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Brandenburg/Havel Dank ans Personal: Jedermann holt Howie in die Stadt
Lokales Brandenburg/Havel Dank ans Personal: Jedermann holt Howie in die Stadt
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00:21 23.07.2018
Howard Carpendale kommt nach Brandenburg.
Howard Carpendale kommt nach Brandenburg. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Die Jedermann-Gruppe ist mittlerweile das größte freie Unternehmen in der Stadt, es gehört weder zu einem Konzern noch zur Kommune. Vor 27 Jahren wurde es mit sieben Mitarbeitern gegründet, als Sven Rohde es vor 20 Jahren übernahm, gab es gerade 20 Beschäftigte. Mittlerweile sind es 490 Mitarbeiter, wenn bald die beiden neuen Einrichtungen in der Bauhofstraße in Betrieb gehen, werden es mehr als 500 sein.

Derzeit kümmern sie sich unter anderem um Menschen in den 22 Betten von Hospiz und Kurzzeitpflege, um 36 Patienten in der Tagespflege und um die Bewohner der 171 betreuten Wohnungen an vier Standorten. „Wir betreuen derzeit 760 Patienten“, sagt Jedermann-Finanzchefin Kerstin Drose.

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Die Jedermann-Pflegenacht gibt es am 31. August im Stahlpalast.

Das Programm beginnt mit einer Abba-Revival-Show, gegen 21 Uhr tritt Howard Carpendale auf. Danach betätigt sich Tim Blankenhorn als Diskjockey.

Die Veranstalter hoffen auf einen vollen Erfolg. Gelingt dies, soll, es bald eine Neuauflage geben, Wunschkandidat bleibt Roland Kaiser.

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„Wir sind auch keine Fabrik, die eben mal die Bänder anhält, wenn nicht genügend Personal da ist“, sagt Unternehmenschef Rohde. Pflege habe eine immer größere Bedeutung, er kenne kein Unternehmen in der Branche, das nicht aktiv neue Mitarbeiter sucht.

So entstand die Idee einer Jedermann-Pflegenacht, die drei Funktionen erfüllen soll: „Es soll vor allem ein Riesen-Dankeschön an unsere Mitarbeiter sein, aber auch an Beschäftigte in anderen Unternehmen der Branche und im Gesundheitswesen generell. Es gibt schließlich auch einen Ärzteball, wir organisieren ein Dankeschön an die Pflegekräfte und pflegende Angehörige.“

Gleichzeitig sollen interessierte Menschen über die Vielfalt an Pflegeberufen informiert werden, nicht zuletzt erhofft sich Rohde auch Effekte bei der Nachwuchsgewinnung. „Wir hatten vor Jahren schon einmal eine Idee für eine Gala zu Gunsten des Hospizes zu veranstalten. Das hat damals nicht geklappt, jetzt machen wir eine Gala für die Pflegenden.“ Rohde trat im Vorjahr an den Produzenten André Eckhardt heran, gemeinsam beratschlagten sie.

Howard Carpendale kommt zur Pflegenacht. Quelle: dpa

„Ich war gleich begeistert von der Idee, zuerst dachten wir an Roland Kaiser als Stargast, doch erwiesen sich die Verhandlungen als schwierig, das Management hatte wohl Angst, dass weniger Menschen Karten für die regulären Konzerte kaufen“, erzählt Eckhardt.

Von einer Parkinson-Gala „Tulip“ kannte er das Management von Howard Carpendale, also trat er an dieses heran. Es wurde ein Preis genannt, der Rohde und Eckhardt abschreckte: „Wir haben gesagt, dass wir ein Pflegedienst sind und keine Profi-Konzertveranstalter.“ Nach Wochen meldete sich das Management – mit einem Freundschaftspreis.

„Sie haben wohl erkannt, dass es einen guten Marketingeffekt hat, auch Carpendale hat ausrichten lassen, dass er es für schöne Sache hält“, sagt Eckhardt. Über den Preis sei vertraglich Stillschweigen vereinbart worden, er liegt im fünfstelligen Bereich.

Sven Rohde (links) und André Eckhardt präsentieren zur Jedermann-Pflegenacht Howard Carpendale Quelle: Rüdiger Böhme

Der Sänger bringt Teile seiner Band sowie Backgroundsänger mit. Eine Titelliste gibt es noch nicht, darüber entscheidet der Star kurzfristig.

Er soll wohl kaum Allüren haben, im Gegensatz zu anderen Künstlern hat er keine ellenlange Liste an Sonderwünschen übermittelt, erzählt Eckhardt. „Er besteht darauf, eine separate Umkleide mit einer eigenen Dusche zu haben, das können wir leicht erfüllen. Es wird hinter der Bühne ein kleines, feines Büffet geben. Und es wird ein Zimmer für ihn im Axxon-Hotel umgeräumt, statt eines Doppelbettes bekommt er ein King Size Bed mit einer durchgehenden Liegefäche.“

Die Veranstalter wollen den Stahlpalast für den 31. August kräftig aufmöbeln. „Wir werden ihn schon von außen illuminieren und rollen einen roten Teppich im Foyer aus. Aber nicht für Carpendale, sondern für unsere Pflegekräfte“, beschreibt Rohde.

Im Saal wird es für die 1100 Gäste eine große Tanzfläche geben, genau in der Mitte des Raumes eine nach drei Seiten offene Bar, im Foyer eine Bar am vorhandenen Tresen, eine Rückzugsecke zum Ausruhen sowie eine separate Whiskey-Ecke. „Diese ganze Veranstaltung ist für uns beide eine echte Herzensangelegenheit.“

Von André Wirsing