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Brandenburg/Havel Protest: 400 Arbeiter demonstieren vor Riva-Werkstor für Tarifergebnisse
Lokales Brandenburg/Havel Protest: 400 Arbeiter demonstieren vor Riva-Werkstor für Tarifergebnisse
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14:30 14.06.2019
Auf in den Kampf: Am Freitagmorgen legten Brandenburger Elektrostahlwerker die Werkseinfahrt für längere Zeit lahm. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Mehr als 400 Arbeiter protestieren aktuell vor den Werkstoren des Brandenburger Elektrostahlwerkes (BES) der Riva-Gruppe in der Woltersdorfer Straße. Sie fordern die Übernahme des TarifergebnissesStahl Ost.“

Dieser Tarifabschluss sieht für die Arbeiter 3,7 Prozent mehr Gehalt, die rückwirkend zum 1. März dieses Jahres gezahlt werden. Darüber hinaus enthält der Abschluss Einmalzahlungen in Höhe von 100 Euro für die Monate Januar und Februar dieses Jahres. Die Stahlwerker demonstrieren auch für den neuen Tarifvertrag, um ab dem Jahr 2020 künftig einmalig 1000 Euro oder fünf Urlaubstage mehr zu erhalten.

400 Arbeiter demonstrierten vor dem Riva-Werkstor für die Übernahme des Tarifergebnisses „Stahl Ost.“ Es beeinhaltet unter anderem 3,7 Prozent mehr Lohn für Beschäftigte.

Ergebnislose Verhandlungen

Bisherige Verhandlungen mit der Riva-Geschäftsführung verliefen bislang ergebnislos. „Wir machen mit der Protestaktion deutlich, dass sich die Belegschaft das nicht gefallen lässt. Wenn dieser Protest jetzt nicht reicht, müssen wir uns weitere Schritte überlegen“, sagt Stefanie Jahn, die erste Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam-Oranienburg. Die Funktionärin betont, dass Abschlüsse in den Tarifverträgen in den vergangenen Jahren „für wiederholte Diskussionen“ mit der Riva-Geschäftsführung gesorgt hätten.

Warnstreik nicht ausgeschlossen

„Wenn das so ist, muss sich die Unternehmensleitung fragen, welche Fehler sie macht“, sagt die 49-jährige Jahn im Gespräch mit der MAZ. Sie will weiter protestieren und schließt als nächsten Schritt einen Warnstreik nicht aus, um den Druck auf Riva zu erhöhen. „Das ist das erste Mal seit mehreren Jahren, dass wir raus müssen und zeigen müssen, wo der Hammer hängt“, sagt Stefanie Jahn.

Die Arbeiter demonstrieren auch, um 150 Beschäftigten an den Riva-Standorten Trier und Horath (Rheinland-Pfalz) ihre Solidarität zu bekunden. Sie befinden sich seit Dienstag, 11. Juni, im unbefristeten Streik und verlangen die vertragliche Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz.

Lösungen erhofft

Stefanie Jahn und der Betriebsratvorsitzende Uwe Tessmer betonen, dass sie gewillt sind, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. „Die Frage ist, wie sich die Geschäftsführung jetzt verhält“, sagt Jahn der MAZ. Die Unternehmensleitung war bislang telefonisch nicht erreichbar.

Von André Großmann

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