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Brandenburg/Havel Oladi zum Frühstück: So lernen Jugendliche im Café Contact fremde Spezialitäten kennen
Lokales Brandenburg/Havel Oladi zum Frühstück: So lernen Jugendliche im Café Contact fremde Spezialitäten kennen
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06:03 27.07.2019
Thomas Pietschmann, Sabine Gallien und Petra Singer (v.l.) genießen den Austausch im Café Contact. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Eis selber machen, Textilien bemalen, Dart spielen und unzählige Ausflüge- im Café Contact auf den Domlinden in Brandenburg an der Havel ist in den Ferien ganz schön was los.

Schließlich will das Jugendhaus des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg den Kindern und Jugendlichen in der schulfreien Zeit ordentlich was bieten. Doch es gibt sie, die ruhigen Momente im Café. Diese genießt vor allem ein Stammgast, der gar nicht aus der Havelstadt kommt.

Kulinarischer Dauergast

Thomas Pietschmann ist hauptsächlich dann in der Einrichtung, wenn es Leckereien gibt. Ob beim dienstäglichen Kochen oder dem regelmäßigen Frühstück am Dienstag und Donnerstag, der Mann ist dabei.

„Ich habe zufällig von der Einrichtung erfahren“, sagt Pietschmann. „2017 bin ich mit dem Bus der Linie B hier vorbeigefahren und habe das Schild gesehen.“ Das war 2017, wenige Monate, nachdem er aus Potsdam in die Havelstadt zog. „Ich brauchte einen Tapetenwechsel, da ich in Potsdam schon alles kannte“, so Pietschmann.

Seitdem ist er wiederkehrender Besucher. „Obwohl ich etwas über 50 Jahre alt bin“, gesteht der Wahlbrandenburger. Ihm gefalle vor allem der Austausch mit den Kindern und Jugendlichen.

Üppiges Frühstück

Denen das Themenfrühstück am Mittwoch um 10 Uhr scheinbar etwas zu früh startete. „Außerdem sind die aktuellen Temperaturen für die Jugendlichen wohl zu warm“, vermutet Petra Singer, sozialpädagogische Mitarbeiterin im Café Contact.

Für insgesamt drei Gäste bereitete sie gemeinsam mit Kollegin Sabine Gallien ein üppiges Themen-Frühstück vor. Nachdem in den letzten Wochen unter anderem typisch französisches, holländisches und englisches Frühstück auf den Tisch kam, ging es diesmal auf einen kulinarischen Trip nach Russland.

Neben dem obligatorischen Kaffee, Tee, Brötchen, Wurst und Käse bereiteten die beiden Sozialarbeiterinnen eigens Oladi zu- eine traditionelle Eierspeise der Russischen Küche aus Weizen- beziehungsweise Buchweizenmehl, Wasser, Milch, Eiern und Kefir.

Singer und Gallien informieren sich vor jedem Themen-Frühstück im Internet über länderspezifische Essgewohnheiten. Ziel sei es, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und über andere Länder und Sitten zu reden. Das klappte am Mittwoch leider nicht.

Gästebesuch ist ein Glücksspiel

„In den Sommerferien ist es immer etwas schwer zu sagen, ob überhaupt wer kommt, mal sind zwei Gäste da, mal zehn“, so Singer, die seit 1998 in der Jugendeinrichtung tätig ist. „Eigentlich gehen Veranstaltungen mit Essen immer, aber auch Ausflüge mit dem Schlauchboot oder ein Spielenachmittag in der letzten Woche waren gut besucht.“

Ein Ausflug in die Trampolin-Halle Sky Fly in Magdeburg am 1. August sei bereits ausgebucht. „Vielleicht ist ja auch mal eine Mehrgenerationenfahrt möglich“, wirft Pietschmann ein. „Da profitieren schließlich alle von.“

Das Programm der letzten Ferienwoche hat es im Café Contact noch einmal in sich: neben dem genannten Ausflug nach Magdeburg sollen beispielsweise Outdoor-Aktivitäten wie Wikingerschach und Federball sowie ein Kickerturnier und selbst gemachte Smoothies die letzten schulfreien Tage versüßen.

Auch ein Themenfrühstück wird am Dienstag wieder geboten: „Wir sind uns nicht sicher, aber vielleicht geht’s dann hier Amerikanisch zu“, so Gallien. Vielleicht wird es ja dann etwas aufregender- lecker aber auf jeden Fall.

Das komplette Ferienprogramm des Café Contact findet sich unter: www.jugendhaus-cafecontact.de.

Von Tobias Wagner

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