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Brandenburg/Havel Kirchmöser: Ortsvorsteher hat große Pläne
Lokales Brandenburg/Havel Kirchmöser: Ortsvorsteher hat große Pläne
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18:32 14.08.2019
Ortsvorsteher Carsten Eichmüller hat große Pläne für den Ortsteil Kiurchmöser. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Man wird doch noch Ziele haben dürfen, auch wenn sie groß sind: Carsten Eichmüller (SPD) ist der neue Ortsvorsteher im größten Ortsteil Kirchmöser. Er hat sein Programm für die kommenden fünf Jahre nun der MAZ vorgestellt.

Lieber viele kleine Firmen

Kirchmöser muss ein Ort zum Leben und Arbeiten sein. Deshalb favorisiere ich an erster Stelle eine Wohnbebauung im Zusammenhang mit dem Entwickeln des Gewerbe- und Industriegebietes Süd. Bei der Firmenansiedlung würde ich nicht auf ein großes Unternehmen setzen, sondern auf mehrere Mittelständler.“

Deshalb sei auch die eigene Autobahnanbindung so wichtig für den Ortsteil. Die Trasse könnte von der langen Kurve der Straße Am Gleisdreieck über die Bahnstrecke zum Lankenweg am Mühlberg vorbei führen.

Marode Gehwege

Bislang quälen sich die Lkw über Plaue, Bensdorf, L 96n, Rogäsen, Bücknitz bis zur Anschlussstelle Ziesar, alternativ über Rogäsen, Viesen, Mahlenzien, Wenzlow zur Anschlussstelle Wollin.

Carsten Eichmüller (SPD) will sich als Ortsvorsteher auch um die maroden Gehwege in der Gottschalk-Siedlung kümmern. Quelle: André Wirsing

Die so genannte Gottschalksiedlung ist der älteste Ortsteil, das frühere Möser, heute Kirchmöser-Dorf. Hier wohnen auch viele ältere Menschen, doch gefahrlos auf den Gehwegen bewegen können sie sich nicht mehr: Rathausstraße, Erich-Baron-Straße, Paul-Röstel- und Friedhofstraße, sogar teilweise entlang der Gränertstraße sind die Fußwege in ruinösem Zustand.

Volksvertreter Eichmüller hat bereits zur anstehenden Stadtverordnetenversammlung eine umfängliche Anfrage gestartet.

Noch in diesem Jahr werden wenigstens an einer Straße die Gehwege neu gebaut, ist aus der Verwaltung zu hören. Der Ortsvorsteher will auch prüfen lassen, unter welchen Voraussetzungen eine Straßenverbindung von der Rathausstraße zum Bahnhof herstellen lässt.

Knorpelschänke im Diebesgrund

Touristisch besser erschlossen werden soll die Silberquelle im Diebesgrund, vor allem das letzte Stück ist unwegsam und gefährlich. „Da muss man ausbessern und eventuell eine ,Knorpelschenke’ aufstellen, damit Ausflügler dort auch verweilen können.“

Ein Radweg vom Bahntechnikerring über den Lüttichweg, die Grenzstraße, an der Wusterau vorbei, entlang der Gärten hinterm Strandweg könnte an den Havelradweg anschließen.

Ausbildung von Ausbildern

Auch in der Wirtschaft lasse sich auf Vorhandenem aufbauen. Die Spema beispielsweise ist sehr erfolgreich in der Lehrlingsausbildung, die Azubis kommen nicht nur aus Brandenburg an der Havel, sondern auch aus Hennigsdorf oder Berlin.

Jüngst war Staatssekretär Thomas Kralinski (SPD) dort zu Gast. Gemeinsam mit dem neuen Plauer Ortsvorsteher Udo Geiseler (SPD) sei die Idee geboren worden, hier eine Lehrausbilder-Ausbildung anzusiedeln. Es fehlt nämlich auch an Lehrkräften.

„Geeignete Gebäude gibt es im näheren Umfeld, die man dafür herrichten könnte, etwa das ehemalige Übergangswohnheim in der Hafenstraße, das alte Lehrlingswohnheim oder das Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter.

Neue Sportplätze und Vereinsheim

Der ESV Kirchmöser hat nun zwar wieder eine Fußballmannschaft, doch gibt es nach wie vor große Unsicherheiten um den Fußballplatz, wenn der Seegarten mit Klubhaus der Eisenbahner und Klinik mal wieder verkauft werden sollte.

„Angeblich soll es schon wieder Interessenten geben. Wir sollten schnell und vorher eine Lösung finden“, regt Eichmüller an. „Am liebsten wäre mir ein Ensemble mit dem Mehrgenerationenhaus ,Die Stube’, einem gemeinsamen Vereinsheim für Tennis und Fußball, die Sportplätze und gegenüber die neuen Wohngebiete rings um Bahnhof- und Uferstraße sowie Platz der Einheit.“

Verwahrlost ist der Friedhof für ehemalige Zwangsarbeiter auf der Halbinsel Wusterau. Quelle: Verwaltung

Wanderung zur Wusterau

Eine erste Aktion gemeinsam mit den Kirchmöseranern hat Eichmüller schon für die kommende Wochen eingeleitet: Ganz frisch hat er die Genehmigung der Naturschutzbehörde, dass es eine geführte Wanderung auf die Halbinsel Wusterau gemeinsam mit dem Nabu am 21. August von 16 bis 18 Uhr geben darf.

Eichmüller wollte auch die Idee seiner Amtsvorgängerin Ines Budick umsetzen, auf der Wusterau einen Naturlehrpfad anzulegen, dies untersagt Amtsleiterin Kirstin Ohme allerdings.

Von André Wirsing

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