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Brandenburg/Havel Politiker kleiden die Feuerwehr neu ein
Lokales Brandenburg/Havel Politiker kleiden die Feuerwehr neu ein
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13:09 29.03.2019
Bald auch ein vertrauter Anblick in Brandenburg/Havel. Nicolas Schneider und Anna Böttcher aus dem Havelland zeigen wie die Ausgehuniform aussieht, die auch die Brandenburger bekommen sollen. Quelle: Julian Stähle
Brandenburg/H

Gegen 20 Uhr am Mittwochabend schlug die Stunde der Feuerwehr in der Stadtverordnetenversammlung im Altstädtischen Rathaus. Zunächst zwei Fraktionen und dann am Ende alle Stadtverordneten wollten vor allem den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Gutes tun. Über die bisherigen Zuwendungen hinaus.

Die CDU-Fraktion beantragte im Rahmen der Diskussion um den Doppelhaushalt für 2019/2020, in diesem Jahr 27.000 Euro bereitzustellen, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ausgehuniformen erhalten.

Der Fraktionsvorsitzende Jean Schaffer begründete die CDU-Initiative. Er sei zwar nie selbst Mitglied einer Feuerwehr gewesen, habe aber seit jeher eine hohe Achtung vor diesem Engagement. Neben der Einsatztätigkeit gehen die Feuerwehrleute auch in Kindergärten, Horte und Schulen.

Karierte Hemden und Jeans

Schaffer: „Hierbei wollen die Kameraden ein einheitliches Erscheinungsbild mit ihren Ausgehuniformen abgeben und mit anderen Wehren das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt wissen.“

 Auch für deren Auftreten auf Dorffesten, öffentlichen Veranstaltungen der Stadt und Schulungen sei es vertretbar, ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewähren und damit die Stellung untereinander und in der Gesellschaft deutlich zu machen.

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) pflichtete dem bei: „Es gibt Veranstaltungen, zu denen man einfach „nicht in karierten Hemden und Jeans hingeht“.

SPD legt Schippe drauf

Die CDU erfuhr breite Zustimmung. Lediglich Axel Brösicke (AfD) merkte an, dass Ausgehuniformen womöglichst nicht das Wichtigste sind für die Feuerwehren und man das Geld besser in die Einsatzausstattung stecken sollte. Der Antrag der SPD-Fraktion erscheine ihm daher sinnvoller.

In der Tat hatten die Sozialdemokraten die Feuerwehr an diesem Abend noch ein bisschen lieber als die CDU. Die SPD beantragte in einer knapp vor Toresschluss eingebrachten Initiative 60.000 Euro an Haushaltsmitteln für die Jugendfeuerwehr.

Die Stadt soll mit den 60.000 Euro die Bekleidung und Schutzbekleidung der Jugendfeuerwehr bezahlen sowie die Ausbildung der Jugendwarte einschließlich Führerscheinen, außerdem die Arbeit und die nötige Technik zur Ausbildung der Kinder und Jugendlichen.

Nachwuchsgewinnung

Die SPD-Stadtverordnete Nicole Näther, die dafür die Initiative ergriffen hatte, lobte zunächst den CDU-Antrag, der ihr nur nicht weit genug gehe. Sie erhofft sich, dass die Nachwuchsgewinnung bei den Freiwilligen Feuerwehren forciert wird.

Näther: „Das Engagement der Jugendwarte bei der Freiwilligen Feuerwehr kann nicht hoch genug geschätzt werden. Die Kinder und Jugendlichen werden spielerisch und altersgerecht an die Technik und Kenntnisse der Feuerwehr herangeführt.“

Die SPD-Frau erntete den Zwischenruf des Freien Wählers Dirk Stieger, der befand, dass sich CDU und SPD mit ihren Anträgen gegenseitig übertreffen.

Von Jürgen Lauterbach

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