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Brandenburg/Havel Partnerin sieben Stunden lang festgehalten und auf dem Gummiboot vergewaltigt
Lokales Brandenburg/Havel Partnerin sieben Stunden lang festgehalten und auf dem Gummiboot vergewaltigt
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18:50 14.05.2019
Im Amtsgericht in der Magdeburger Straße muss das Schöffengericht gelegentlich auch in Fällen von Vergewaltigung urteilen. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Mit seinem Geständnis erspart der 25 Jahre alte Angeklagte seiner Ex-Partnerin, dass sie als Zeugin vor dem Schöffengericht Brandenburg aussagen muss. Das mildert seine Strafe. Wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung bekommt er zwei Jahre Gefängnis auf Bewährung.

Das einstige Paar aus einer Gemeinde im Hohen Fläming hatte eine gemeinsame Zukunft geplant. Beide sind berufstätig. Er verdient als Facharbeiter 2600 Euro im Monat netto. Gemeinsam haben sich die jungen Leute ein Eigenheim gekauft.

Im vergangenen Sommer passiert etwas Schreckliches. Im fünften Schwangerschaftsmonat verliert die junge Frau das gemeinsame Kind. Die Beziehung wird schwieriger, auch was das Sexualleben betrifft. Sie benötigt Abstand.

Umgedrehtes Gummiboot

Zwar bleiben beide im gemeinsamen Haus wohnen. Doch er schläft unten und sie unterm Dach auf einem zum Bett umfunktionierten umgedrehten Gummiboot.

Der gelernte Metallbauer vermutet einen Nebenbuhler. In seiner Eifersucht lauert er seiner Partnerin am 8. Oktober 2018 auf einem Parkplatz in Beelitz auf. Er ist geladen, packt sie, nimmt sie hoch und trägt sie zu seinem Auto, in das sie einsteigen muss.

Der Angeklagte sagt, er habe wissen wollen, was los ist, und sie daher nicht aussteigen lassen. Mit der Zeit hätten sich beide aber beruhigt, nachdem sie bestritten hatte fremdzugehen. Zwei Tage später feiern beide ihren Jahrestag, doch seine Hoffnung trügt, dass alles besser wird. Sie redet von Trennung, sieht keinen Sinn mehr in der Beziehung.

Er will Sex, sie nicht

Am 21. Oktober eskalieren die latenten Spannungen. Früh morgen geht er hoch zu seiner Freundin und kuschelt sich auf dem erwähnten Schlauchboot an sie. Er will „Klarheit“ über die Beziehung, sie will nicht reden. Er will ihre Handykontakte sehen, sie lehnt das ab. Er will Sex, sie nicht.

Der junge Mann vergewaltigt die Ex-Partnerin zweimal. In seiner Eifersucht drückt er sie mit seinen Händen an ihrem Hals zu Boden, verletzt sie. Sieben Stunden lang darf sie das Haus nicht verlassen. „Weil ich endlich Klarheit haben wollte“, begründet er das Verbrechen.

4000 Euro an Ex, 200 Euro ans Frauenhaus

Der Angeklagte tut sich schwer mit einem Geständnis, räumt schließlich alle wesentlichen Vorwürfe der Anklage ein. Das Schöffengericht Brandenburg verurteilt den nicht vorbestraften Mann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung.

Er muss zudem 4000 Euro an seine Ex-Freundin zahlen, die in dem Prozess Nebenklägerin ist. 200 Euro muss er dem Frauenhaus in Brandenburg/Havel überweisen. Beide sind seit jenem Tag getrennt und gehen einander aus dem Weg.

Von Jürgen Lauterbach

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