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Brandenburg/Havel Packhof-Initiative fordert schnelle Lösungen für innerstädtisches Filetgrundstück
Lokales Brandenburg/Havel Packhof-Initiative fordert schnelle Lösungen für innerstädtisches Filetgrundstück
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14:08 03.06.2019
Himmel und Menschen auf dem Packhof zum Public Viewing im Jahr 2018. Auch 2019 dient die riesige, ansonsten nur partiell genutzte Wiese, als Ausrichtungsort für das Havelfest. Quelle: Foto: Tobias Borchers
Brandenburg/H

Wer am zurückliegenden Wochenende in der Innenstadt an der Havel entlang spazierte, stellte schnell fest: Die Brandenburger haben mit den ersten Hitzetagen auch ihre Grünzüge wieder erobert. Vom Messelplatz über die Treppen an der Jahrtausendbrücke bis hin zum Ende des Packhofes und der gerade eröffneten Gaststätte des RCHB an der Näthewindebrücke tummelten sich Sonnenanbeter und Griller an der Wasserkante im Gras.

Der Packhof mit seinem ehemaligen BUGA-Gelände inmitten der Stadt ist noch unbebaut. Quelle: Rüdiger Böhme

Wird es so bleiben? Am Packhof steht in absehbarer Zeit eine Babauung ins Haus, mit der vor allem Menschen in die Stadt geholt werden sollen, die auch in der City wohnen. Doch wie soll das Gelände nach der Bebauung aussehen. Dazu gab es in den zurückliegenden Wochen eine Reihe von Workshops, die die SVV zuvor initiierte hatte, nachdem sie die Bürger aufforderte, Ideen für die Packhofbebauung und Nutzung zu entwickeln.

25 Entwürfe erarbeitet

Die Bürgerinitiative Packhof, die die ursprüngliche Idee der Stadtspitze, dort ein riesiges Hotel zu bauen, mit Hilfe einer Bürgerabstimmung deutlich zu ihren Gunsten kippte, zieht eine positive Bilanz anlässlich ihrer Ideenwerkstatt, die am 8., 9. und 13. Mai im Wichernhaus stattgefunden haben. Bürger aller Altersgruppen hätten die Gelegenheit genutzt, um ihre eigenen Vorstellungen zur künftigen Gestaltung des Packhofgeländes zu Papier zu bringen. Rund 25 Entwürfe seien so entstanden, die die Bürger selbst bis zum 31. Mai bei der Stadt eingereicht haben.

BI will alles gleichberechtigt abstimmen lassen

Die Resultate seien vielversprechend, glaubt Jan van Lessen von der Bürgerinitiative. Wie BI-Mann Boris Angerer ergänzt, habe die überwiegende Mehrheit der Entwürfe eine Nutzung des Areals als Park und Erholungsfläche favorisiert. Nun bleibe abzuwarten, ob auch wirklich alle Pläne den Weg bis ins Rathaus gefunden haben und wie sich das weitere Prozedere gestalte. „Der Ball liegt jetzt im Rathaus“, schreibt für die BI Helga Stöhr-Strauch, und: „Als BI werden wir uns dafür einsetzen, dass die verschiedenen Vorschläge zur Entwicklung des Packhofs in einer Bürgerbefragung gleichberechtigt abgestimmt werden können.“

SVV ist nicht gebunden

Die neuen Stadtverordnten sind im Übrigen nicht daran gebunden, die Ideen auch umzusetzen. Im Vorfeld war wiederholt massive Kritik gegen das Verfahren laut geworden, auch die Architektenkammer hatte dieses Form der Ideen-Generierung abgelehnt und sich für einen professionellen Wettbewerb ausgesprochen. Vertretern der BI, die zum großen Teil in der Packhofstraße wohnen oder dort Eigentum besitzen, war wiederholt vorgeworfen worden, sie würden sich gegen die Wohnbebauung vor allem deshalb wehren, weil dann mehr Verkehr durch das Viertel fahre und der Blick auf die Havel verloren gehe.

Von Benno Rougk

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