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Brandenburg/Havel Wunschbäume und neue Pläne für den Märchengarten Hohenstücken
Lokales Brandenburg/Havel Wunschbäume und neue Pläne für den Märchengarten Hohenstücken
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12:35 29.11.2019
Shaker Abara, Marie Offermanns und Tino Haberecht fühlen sich im neuen Hohenstückener Märchengarten wohl. Quelle: André Großmann
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Brandenburg/H

Während Schneewittchen auf einen Apfel blickt, wachsen im Hohenstückener Märchengarten Zentimeter entfernt neue Früchte. An den ersten drei Wunschbäumen des Stadtteils gedeihen Apfelsorten mit den Namen Geheimrat Breuhahn, Gloster 69 und Jakob Lebel.

Der Märchengarten in Hohenstücken entwickelt sich weiter, ein Teilbereich soll im Mai 2020 öffnen. Auf dem Areal stehen auch die ersten drei Wunschbäume des Stadtteils.

Hoffnung auf Gespräche

„Sie passen ideal in das Ambiente der 5500 Quadratmeter großen Märchenwelt, sind robust und traditionell“, sagt Quartiersmanager Tino Haberecht. Umgeben von Hütten und einem Tor mit aufgemalter Rose und Ritterrüstung betrachtet er mit Marie Offermanns die Entwicklung der Bäume.

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Für die Referentin des Projekts „Begegnung am Wunschbaum“ sind die Gewächse Symbole der Hoffnung. „Menschen, die sonst vielleicht nicht aufeinander zugehen, tauschen sich so eher über das Zusammenleben, ihre Vorstellung vom Miteinander und die gemeinsame Zukunft aus“, sagt die 26-Jährige.

Teilbereich öffnet im Mai 2020

Für das Vorhaben sammelt sie Wünsche von geflüchteten Menschen, befragt Einwohner des Stadtteils Hohenstücken auf dem Marktplatz am Tschirchdamm und findet heraus, wie sehr sich die Interessen und Hoffnungen ähneln.

Sie und Tino Haberecht arbeiten gemeinsam. Der Quartiersmanager ist zuversichtlich, dass ein Teilbereich des Märchengartens im Mai 2020 eröffnet und Gespräche am Wunschbaum ab nächsten Jahr zum Alltag in Hohenstücken gehören.

Ende 2013 entstand die Idee zur Einrichtung eines interkulturellen Gartens auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal, Mitte 2016 kam neuer Schwung in das Projekt „Märchengarten, Tino Haberecht hat weitere Ideen.

Ideen für Feuershow und Weihnachtsmarkt

Der 44-Jährige plant auf dem Areal mehrere kulturelle Veranstaltungen, spricht von einem Weihnachtsmarkt der angrenzenden Gebrüder-Grimm-Grundschule, Lampionumzügen und einer Feuershow.

Der 41-jährige Syrer Shaker Abara nickt. Er lebt seit dreieinhalb Jahren im Stadtteil, hofft auf mehr Grünflächen, Gespräche mit Nachbarn und eine Verbesserung des kulturellen Angebots. „Die Menschen können auf mich zukommen. Für mich ist es wichtig, miteinander zu reden“, sagt Abara.

Doch er hat noch einen anderen Wunsch, möchte mal wieder Tischtennis spielen. Der 41-Jährige half beim Einpflanzen der Wunschbäume, er beobachtet ein Exemplar der Sorte „Jakob Lebel“ genauer und schaut auf das Schneewitchen-Bild an der Märchenhütte.

Zehn Helfer arbeiten an Entwicklung

„Es wäre toll, wenn ein paar Wünsche wahr werden und hier bald viele Kinder spielen“, sagt der Brandenburger. Aktuell arbeiten um die zehn Mitarbeiter der Arbeitsfördergesellschaft BAS an der Entwicklung des Areals. Sie optimieren die Wegeführung, pflegen Grünflächen und erstellen neue Märchenszenen in der Holzwerkstatt der BAS am Johannisburger Anger.

Neue Äpfel ab September 2020

„Das ist eine ganz besondere Fläche mit vielen Möglichkeiten, die komplette Eröffnung wird aber wohl noch Jahre dauern“, sagt Tino Haberecht. Wo jetzt noch kleine Knospen wachsen, können Brandenburger Äpfel der Sorte „Jakob Lebel“ ab Mitte September 2020 probieren, sie sind für den Hausgarten, Frischverzehr und die Verarbeitung geeignet und lassen sich bis Dezember lagern.

„Wir haben diese alten Sorten bewusst gewählt, das ist Bio-Qualität ohne Chemie“, sagt Tino Haberecht. Die drei Wunschbäume stammen aus der Havelländischen Baumschule in Werder, ein Exemplar kostet 200 Euro, Fördergelder stellen das „Bündnis für Brandenburg“ und die Robert Bosch Stiftung bereit.

Erster Wunsch wird wahr

Für Shaker Abara hat sich die „Begegnung am Wunschbaum“ bereits gelohnt. Nachdem er seine Begeisterung für den Tischtennissport anspricht, empfiehlt ihm Quartiersmanager Tino Haberecht, das freie Training des SG Stahl Brandenburg in der Halle in der August-Bebel-Straße 29 auszuprobieren. „Ja das mache ich“, sagt der 41-Jährige und lächelt.

Von André Großmann

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