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Brandenburg/Havel Neuer Beetzsee-Pfarrer wäre beinahe Arzt geworden
Lokales Brandenburg/Havel Neuer Beetzsee-Pfarrer wäre beinahe Arzt geworden
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14:43 11.01.2019
Stefan Jankowski ist der neue Beetzsee-Pfarrer. Vor dem gebürtigen Neuruppiner liegt zunächst eine zweijährige Entsendungszeit. Quelle: Frank Bürstenbinder
Päwesin

„Ich bin angekommen, im Meldeamt registriert und arbeitsfähig“, sagt Stefan Jankowski voller Tatendrang. Noch am Heiligabend hat der 32-jährige Theologe zwei Krippenspiele in der Kirchengemeinde Tegel-Süd betreut, wo er sein Vikariat absolvierte. Das ist die praktische Vorbereitungszeit auf den Beruf des evangelischen Pfarrers. Seit wenigen Tagen ist das Päwesiner Pfarrhaus die neue Heimat für den gebürtigen Neuruppiner und seiner Verlobten, der promovierten Humanbiologin Bianca Hartmann.

Rund um den Beetzsee

Zum Pfarrsprengel Päwesin, zu dem fünf Kirchengemeinden verbunden sind, gehören elf Kirchen. Diese dienen der Andacht genauso wie der Begegnung mit Kunst und Kultur. Dafür haben Fördervereine Nutzungsvereinbarungen mit der Kirche abgeschlossen.

Die Kirchen stehen in Brielow, Radewege, Butzow, Ketzür, Gortz, Bagow, Riewend, Päwesin, Roskow Weseram und Lünow. Bis auf Riewend haben alle Bauwerke umfangreiche Sanierungen hinter sich. Mötzow und Grabow besitzen keine eigenen Kirchenbauten.

Das Gemeindebüro des Pfarrsprengels Päwesin befindet sich unverändert im Pfarrhaus Brielow, Hauptstraße 39. Sprechzeit ist dienstags von 9.30 bis 17 Uhr. Wohnsitz von Pfarrer Stefan Jankowski ist das Pfarrhaus in Päwesin.

Der Pfarrsprengel Päwesin mit seinen etwa 750 rund um den Beetzsee lebenden evangelischen Christen gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg mit Sitz in Lehnin.

 

Jankowski ist der neue Beetzsee-Pfarrer und damit Seelsorger für rund 750 Christen, die in 13 Dörfern mit elf Kirchen von Brielow bis Lünow leben. Damit tritt er die Nachfolge von Johanna-Martina Rief an, die im vergangenen Oktober in den Ruhestand verabschiedet worden war. „Den Schritt von Berlin aufs Land haben meine Verlobte und ich ganz bewusst getan. Wir freuen uns auf unseren neuen Lebensmittelpunkt und können uns sehr gut vorstellen, länger hierzubleiben“, berichtet der junge Pastor.

Entsendung für zwei Jahre

Offiziell wurde Jankowski auf Beschluss des Konsistoriums der Landeskirche für zwei Jahre in den Pfarrsprengel Päwesin entsandt. So lange ruht das zunächst erfolglos verlaufende Besetzungsverfahren für die Pfarrstelle. Aus den zwei Jahren Entsendungsdienst kann eine dauerhafte Besetzung werden, wenn Kirchengemeinden und Pfarrer auch in Zukunft einen gemeinsamen Weg gehen wollen.

Die Brielower Kirche gehört zu den elf Gotteshäusern im Pfarrsprengel Päwesin. Dort wurde Stefan Jankowski in dieser Woche als Pfarrer in zweijähriger Entsendung vorgestellt. Quelle: Frank Bürstenbinder

Doch zunächst hat Jankowski in dieser Woche seinen Vorstellungsgottesdienst für den Sprengel in der Brielower Kirche absolviert. Mit ihm wurde der neue Gemeindepädagoge Konstantin Geiersberg (35) von Superintendent Thomas Wisch in sein Amt eingeführt. Eigentlich war der neue Pfarrer in seiner Jugend drauf und dran Arzt zu werden. In Greifswald nahm er ein Medizinstudium auf, sattelte dann aber doch in Berlin auf Theologie um. „Dieser Wechsel war für mein Leben eine richtige Entscheidung“, ist Jankowski überzeugt, der sich schon in seiner Gymnasialzeit kirchlich engagierte.

Freundlich empfangen

Nach dem Wechsel von Berlin an den Beetzsee stellt sich Jankowski auf seine erste Pfarrstelle ein. Bereits an diesem Sonntag um 10 Uhr wird er in der Radeweger Kirche für den Sprengel seinen ersten Gottesdienst abhalten. Noch kennt der neue Pfarrer nicht alle Gotteshäuser und Orte seines Verantwortungsbereiches persönlich. Doch vom ersten Eindruck schwärmt der Pastor: „Wir sind offen und freundlich empfangen worden. Die Menschen freuen sich, dass sie nach der Verabschiedung meiner Vorgängerin so schnell wieder einen Ansprechpartner begrüßen können“, schwärmt Jankowski.

Fußballfan und Chorsänger

Viel hat der Pfarrer bereits gehört von den ehrenamtlichen Gemeindegliedern, die das kirchliche Leben in den Dörfern bereichern. Auch freut er sich auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Fördervereinen, die so manche Kirche im Sprengel vor dem Verfall gerettet haben. Wie seine Vorgängerin hat auch Jankowski keine Berührungsängste mit seinen Päwesiner Nachbarn, den Bewohnern des Buddhistischen Klosters. Auch die guten Kontakte zur vom katholischen Bonifatiuswerk getragenen Facienda da Esperanca in Riewend will der neue Pastor fortsetzen: „Ich finde es gut, wenn es neben unserer Kirche weitere soziale Player gibt, die sich um unsere Menschen kümmern. Privat ist der Beetzsee-Pfarrer ein Fußballfan, der nicht ausschließen will, sich nach einer Einarbeitungszeit einer Alte-Herren-Mannschaft anzuschließen. Außerdem singt Jankowski gern im Chor.

Von Frank Bürstenbinder

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