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Brandenburg/Havel Rad-Weg zum Bahnhof ist steinig
Lokales Brandenburg/Havel Rad-Weg zum Bahnhof ist steinig
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18:30 05.02.2013
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BRANDENBURG AN DER HAVEL

Wie gestern berichtet, bekommt die Stadt von ihren Radfahrern die Note ausreichend (4,08) und landet damit deutschlandweit auf Platz 202 (von 252).

Die MAZ hat die Stadtverwaltung einmal beispielhaft um eine Empfehlung gebeten, wie Radfahrer am besten von A nach B kommen. Besonders grausige Ecken wie den Nicolaiplatz ersparten wir der Verwaltung. Aber wie bewältigt ein Radler die kurze, stark nachgefragte Strecke vom Neustädtischen Markt zum Hauptbahnhof am besten?

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Zwei Varianten werden empfohlen. Beide leuchten zwar ein, haben aber ihre Tücken, wie MAZ-Mitarbeiterin Julia Günsel feststellt.

Variante 1 beginnt in der Sankt-Annen-Straße in Höhe von Brautmoden Jahn. Der rote Streifen dort ist kein Pflichtradweg, Radler dürfen auch die Fahrbahn nutzen. Der Empfehlung folgend biegt die Schülerin rechts in die Neustädtische Heidestraße ein und hoppelt auf dem Kopfsteinpflaster bis links zur Paulinerstraße, wo sie auf unebenem Pflaster auch nur mühsam vorwärts kommt. Hinter dem Temnitz und dem kleinen holprigen Platz vor dem Paulikloster wartet endlich Erholung. Die Brücke über den Stadtkanal ist glatt und leicht befahrbar.

Rechts auf der Kirchhofstraße geht die glatte Fahrt kurz weiter, ehe nach dem Linksabbiegen die nächste Pflasterstrecke in der Kleinen Gartenstraße wartet. Dieser Belag macht aber deutlich weniger Mühe als die früheren Herausforderungen. Die Radlerin darf am Ende durch die Bahnhofspassage – Fußgängerzone/Radfahrer frei – und über die ampelgeregelte Bundesstraße fahren.

Dieser Streckenvorschlag 1 ist ganz gut, setzt aber sehr gute Ortskenntnisse voraus. Gäste der Stadt würden den Weg nie finden und daher schwerlich auf die Idee kommen, dort entlang zu fahren.

Variante 2 folgt dem rechtsseitigen Radweg der Sankt-Annen-Straße. Er endet hinter der Sankt-Annen-Brücke. Radler müssen auf die Fahrbahn der Geschwister-Scholl-Straße wechseln und können erst hinter der Einmündung Kirchhofstraße wieder einen nicht benutzungspflichtigen Radwegabschnitt nutzen. Der endet allerdings abrupt vor der kleinen Anliegerstraße. Kein Vergnügen, dieses Holperpflaster. Am Ende der Häuserreihe beginnt der Geh-/Radweg, der in unterschiedlicher Qualität bis zur Fußgängerzone am Gesundheitszentrum führt. Fazit: Unbequem und für Fremde unklar.

Variante 3: Radfahrer könnten die Strecke laut Verwaltung auch auf der Fahrbahn zurücklegen, auch auf der B 1. Dies ist nicht verboten, auch wenn viele Autofahrer Radfahrer von hinten anhupen, weil sie das anders sehen.

Sicher fühlen können sich Radler auf den Fahrbahnen allerdings nicht – wegen parkender oder dicht vorbei fahrender Autos, dem engen Abstand zur Straßenbahn oder weil die Bundesstraße für kleine Radler gefährlich ist. (Von Jürgen Lauterbach)

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