Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Neue Parkgebühren und Zonen
Lokales Brandenburg/Havel Neue Parkgebühren und Zonen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 29.03.2019
Wenn Ewald Kroha am Automaten seinen Parkschein in der Havelstadt zieht, wird es auch für ihn bald teurer. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Das Parken in der Stadt wird einfacher, aber auch teurer. Kostenfreie Stellplätze wird es kaum noch geben, auch das Vermischen aus Kurzzeitparken von 30 Minuten bis zwei Stunden und Anwohnerparken soll es ab Jahresmitte nicht mehr geben.

Nachdem die Stadtverordneten im vergangenen November das Parkraumbewirtschaftungskonzept beschlossen haben, legt die Verwaltung nun die neue Parkgebührenordnung vor. „Wir wollten aber nicht eine reine Gebührenliste präsentieren, sondern aktuelle Entwicklungen einfließen lassen und das System durchschaubarer machen“, sagt Fachgruppenleiter Sebastian Hennig vom Ordnungsamt.

Drei neue Park- und Tarifzonen

Die Parkzone I erstreckt sich im Wesentlichen entlang der Achsen Sankt-Annen-/Hauptsraße sowie Steinstraße/Molkenmarkt. Die Parkzone II umfasst Altstadt und erweiterte Innenstadt. Die Zone III betrifft die P+R-Plätze Große Gartenstraße/Tauerberg, Nicolaiplatz, sowie Teile der Magdeburger- und der Vereinsstraße.

In der Zone I gilt eine Mindestparkdauer von 15 Minuten, je Viertelstunde sind 25 Cent zu entrichten. Ab der dritten Stunde kostet es 40 Cent.

In der Zone II kosten 30 Minuten 50 Cent, der Tagestarif beträgt fünf Euro.

Der P+R-Tarif (Zone 3) beträgt ebenfalls 50 Cent je 30 Minuten, der Tagestarif beträgt 2,50 Euro. Dafür kann das Parkticket als ÖPNV-Fahrschein zwischen Nicolaiplatz und Hauptbahnhof genutzt werden.

Wenn die Volksvertreter die neue Ordnung am 24. April beschließen, gilt sie ab dem 1. Juli. Dann gibt es in nerhalb des Zentrumsrings statt einer drei Parkzonen sowie drei Tarifzonen (siehe Infobox). Die Mindestparkdauer in der Innenstadtzone I wird verkürzt, die Parkgebühr ab der dritten Stunde heraufgesetzt. Das Angleichen an die Preise des Parkhauses in der Sankt-Annen-Galerie soll die Parkplatzsuchenden ermuntern, lieber gleich dort einen Stellplatz zu suchen als erst einmal durch die Neustadt zu kreiseln, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU). Es gibt einen Tagestarif für die Zone II. Zudem werden neben dem Parkplatz Trauerberg weitere P+R-Zonen rings um den Nicolaiplatz eingerichtet.

Das Theaterviertrel bekommt eine eigene Anwohnerparkzone T. Auch in anderen Bereichen soll die Parkplatzsuche für die Anwohner leichter werden. Abseits der großen Achsen wirdf es mehr Anwohnerparkzonen geben, so ist beispielsweise die Abtstraße derzeit noch bewirtschaftet, wird dann aber den dort Lebenden vorbehalten sein. Das soll auch für Verkehrsberuhigung sorgen.

Neu in der Satzung sind verschiedene Punkte. So soll es die Option geben, für Großveranstaltungen Sonderparkplätze einzurichten, für die eigene Gebühren erhoben werden dürfen. Elektromobile werden privilegiert, sie dürfen kostenfrei parken, entsprechende Zusatzschilder (Piktogramm Auto mit Stecker) weisen darauf hin. Eingeschlossen sind unter betsimmten Voraussetzungen auch Hybrid-Autos. „Wir prüfen das, vereinfacht gesagt, wer von uns ein E-Kennzeichen bekommt, darf das gebührenfreie Parken nutzen“, sagt Hennig. Die Gebührenfreiheit gelte begrenzt für die nächsten Jahre – werden es so viele Elektrofahrzeuge, dass sie alle Parkplätze blockieren, müsse die Regelung überdacht und neu gefasst werden.

Sollte es in der Stadt irgendwann einmal Carsharing-Anbieter geben, gelte für diese auch die Parkgebührenbefreiung. Dazu müsse aber das Bundesrecht erst noch angepasst werden.

Ganz neu kommen soll das Handyparken. Die Stadt bevorzuge einen Plattformanbieter, müsse aber noch verhandeln. Favorisiert werde der Smartparking e.V., die Dachorganisation der einzelnen Anbieter wie EasyPark, ParkNow, Park and Joy, Yellowbrick, moBiLET, travipay oder Trafficpass. Für die Kommune entstehen keine Mehrkosten, lediglich der Nutzer müsse Serviceentgelte bezahlen. Das können zehn Cent je Parkvorgang sein oder eine Monatspauschale von beispielsweise 1,99 Euro. Das könne jeder selber wählen, weil die einzelnen Anbieter auch noch Serviceleistungen wie Navigation, Rabatte in umliegenden Läden anbieten.

Ist ein Anbieter gewählt, muss der Nutzer dessen App aufs Handy laden und sie dann nutzen. Man müsse weder nach Kleingeld kramen noch sich um das genaue Einhalten der Parkzeit Gedanken machen, weil diese übers Handy auch aus der Entfernung beliebig verlängert werden kann. Zudem ist eine minutengenaue Abrechnung möglich, man zahlt nur für die Zeit, in der man den Stellplatz auch in Anspruch nimmt.

Von André Wirsing

Nachdem verbranntes Essen im Marienbad-Bistro für einen Feuerwehreinsatz sorgte, äußert sich Bad-Chef Jens Grosser. Er sagt der MAZ, wie eine Evakuierung im Ernstfall abläuft und erinnert sich an weitere Auslösungen des Rauchmelders.

29.03.2019

Das Jobcenter Brandenburg/Havel meldet für März einen Rückgang der Arbeitslosenquote. Ein neuer Tiefstand ist noch nicht erreicht. Aber normalerweise müsste die 8-Prozent-Grenze im Sommer geknackt sein.

29.03.2019

Helm ab. Brandenburg/Havel macht auf CDU- und SPD-Initiative hin zusätzlich 87.000 Euro für die Freiwillige und die Jugendfeuerwehr locker. Das Haushaltsgeld wird für Ausgehuniformen und Nachwuchsarbeit ausgegeben.

29.03.2019