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Brandenburg/Havel Polizei fasst flüchtigen Mann nach Messerattacke – in Prag
Lokales Brandenburg/Havel Polizei fasst flüchtigen Mann nach Messerattacke – in Prag
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21:42 05.05.2020
Zu einer Gewalttat auf dem Görden ist am Dienstagnachmittag die Polizei gerufen worden. Quelle: Meetingpoint/Christian Griebel
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Brandenburg/H

Ein schweres Gewaltverbrechen erschütterte die Stadt Brandenburg am Dienstagnachmittag. Im Stadtteil Görden hat ein Mann seine Partnerin brutal angegriffen und schwer mit einem Messer verletzt.

Anschließend nahm sich der mutmaßliche Täter das gemeinsame Kind (ein Jahr) und setzte sich in ein Auto, um zu flüchten. Seine Irrfahrt führte ihn bis in die tschechische Hauptstadt Prag, wie die Polizei am Dienstagabend bestätigte.

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Täter rast bis nach Prag

Die Polizei hatte in den Stunden zuvor großflächig nach dem 32 Jahre alten Mann gesucht. Sie war um 15.29 Uhr alarmiert worden. Es kreiste stundenlang ein Hubschrauber über der Stadt und dem Umland.

Da war der Angreifer allerdings schon längst über alle Berge. Gefasst wurde er schließlich um 19 Uhr in Prag. Eine Rekonstruktion der zeitlichen Ereignisse lässt zu diesem Zeitpunkt vermuten, dass er über Stunden regelrecht gerast sein muss.

Kleinkind ist in Sicherheit

Wie die Polizei am Dienstag um kurz vor 21 Uhr bestätigte, ist das Kleinkind wohlauf und in behördlicher Obhut. Wie es genau zu der Festnahme in der Goldenen Stadt kam, ist nicht bekannt.

Das 35-jährige Opfer, das nach MAZ-Informationen mit dem Angreifer und insgesamt drei Kindern in der Tatort-Wohnung lebte, wurde noch am Dienstagabend notoperiert. Die Frau ist nach Polizeiangaben nicht ansprechbar. Zu ihrem gesundheitlichen Zustand ist darüber hinaus nichts bekannt.

Von Philip Rißling