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Brandenburg/Havel Rewe-Center eröffnet 2020: So sehen die Pläne für den neuen Markt aus
Lokales Brandenburg/Havel Rewe-Center eröffnet 2020: So sehen die Pläne für den neuen Markt aus
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11:07 24.07.2019
Das neue Rewe-Center in der Neuendorfer Straße eröffnet voraussichtlich erst im Frühjahr 2020. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Das Plakat am Zentrumsring wurde bereits stillschweigend ausgetauscht: „Hier entsteht ein Rewe-Center, Neueröffnung: Frühjahr 2020“. Auf dem alten stand noch das IV. Quartal 2019. Doch nun steht auch vermerkt, dass die Rewe Markt GmbH, deren Zweigniederlassung Ost in Teltow Bauherrin ist, eine Errichterfirma gefunden hat: Industrie- und Gewerbebau IGB Construct aus Wismar.

Die Gründungsarbeiten sind durch, die Bodenplatte für das neue Rewe-Center ist fertig. Zwei Monate dauern nun die Mauerarbeiten, im Oktober kommt das Dach drauf. Eröffnet wird im kommenden Mai.

„Wir haben am 27. Mai angefangen zu bauen. Nunmehr sind die Gründungsarbeiten erledigt und die Bodenplatte ist fertig, in diesen tagen beginnen die Arbeiten am Mauerwerk, dann wird für jedermann der Fortschritt sichtbar sein“, sagt Rewe-Sprecherin Stephanie Behrens. Die Mauerarbeiten werden zwei Monate in Anspruch nehmen. „Im September und Oktober montieren wir das Dach, das aus verschiedenen Konstruktionselementen besteht und in dem sich einige Anlagen verbergen.“

Bequeme Winter-Baustelle

Es folgen Außen- und Innenputz, ab dem Jahreswechsel erfolgt der Innenausbau. Dann ist der Bau von außen dicht, und im Inneren gibt es eine geschützte Winterbaustelle. „Wir müssen dann noch Fliesen und den Boden einbauen sowie die gesamte Technik einbauen, bevor es an die Inneneinrichtung geht.“ Stephanie Behrens rechnet mit einer Eröffnung spätestens im Mai 2020. Sie könnte auch ein paar Wochen früher sein.

Langes Warten, lange Vorgeschichte

Allerdings sind die Brandenburger das Warten auf einen großen Einkaufsmarkt an der Stelle der ehemaligen Stärkefabrik an der Neuendorfer Straße schon lange gewohnt. Bereits 2009 war die Idee in der Kommunalpolitik aufgekommen, das Ansiedeln eines geplanten E-Centers der Genossenschaftskette Edeka war lange von der Stadtspitze verhindert worden. Wegen drohender Rechtsstreitigkeiten mit dem nur wenige Hundert Meter entfernten Rewe-Supermarktes kam es dann zu einem Wechsel der Handelskette, nun wurde es eben Rewe.

3300 Quadratmeter Verkaufsfläche

Das Center wird etwas mehr als 3300 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das bedeutet auch mehr Platz für die Kunden, so sind beispielsweise alle Gänge mindestens 1,90 Meter breit. Kommt der Kunde herein, passiert er den Windfang und sieht gleich das Bistro im Eingangsbereich, wo es herzhafte und süße Speisen gibt, Sitzmöglichkeiten sind ausreichend da. Der Markt ist „rechtsläufig“ aufgebaut, also entgegen zum Uhrzeigersinn. Es folgen gleich rechts die Obst- und Gemüseabteilung, dann die Truhen mit bereits geschnittenem und zubereiteten Obst und Gemüse, dann Saftpresse und eine Sushi-Bar. Dann schließen sich alle denkbaren Bedien-Theken an: Fleisch, Wurst, Käse, Antipasti sowie Fisch – den gibt es frisch, als Räucherware oder als Salat. „Das ist ja unsere Spezialität, dass wir so einen hohen Frische-Anteil haben und im Gegensatz zu anderen Ketten nur ein relativ geringes Non-Food-Angebot führen.“ Als Non-Food werden alle Waren bezeichnet, die keine Lebensmittel sind.

Extra-Inseln und Freiflächen

Es gibt immer mal wieder Freiflächen im Markt, die auch nicht mit Aktionsware zugestellt werden. Sie sollen auch Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen die Möglichkeit geben, zu stehen oder sich zu unterhalten, ohne andere zu stören. An ausgewählten Inseln präsentiert Rewe seine Eigenmarken wie „Feine Welt“ in größerer Auswahl als in den Supermärkten. Teilweise werden auch Industriemarken präsentiert, also die Hersteller, deren Produkte es auch anderswo gibt.

Die Weinabteilung beispielsweise bekommt eine eigene, relativ geschützte Fläche, damit Kunden auch mehrere Minuten lang auswählen und vergleichen können, ohne anderen im Weg zu stehen.

Erstmals Abhol-Service

Es gibt am Ende des Rundgangs neben den Kassen, hinter denen Mitarbeiter sitzen, auch vier Selbstbedienungskassen für die Menschen, die nur einen kleinen Einkauf und es eilig haben. Angeboten wird erstmals auch der Abholservice, der bei Rewe „Click & collect“ heißt: Der Kunde sucht sich im Internet die Produkte aus, bestellt und sichert sich ein Zeitfenster, beispielsweise sechs Stunden später nach der Arbeit. Dann kann er die Ware an einem bestimmten Schalter im Center bezahlen und abholen.

250 Parkplätze vorhanden

Im Rewe-Center wird es hinter den Kassen noch einen separaten Bäckerei-Laden geben, zudem eine behindertengerechte Toilettenanlage. Außerhalb werden parallel zum Gebäude 250 Parkplätze errichtet.

Die Zahl der erwarteten täglichen Kunden vermag Stephanie Behrens noch nicht vorauszusagen. „Dazu gibt es belastbare Werte erst nach drei, vier Monaten, wenn der erste Ansturm vorbei ist.“

Von André Wirsing

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