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Brandenburg/Havel Opernabend: Die Geliebte in der Kirche
Lokales Brandenburg/Havel Opernabend: Die Geliebte in der Kirche
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19:21 10.06.2019
Die Operngala in der Brandenburger Katharienkirche wurde erstmals von zwei Chören begleitet. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Er hat es wieder getan! Die Rede ist von Michael Treffehn, der den Bürgern ein weiteres Mal eine begeisternde Operngala geschenkt hat. Seit dem Jahr 2011 beglückt der Opernfan das Publikum immer wieder aufs Neue, obwohl er keinerlei öffentliche Förderung erhält und nur von einigen Sponsoren unterstützt wird. Am Samstagabend trafen sich die Opernfreunde zur „Sommernachtsgala“ in Sankt Katharinen und genossen ein Programm, das anrührend wie mitreißend war.

Unter der Leitung von Frank Flade, Chordirektor am Volkstheater Rostock, präsentierten die Brandenburger Symphoniker einige der schönsten Opernmelodien. Unterstützt wurden sie dabei von der Sopranistin Evelin Novak und von der Mezzosopranistin Tina Penttinen. Mit wundervoller Stimme brillierte der Bariton Timothy Sharp.

Erstmalig wurde die Gala von Chormusik begleitet. Der Brandenburger Extrachor hatte die Singakademie Rostock zu Gast. Beide Chöre ergaben einen Projektchor mit wundervollem Klang und das, obwohl die Generalprobe die einzige gemeinsame war. Ansonsten hatten beide Chöre separat geprobt. Allerdings war Flade zu zwei Chorproben eigens hergereist, um den Extrachor vor dem gemeinsamen Auftritt auf das Tempo der Singakademie Rostock einzustimmen.

Der Chor intonierte Opernmelodien, wie „O süßer Mond“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai. Außerdem erklangen altbekannte Lieder, so das Wiegenlied von Brahms „Guten Abend, gute Nacht“ oder das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius. Sie gaben der Sommernachtsgala eine beschauliche Anmutung.

Blick in die vollbesetzte Katharienkirche Quelle: JACQUELINE STEINER

„Eigentlich haben wir diese Operngala schon seit fünf Jahren geplant“, sagt Michael Treffehn, der Frank Flade ebenso lange kennt. Aber wegen Terminschwierigkeiten konnte sie erst jetzt realisiert werden. Das Programm wähle er größtenteils selbst aus, erzählt Opernexperte Treffehn und ist zu Recht stolz, denn die Mischung hat wieder gestimmt. Das Publikum in der voll besetzten Katharinenkirche schwelgte in Opernseligkeit.

„O mio Fernando“ beklagte Mezzosopranistin Tina Penttinen in der wunderbaren Arie aus „La Favorita“ (die Geliebte) von Gaetano Donizetti den Tort, der ihrem Gatten angetan worden war.

Sowohl darstellerisch als auch sängerisch über sich selbst hinaus gewachsen ist die Sopranistin Evelin Novak in der Arie „Pura siccome un angelo“ aus „La Traviata“ von Giuseppe Verdi, die sie im Duett mit dem Bariton Timothy Sharp gesungen hat. Man glaubte der Sängerin die Verzweiflung der liebenden Frau, die auf den geliebten Mann verzichten muss.

Dirigent Frank Flade, dem die Musiker hervorragende Kapellmeisterfähigkeiten bescheinigt haben, agierte meist bedächtig, aber auch feurig, wenn es angebracht war.

Von Ann Brünink

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