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Brandenburg/Havel Nach 12 Jahren: Rewe-Center in Brandenburg/Havel im Mai fertig
Lokales Brandenburg/Havel Nach 12 Jahren: Rewe-Center in Brandenburg/Havel im Mai fertig
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15:33 29.10.2019
Zimmerermeister Rayk-Robert Wendland lieferte den Spruch zum Richtfest für das neue Rewe-Center. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Zwölf Jahre Anlauf, jetzt steht die Hülle für das erste Rewe-Center in der Stadt, in sechs Monaten soll Eröffnung sein. Entwickelt werden derzeit 20.000 Quadratmeter Fläche der ehemaligen Stärkefabrik, 5000 Quadratmeter nimmt das Einkaufszentrum ein. Mit 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche ist es mehr als doppelt so groß als ein Supermarkt.

Erste Gespräche 2007

Im Frühjahr 2007 hatte Projektentwickler Lutz Bottin erstmals bei der damaligen Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann vorgesprochen mit der Idee eines Einkaufszentrums direkt an Neuendorfer Straße und Zentrumsring. Dann folgten drei gescheiterte Verfahren zu einem Bebauungsplan, bis am 16. Mai 2018 die Baugenehmigung für das Rewe-Center erteilt wurde.

3300 Quadratmeter Verkaufsfläche, 35.000 Artikel, 70 Mitarbeiter, 15 Millionen Euro Investition, 243 Parkplätze – das sind die Eckdaten für das Rewe-Center, das im kommenden Mai eröffnen soll.

Bereits seit September 2017 waren die verfallenen Fabrikhallen abgerissen und der 45 Meter hohe Schornstein gesprengt worden, auf dem mehr als vier Hektar großen Werksgelände wurden auch die Trümmer aus dem Erdreich geholt.

Karen Laute zieht um

An diesem Dienstag wurde nun das Richtfest gefeiert, eröffnet werden soll Anfang Mai 2020. Betreiben wird das Center die bisherige Inhaberin des Rewe-Marktes am anderen Ende der Neuendorfer Straße Karen Laute. „Ich freue mich schon sehr darauf und bin auch ein wenig aufgeregt.“ 70 Mitarbeiter wird sie im neuen Center haben, einen Teil davon bringt sie aus ihrem Supermarkt mit. „Das sind Kolleginnen, die meine Philosophie kennen und den neuen helfen, dies auch an dieser Stelle umzusetzen.“

Nur halb so viel Energie

Das neue Center soll nur halb so viel Energie verbrauchen wie ein herkömmlicher Supermarkt, betont Dirk Heimann, der bei der Rewe Ost die Bauabteilung führt. So werden beispielsweise alle Kühlmöbel komplett verglast, Kohlendioxid dient als Kältemittel, die Abwärme der Kühlanlagen wird zum Heizen verwendet. Alle Leuchten arbeiten auf LED-Basis. Eine gigantische Leimholz-Dachbinderkonstruktion überspannt das ganze Gebäude.

Zweistelliger Millionenbetrag

Investiert wird ein zweistelliger Millionenbetrag, dem Vernehmen nach kosten alle baulichen Anlagen knapp zehn Millionen, für Inneneinrichtung und Anlagen gehen fünf Millionen Euro drauf. Zum ersten Mal überhaupt investieren wir in den ostdeutschen Ländern als Eigentümer in den Neubau eines so großen Marktes“, sagt Stefan Hörning, Vorsitzender der Geschäftsleitung Rewe Ost.

Wiesenprojekt mit dem Nabu

Neben dem Markt entstehen 243 Stellplätze für Kunden. Das Unternehmen errichtet nahe der Niederhavel einen 500 Quadratmeter großen Kinderspielplatz sowie einen Trimm-dich-Parcours für Senioren. Gemeinsam mit der Regionalgruppe des Naturschutzbunds werden auf 1100 Quadratmetern Fläche heimische Gehölze, Stauden und Blüher angepflanzt.

Sushibar und Bistro

Unternehmenssprecherin Stephanie Behrens zählt auf, was die Kunden im Inneren des Centers erwartet: „Obst und Gemüse aus der Region und in Bio-Qualität gibt es, eine Salatbar und eine große Auswahl gekühlter Produkte beispielsweise Fleisch- und Wurstwaren und Molkereiartikel.“ Individuell bedient werden die Kunden an den Frischetheken. Neben Fleisch, Wurst und Käse wird es dort auch frischen Fisch geben. „An der Sushibar bereiten gelernte Sushiköche die Reisrollen vor den Augen der Kunden täglich frisch zu.“ Das Bistro „Deli am Markt“ bietet vor oder nach dem Einkauf einen Sitzbereich, in dem es kleine Gerichte, belegte Brötchen und Kuchen gibt. Angeboten wird ebenfalls ein DHL-Paketshop und ein Rewe-Abholservice, bei dem Kunden ihre zuvor via Internet bestellten Einkäufe fertig sortiert abholen und bezahlen können.

Fluch der „Neuendorfer“

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) zieht ein positives Fazit: „Stadtentwicklung ist nun einmal vielschichtig, oft müssen sehr verschiedene Interessen ausgeglichen werden. Die Projekte in der Neuendorfer Straße dauern erfahrungsgemäß etwas länger, das haben wir beispielsweise auch bei der neuen Kita in der Kammgarnspinnerei gesehen. Das lag aber auch daran, dass die Stadtpolitik diesen Kiez jahrelang vernachlässigt hat. Aber mit den Neubauprojekten, auch zum Wohnen, nimmt er eine gute Entwicklung.“

Von André Wirsing

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