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Brandenburg/Havel Party statt Streik: Erstes „Fridays for Future“-Sommerfest am Heine-Ufer
Lokales Brandenburg/Havel Party statt Streik: Erstes „Fridays for Future“-Sommerfest am Heine-Ufer
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06:03 13.07.2019
Sebastian Möckel (links) und Jeremy Petsch freuen sich auf das erste „Fridays for Future“-Sommerfest am Brandenburger Heineufer. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Klimaschutz, Toleranz und ein nachhaltiges Leben sind Jeremy Petsch wichtig. „Wenn wir alle ein bisschen mithelfen, können wir mit kleinen Mitteln Großes erreichen“, sagt der 21-Jährige der MAZ. Der Brandenburger organisiert mit 20 Helfern das erste „Fridays for Future“-Sommerfest der Havelstadt. Er hofft, dass am 4. August zwischen 14 und 18.30 Uhr Hunderte Besucher zum Heine-Ufer pilgern.

Markt der Möglichkeiten und Kultur

Dann präsentieren sich bei einem sogenannten Markt der Möglichkeiten Mitstreiter wohltätiger Organisationen. Aus der Havelstadt sind bislang mehr als zehn Vertreter dabei, darunter Mitglieder der Initiative „Seebrücke“, der Fouqué-Bibliothek und des sozialen Hilfsprojekts „Kleiderursel.“

Jeremy Petsch will Besuchern des Sommerfestes auch Kultur bieten und Knirpse zum Lächeln bringen. So können sich Kinder schminken lassen und ihre Kunstwerke bei einem Kreideworkshop verwirklichen. Weitere Aktionen wie ein Seifenblasenworkshop und Live-Musik sind laut dem 21-Jährigen geplant.

Auch Sebastian Möckel von der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) freut sich auf die Veranstaltung. Er leitet das Projekt „MentIntegra“, ein Patenschaftsprojekt für Brandenburger und Geflohene. „Wir arbeiten für den sozialen Frieden, die Kids für den ökologischen Frieden, das verträgt sich ganz gut“ sagt der 42-Jährige der MAZ. Er lobt, dass sich die „Jugend für ihre Standpunkte einsetzt“ und betont, dass es für Gäste des Sommerfestes einfacher sei, mit Klimaaktivisten ins Gespräch zu kommen, als bei einer Freitagsdemonstration.

Gesprächsangebot für Kritiker

Jeremy Petsch bekräftigt, dass „Fridays for Future“ keine Schulschwänzerorganisation“ ist und erinnert daran, dass Aktionen der Klimaschutzbewegung in der Havelstadt „alle ausschließlich außerhalb der Schulzeit“ stattfanden. Er will „beweisen, dass es uns nicht nur darum geht, mit einer Welle zu schwimmen.“

Der Brandenburger vermeidet im Alltag Plastikmüll, kauft Mode aus zweiter Hand und fährt mit dem Rad. Er will beim Sommerfest auch mit Kritikern ins Gespräch kommen. „Jeder kann uns besuchen, aus allen politischen Lagern“, sagt Petsch der MAZ. Gäste lädt er ein, Decken mitzubringen und auf der Wiese am Heine-Ufer zu entspannen. „Das ist eine schöne Gelegenheit, um Kultur am Wochenende zu erleben“, sagt der 21-Jährige.

Info: Vereine und Organisationen können sich für das erste „Fridays for Future“-Sommerfest am 4. August anmelden. Infos telefonisch unter 0162/9468986 sowie per E-Mail an jeremypetsch@yahoo.com.

Von André Großmann

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