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Brandenburg/Havel Xaviers Spuren sind für Spaziergänger noch immer eine Gefahr
Lokales Brandenburg/Havel Xaviers Spuren sind für Spaziergänger noch immer eine Gefahr
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18:12 28.03.2018
Windbruch in Brielow an einem Spazierweg, der bei Einheimischen und Touristen beliebt ist. Der Stamm vorne im Bild lehnt an einem Baum und liegt mit seiner abgebrochenen Krone fast senkrecht lose auf dem Weg. Abgeknickte Bäume baumeln quer über dem Weg. Quelle: MAI
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Brielow

Oberforstrat Jörg Dechow zeigt sich zufrieden über die Aufräumarbeiten nach den beiden Orkanstürmen im Herbst vorigen Jahres in den Wäldern im Bereich der Oberförsterei Lehnin. Die Arbeiten kämen gut voran, so Dechow. Gleichwohl räumt er ein, dass noch nicht alle Gefahrenstellen beseitigt seien.

Noch nicht gebannt etwa ist die Gefahr an den bei Einheimischen und Touristen beliebten Weg am Seehotel Brielow, der entlang eines Privatwaldes zum Beetzsee führt. Dort baumeln gleich mehrere entwurzelte Bäume seit dem Orkansturm Xavier bedrohlich über dem Weg.

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Das Amt Beetzsee verweist auf die Zuständigkeit der Oberförsterei als Aufsichtsbehörde, was Privatwald betrifft. „Wir haben Kenntnis von den Gefahren auf diesem Weg, aber wir könnten nur einschreiten, wenn ein Baum auf ein öffentliches Grundstück zu fallen droht“, sagt Amtsdirektor Guido Müller.

Dort, wo öffentlicher Wald ist, hat das Amt und die Gemeinde Brielow – etwa am Storchenradweg – bereits gefährliche Bäume in Größenordnung fällen lassen. Päwesins Revierförster Ralf Bärthel hatte bereits vor Wochen angekündigt, den Waldbesitzer anzuschreiben. Doch gehandelt hat der Eigentümer offensichtlich nicht.

Oberforstrat Dechow kündigte an, die Situation an dem Waldweg zu prüfen. Für die Verkehrssicherheit sei der Waldbesitzer zuständig.

Der Leiter der Oberförsterei verweist darauf, dass die Industrie die anfallenden Holzmengen aufnehme, so dass der Holzeinschlag weiter intensiviert werden könne.

Jeder Stamm, der aus dem Wald gezogen werde, entziehe dem Borkenkäfer im Frühjahr einen Brut- und Nistplatz. Dechow zufolge sollten die Wege bis zum Beginn der Waldbrandsaison aus Gründen des Brandschutzes freigeschnitten sein.

„Die Verantwortung liegt beim Grundeigentümer. Um sicher zu handeln, empfiehlt sich eine Beratung beim zuständigen Revierförster.“

Von Marion von Imhoff