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Brandenburg/Havel Petition für eine Winterlinde
Lokales Brandenburg/Havel Petition für eine Winterlinde
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17:18 26.09.2019
Andrea Martin hat die Petition für die Winterlinde in der SVV abgegeben. Quelle: André Wirsing
Brandenburg/H

Eine Petition mit 1400 Unterschriften für den Erhalt einer mehr als 100 Jahre alten Winterlinde hat Andrea Martin vor den Stadtverordneten bei Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) abgegeben.

Der Baum soll im Zuge des Bauprojektes Hauptstraße 31-35 (Flakowski-Haus und ehemalige Kaufhalle Mitte) gefällt werden, auf der Rückseite des Grundstücks entlang der Lindenstraße soll eine Wohnbebauung zur Abrundung erfolgen.

Damit muss sich nun der Petitionsausschuss beschäftigen und eine Empfehlung an die Stadtverordneten geben. Ob die Zeit dafür genügt, bleibt abzuwarten. Scheller hatte dem Bauherren in Aussicht gestellt, die Fällgenehmigung zu erteilen, das wäre ein Geschäft der laufenden Verwaltung.

Noch ist dies allerdings nicht geschehen, es wurde auch noch kein Fällantrag gestellt. Das teilt die bündnisgrüne Stadtverordnete Martina Marx mit, nachdem sie Einsicht in die Akte beantragt und genommen hat. „Es ist auffällig, dass die Fachgruppe Naturschutz das Fällen vehement ablehnt und auf das Baummoratorium von 2010 verweist, nachdem Erhalt und Pflege von Bäumen vor das Beseitigen und Fällen gestellt wird. Das wäre dann eine einsame Entscheidung von Scheller.“ Auch im Naturschutzbeirat hätten acht von neun Mitgliedern gegen das Fällen votiert. Eine schriftlich fixierte Abwägung aller Pro- und Contra-Argumente liege ebenfalls nicht vor.

Martina Marx ärgert sich darüber, dass das Bauvorhaben bereits zweimal im Stadtentwicklungsausschuss von Investorenvertretern vorgestellt worden ist. Dabei sei allerdings mit keinem Wort von der Verwaltung erwähnt worden, dass die Kommune ein etwa 150 Quadratmeter großes Grundstück mit dem alten Baum an den Bauherren verkauft hat.

Andrea Martin berichtete den Volksvertretern, dass Scheller nach ihrer mündlichen Beschwerde wegen der beabsichtigten Fällung ihr lächelnd ins Gesicht gesagt habe, schließlich gebe es im Stadtgebiet noch 77.000 andere kommunale Bäume, die im Baumkataster erfasst sind. Sie wolle die alte Winderlinde nun als Naturdenkmal einstufen lassen.

Das allerdings ist ein langwieriges bürokratisches Verfahren. Damit könnte auch die Entwicklung des Quartiers, das einen städtebaulichen Missstand darstellt, in Gefahr geraten.

Von André Wirsing

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