018 um die Arbeitswelten der Zukunft. Das Ausstellungsschiff tourt dazu im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch verschiedene Städte Deutschlands und eine Crew von etwa 30 engagierten Leuten begleitet die Exposition, erklärt wissenschaftliche Texte und beantwortet Fragen.

Benedikt Asselborn, Student der Geowissenschaft, ist in Berlin an Bord gegangen und steht nun in Brandenburg bereit, dem Publikum zu assistieren. Was sind denn so die häufigsten Fragen? Er lacht: „Zunächst die, ob wir auch auf dem Schiff übernachten. Ja, machen wir, es ist gemütlich.“

Die Stationen des Rundgangs sind so angelegt, dass neben den übersichtlichen Informationen viel Raum zum Ausprobieren bleibt. Zum Beispiel unter der Überschrift „Alles paletti – Packen mit der Datenbrille“. Besucherinnen und Besucher können an dieser Station des Fraunhofer Institutes das Zusammenspiel von Mensch und Technik am Arbeitsplatz testen. Gerade im Zusammenhang mit dem immer stärker werdenden Onlinehandel geht es dabei um effektives Packen und Verschicken von Paketen. Und um mehr als die technischen Erläuterungen: Durch das spielerische Ausprobieren werden die Vorzüge der Digitalisierung in der Arbeitswelt erlebbar. Nicht die Angst vor wegfallenden Jobs, sondern die Orientierung auf Neues steht in der Exposition im Vordergrund und kommt so auch bei den interessierten Brandenburgern an. Krystyna Richter aus Groß Kreutz sitzt entspannt an der Station „Alt werden im Job – Fakten und Tipps“. Eigentlich ist sie auf Bitte ihres 14-jährigen Sohnes mit in die Ausstellung gekommen, jetzt findet sie für sich das Thema „Berufliche Perspektiven entwickeln“ sehr informativ.

Gut kommt in der Exposition an, dass bei jeder Station auch ein konkreter Ansprechpartner genannt wird. Wissenschaft im Dialog, das wird ernst genommen bis hin zur letzten Station auf dem Schiff, der Denkwerkstatt. Dort hängen bereits viele Zettel der Besucher mit Fragen, Hinweisen und eigenen Vorstellungen über die Zukunft in der Arbeitswelt. Und diese Zukunft wird nicht nur eine Arbeitswelt hervorbringen, sondern viele. Diese Vielfalt sehen vor allem junge Leute nicht ängstlich, sondern positiv. Vor allem für eine individuelle berufliche Laufbahn. An welchen Orten werden wir arbeiten, welche Werte sind uns wichtig und mit welchen Themen wollen wir uns beschäftigen. Marlene Munzlinger (19), zurzeit im Bundesfreiwilligenjahr, ist mit ihrer Freundin Luise Dreihardt (18) hierhergekommen, weil sie neugierig ist, wie später einmal für sie ein idealer Arbeitstag aussehen könnte. Individuelles, selbständiges Arbeiten im Beruf ist ihr wichtig, sie will einmal Ergotherapeutin werden.

Wie vielseitig die Diskussion zur zukünftigen Arbeitswelt angeregt wird, zeigt die Station Handarbeit oder Denkarbeit. Dabei geht es um Fragen der Verflechtung von Kunst und Arbeit. Aber keinesfalls abstrakt und weltfremd. Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Experimente mit Materialien und Werkzeugen dar, kritisch und produktiv ist die Auseinandersetzung mit den menschlichen Tätigkeiten. Und wer genug nachgedacht hat, kann entspannt ein wenig spielen, so wie Sven Borstel aus Rathenow. Der 21-jährige will an einem Computertisch –hochmodern und kombiniert mit einem altbekannten Videospiel – sportlich erfahren, wie gesund die Pausengestaltung auf der Arbeit für den Rücken ausfallen kann. Benedikt Asselborn freut sich, dass dazu Fragen gestellt werden, und er nimmt die spielerische Herausforderung gern an.

Von Brigitte Einbrodt

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