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Brandenburg/Havel „18“: Rapperin Badmómzjay veröffentlicht erste eigene EP
Lokales Brandenburg/Havel

Rapperin Badmómzjay veröffentlicht erste eigene EP

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17:52 25.09.2020
Badmómzjay hat am Freitag ihre erste eigene EP veröffentlicht. Im Video zum Song „Supernova" spielt auch ihre Mutter mit. Quelle: Screenshot/Youtube
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Brandenburg/H

Die Rapperin Badmómzjay hat am Freitag ihre erste eigene EP veröffentlicht. Nachdem sie in den letzten Monaten mit acht Single-Veröffentlichungen in der Hip-Hop-Szene für Aufsehen sorgte, folgt nun die Platte mit dem Titel „18“. Darauf zu finden sind insgesamt sechs Songs – drei neue Tracks und drei bereits bekannte Lieder.

Zeitgleich mit der EP ging in der Nacht zu Freitag das Video zum Song „Supernova“ online. Und das hat es in sich: Zeichneten sich die bisherigen Songs vor allem durch eine „Hier-bin-ich“-Attitüde und das Setzen genretypischer Statements aus, in denen die Brandenburgerin kein Blatt vor den Mund nimmt, kehrt Badmómzjay mit „Supernova“ nun ihre persönliche und emotionale Seite hervor.

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Mutter und Tochter sind unzertrennlich

Der Song handelt von einem starken Band zwischen Mutter und Tochter, dem Fehlen eines Vaters und dem stetigen Kampf um ein gutes Leben. Von der ersten Sekunde an bleibt kein Zweifel – Jordan, wie die Künstlerin wirklich heißt, erzählt hier ihre ganz persönliche Geschichte. Gänsehaut ist garantiert, wenn im Video, das in einem großen Theatersaal gedreht wurde, plötzlich ihre Mutter auf die Bühne tritt und die Tochter liebevoll umarmt.

Die Message dieser Szene ist klar: Keiner kann uns trennen, zusammen schaffen wir alles. Dass die Verbindung zwischen Mutter und Tochter keineswegs nur gespielt ist, weiß im Umfeld der aus der Havelstadt stammenden Familie jeder. Denn Jordans Mutter war und ist stets an der Seite der Tochter, deren 18. Geburtstag übrigens am 27. September gefeiert wird. Wie wichtig die Präsenz ihrer Familie ist, zu der auch eine Schwester zählt, betont die Rapperin in ihren Songs und Statements auf Instagram immer wieder.

Mehr Ballade als Rapsong

Die bilingual aufgewachsene Künstlerin mit polnischen Wurzeln verzichtet auf „Supernova“ weitestgehend auf den ihr sonst so eigenen Wechsel zwischen deutschen und englischsprachigen Textelementen. Das tut dem Song durchaus gut. Das Lied, mehr gesungene Ballade als klassischer Rapsong, schoss am Freitag unmittelbar in die deutschen YouTube-Trends. Auch Instagram wurde mit positiven Kommentaren und Reaktionen auf das emotionale Video geflutet.

Die Veröffentlichung der EP wird indes flankiert von einer Kampagne. Wie die Künstlerin in einem Instagram-Video mitteilte, wird eine Website aufgesetzt, auf der Nutzer ihrem eigenen 18-jährigen Ich einen digitalen Brief schreiben können. Badmómzjay will diese dann persönlich lesen und online auf die Einsendungen ihrer Fans reagieren. Außerdem werden in den kommenden Tagen mit Badmómzjays Konterfei bedruckte Straßenbahnen durch Berlin fahren. Auch riesige Plakate hängen schon, unter anderem am Ku’damm.

Als klassisch physischer Tonträger auf CD ist „18“ übrigens nicht erschienen, dafür ist die Platte auf allen bekannten Streamingdiensten abrufbar. Für ihre vielen Fans hat sich Badmómzjay noch etwas Besonderes einfallen lassen: Eine Special Edition der EP, bestehend aus Vinyl-LP, T-Shirt in L oder XXL, persönlich signierter Visitenkarte und einem Festivalbändchen ist erhältlich. Wer die sein Eigen nennen will, sollte sich beeilen – das Bundle ist auf 1500 Stück limitiert.

Von Philip Rißling

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