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Brandenburg/Havel Ramona Mayer wird zur Amtsdirektorin gelost
Lokales Brandenburg/Havel Ramona Mayer wird zur Amtsdirektorin gelost
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02:15 23.02.2017
Jens Borngräber gratuliert Ramona Mayer.
Jens Borngräber gratuliert Ramona Mayer. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Amt Wusterwitz

Fast ein halbes Jahr nach dem Ausscheiden von Gudrun Liebener steht die neue Wusterwitzer Amtsdirektorin fest. Chefin in der Verwaltung in der August-Bebel-Straße wird die bisherige Stellvertreterin Ramona Mayer. Sie hatte sich im zweiten Auswahlverfahren zusammen mit neun weiteren Bewerbern selbst um den Posten beworben. Eine überraschende Entscheidung, die erst am Montagabend beim Verlesen der Kandidatenliste auf der Sitzung des Amtsausschusses öffentlich bekannt wurde.

Ronald Melchert aus Wusterwitz gibt unter Aufsicht von Hans-Joachim Probst vom Wahlausschuss seine Stimme ab. Quelle: JACQUELINE STEINER

Der Abend in der gut besuchten Wusterwitzer Kulturscheune wurde allerdings zum Wahlkrimi, dessen Ausgang für über eine Stunde offen war. Neben Mayer erwies sich Jens Borngräber aus Bensdorf als aussichtsreichster Mitbewerber. In zwei Wahlgängen kamen beide Kandidaten auf jeweils vier von insgesamt acht Stimmen. Deshalb musste am Ende das Los über die Neubesetzung der Amtsdirektorenstelle entscheiden.

Karl Heinz Erler aus Viesen verteilte vor der Wahl einen Fragenkatalog zum missglückten ersten Auswahlverfahren, bei dem er selbst nicht in die engere Wahl kam. Deshalb hatte Erler erfolgreich Klage geführt. In der zweiten Runde trat er nicht mehr an. Quelle: JACQUELINE STEINER

Die Last lag auf den Schultern von Amtsausschussmitglied Lothar Insel, der zum Wahlausschuss gehörte. Der Wusterwitzer zog den Wahlzettel mit dem angekreuzten Namen von Ramona Mayer aus der Wahlurne. Diese quittierte den Ausgang mit einem Lächeln. Zu den ersten Gratulanten zählte Gegenkandidat Borngräber, der sich als fairer Verlierer erwies. „Ich habe Pech im Spiel. Dafür Glück in der Liebe“, tröstete sich der Bensdorfer gegenüber der MAZ.

Andere Bewerber erwiesen sich chancenlos wie der Wusterwitzer Stefan Dossow. Er wartete den Ausgang des Abends erst gar nicht ab. „Ich hatte es geahnt“, sagte er als Reaktion auf die Kandidatur von Mayer. Wenigstens Andreas Heldt aus dem Brandenburger Stadtteil Gollwitz hielt bis zum Ende aus. Erneut war Heiderose Gummert aus Warchau angetreten – ohne Erfolg. Amtsausschussvorsitzender Ronald Melchert hielt sich mit Glückwünschen an Mayer zurück. „Ich habe keine Blumen dabei. Wir sind noch nicht am Ende des Verfahrens.“ Am Dienstag beginnt die zweiwöchige Einspruchsfrist.

Von Frank Bürstenbinder

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