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Brandenburg/Havel Packhof-Initiative will mehr Mitsprache
Lokales Brandenburg/Havel Packhof-Initiative will mehr Mitsprache
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15:44 18.06.2018
Der größte Erfolg der BI Packhof war 2017 die Ablehnung der Hotelpläne für das Areal im Rahmen einer Abstimmung aller Brandenburger Bürger. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H.

Wie erst jetzt bekannt geworden ist, haben mehrere Vertreter der Bürgerinitiative Packhof, unter anderem Hanswalter Werner und Boris Angerer aus dem Sprecherrat der BI, erwogen, das Havelfest auf dem Packhof durch eine Einstweilige Verfügung zu stoppen.

Angerer bestätigte gegenüber der MAZ derartige Ideen, die allerdings von der Mehrheit der Bürgerinitiative (BI) abgelehnt worden seien. „Die Mitgliederversammlung hat uns geerdet in dieser Frage“, so Angerer. Wie berichtet, war am zurückliegenden Wochenende das 55. Havelfest mit einem neuen Konzept an den Start gegangen.

„Unerträglicher Lärm“

Statt eines Rummels auf dem Neustädtischen Markt waren die Fahrgeschäfte und Bühnen auf dem Packhof aufgebaut worden. Das Konzept kam bei den Besuchern sehr gut an, bei den Anwohnern des Packhofs, die ihre Wohnungen und Häuser in direkter Citylage haben, eher weniger. Gleichwohl habe sich die BI entschlossen, „erst einmal abzuwarten, wie sich das Fest entwickelt“ und welche Erfahrungen man mache, sagt Angerer.

Einige BI-Mitglieder hätten den „unerträglichen Lärm“ beklagt, andere fanden es nicht so schlimm. Allerdings habe es massive Probleme mit den großen LKW der Fahrgeschäfte gegeben. „Das Verkehrsproblem auf dem Packhof wurde am Wochenende sehr deutlich, so Boris Angerer.

Keine einheitlichen Positionen

Neben dem Havelfest hat sich die BI auch mit der Entwicklung des Packhofs beschäftigt. Im Mittelpunkt standen die Fragen, ob die BI-Mitglieder mit einer gemeinsamen Position zur künftigen Packhofbebauung an die Öffentlichkeit treten sollten und wie sich die Bürger an der Diskussion beteiligen können. Fest steht danach: Eine einheitliche Meinung gibt es zum Packhof nicht.

Park oder Wohnbebauung?

Es gibt Vertreter wie Angerer, die sich einen großen Park wünschen und Vertreter, die eine moderate Bebauung favorisieren. Einhellig plädierten die Mitglieder dafür, dass die Bürger der Stadt selbst über die Zukunft des Geländes im Stadtzentrum abstimmen sollen. Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) hat die Bildung eines Gremiums angekündigt, das aus Stadtverordneten, Verwaltungsleuten, Experten, Bürgern und auch Vertretern der BI bestehen soll.

Das genügt der BI nicht. „Viele fühlen sich an das Auswahlgremium erinnert, das 2016 die Hotelpläne durchwinkte.“ Die Bürger sollten frühzeitiger eingebunden werden. Auch hierfür würden der Stadtverwaltung Vorschläge für ein Beteiligungsverfahren vorliegen.

Von Benno Rougk

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