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Brandenburg/Havel Premiere: Erste Freestyle-Skateboarding-EM in der Havelstadt
Lokales Brandenburg/Havel Premiere: Erste Freestyle-Skateboarding-EM in der Havelstadt
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17:25 02.07.2019
Skater Christian Heise schafft einen G-Turn Wheelie. Bei diesem Trick fährt er auf der Vorderachse seines Skateboards im Halbkreis. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Mit seinem Skateboard springt Christian Heise in die Luft. Der 38-Jährige steht im Brandenburger Industriemuseum mit einem Fuß auf dem Brett und dreht dieses anderthalbmal um die Achse. Wenige Sekunden später gelingt ihm eine Punktlandung auf dem Boden. „Die Haftung auf dem Grund ist gut. Das ist wichtig, um nicht wegzurutschen. Außerdem gibt es hier kaum Kanten, dadurch ist es möglich, schnell zu fahren“, sagt Heise der MAZ.

Erstmals findet eine Freestyle-Skateboarding-Europameisterschaft im Brandenburger Industriemuseum statt. Beim Turnier treten 40 Skater verschiedener Nationen gegeneinander an.

Erste Europameisterschaft in der Havelstadt

Er testet die Bedingungen für andere Skater, denn erstmals findet eine Freestyle-Skateboarding-Europameisterschaft in Brandenburg an der Havel statt. 40 Sportler verschiedener Nationen treten vom 4. bis 6. Oktober 2019 gegeneinander an und präsentieren ihre Tricks auf drei Feldern im Eingangsbereich des Industriemuseums. Dabei sind auch prominente Gesichter der Szene, wie der elffache Freestyle-Skateboarding-Weltmeister Guenter Mokulys.

1000 Zuschauer erwartet

„Es ist das größte Skateboard-Event, das Brandenburg bislang gesehen hat“, sagt Christian Heise der MAZ. Der Organisator rechnet am Veranstaltungswochenende mit bis zu 1000 Zuschauern. Doch auch Beobachter, die nicht vor Ort sind, können das Geschehen weltweit per Livestream in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram verfolgen.

Auf der Facebook-Seite der Veranstalter bekundeten bislang mehr als 300 Menschen ihr Interesse am Skate-Event, mehr als 65 sagten zu. Während die Teilnehmer am Freitag den Veranstaltungsort kennenlernen und eine Tour durch das Industriemuseum erleben können, steht der Samstag im Zeichen des Wettbewerbs.

Wettlauf mit der Zeit

Jeder Skater hat pro Lauf zwei Minuten Zeit, um die Punkterichter von seinem Können zu überzeugen. Jurymitglieder beurteilen sowohl Ausgewogenheit, Schwierigkeitsgrad als auch die Kombination verschiedener Tricks. Am Sonntag testen Sportler hingegen, wer die meisten Handstände und Pirouetten schafft, fahren mit Gästen und erklären in Workshops, wie Tricks auf dem Brett gelingen.

Doch was macht die Besonderheit beim Freestyle-Skateboarding aus?„Dadurch, dass hier nur auf dem Boden und ohne Rampen und Treppen geskatet wird, muss man sehr kreativ werden und ästhetisch fahren“, sagt Heise. Für den 38-Jährigen ist es die Skate-Disziplin mit dem „höchsten künstlerischen Anspruch.“ Der Havelstädter steht seit dem Jahr 1992 auf den Brettern und nahm zuletzt im Mai 2019 an einer Freestyle-Weltmeisterschaft in Kanada teil. Dort wurde er als Botschafter des Skatens ausgezeichnet.

Gäste erleben Kunst und Stadtgeschichte

Das Brandenburger Industriemuseum wurde bewusst als Austragungsort des Turniers gewählt. „Hier haben wir eine bespielbare Fläche von 475 Quadratmetern“, sagt Christian Heise, der das historische Ambiente des Orts schätzt. Er kann sich vorstellen, Skater durch das Stahlwerk zu führen und will ihnen gemeinsam mit Museumsleiter Marius Krohn vermitteln, wie Arbeiter in der Quenzsiedlung lebten.

Gäste der Freestyle-Skateboarding-EM können bei freiem Eintritt einen Veranstaltungsort des Brandenburger Kleinkunstfestivals „heimwerts“ erkunden. Performance-Künstler zeichnen live im Industriemuseum, kreative Köpfe stellen Streetart-Bilder und Graffiti aus. Die Vorbereitungen für das Turnier dauern die nächsten Wochen und Monate an.

Unterstützer gesucht

So arbeitet Freestyle-Skater Reece Archibald aus Manchester aktuell an einem Videotrailer für die sozialen Netzwerke. Punkterichter, Unterstützer für den Aufbau der Anlagen, die Verwaltung von Dokumenten und Sponsoren werden weiter gesucht. Christian Heise rechnet damit, dass die Organisation der EM zwischen 2.000 und 3.000 Euro kostet und freut sich über Unterstützung.

Der Brandenburger betont, dass die Skater der Havelstadt deutschlandweit „einen guten Ruf“ haben und hofft, dass ihr Sport populärer wird. Als Organisator nimmt Heise nicht am Turnier teil, hat sich aber schon an den Boden im Industriemuseum gewöhnt. Dort sollen bald jährlich Skate-Wettbewerbe stattfinden.

Von André Großmann

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