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Brandenburg/Havel Richtkrone über Pritzerber Senioren-WG
Lokales Brandenburg/Havel Richtkrone über Pritzerber Senioren-WG
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02:15 16.07.2017
Lars Sperling schlägt den letzten Nagel in den Dachstuhl. Links sein Geschäftspartner Rosario Mandanici. Quelle: JACQUELINE STEINER
Pritzerbe

Ein paar Hammerschläge hat Lars Sperling schon gebraucht, um den letzten Nagel in den Dachstuhl zu treiben. Am Ende machte der Elektroingenieur aus Marzahne seine Sache gut. Als Investor erhob Sperling in luftiger Höhe zusammen mit seinem Geschäftspartner Rosario Mandanici und Zimmerermeister Friedhelm Wehner das Glas auf die künftige Wohnstätte für Senioren am Markt in Pritzerbe. Nun sei das Haus beschützt vor Feuer, Wasser, Sturm – und Geldeintreibern, prostete der Zimmermann den am Boden wartenden Gästen zu.

Investoren sind Vermieter

Ursprünglich wollte die Stadt Havelsee selbst als Bauherr auftreten. Sogar eine Baugenehmigung lag schon vor. Doch wurde die Idee wieder verworfen, als sich private Investoren bewarben.

Lars Sperling und Rosario Mandanici betreiben das in Berlin ansässige Unternehmen Elaro Elektrotechnik. Die ursprüngliche Planung wurde modifiziert. Der Kreis verlangte einen neuen Bauantrag.

Die Investoren treten auch als Vermieter auf. Dienstleistungen eines Pflegeunternehmens kann jeder Mieter individuell einkaufen. Noch im Dezember sollen die ersten Bewohner in den Neubau einziehen.

Nach der Erschließung des Wohnparks „Am Birkenwäldchen“ erlebt Pritzerbe gerade das größte Wohnungsbauprojekt seit den 1990er-Jahren. So wurde am Donnerstag die Richtkrone auf den Rohbau eines dreigeschossigen Gebäudes gesetzt, in dem zum kommenden Jahreswechsel wenigstens zwölf Mieter ein neues Zuhause beziehen werden. Das Quartier ist für ältere Mitbürger gedacht, die das Leben in der Gemeinschaft schätzen, ohne auf individuelle Rückzugsmöglichkeiten verzichten zu wollen.

Die Senioren-WG wird zum bestimmenden Gebäude am Pritzerber Markt. Quelle: JACQUELINE STEINER

„Das Haus ist als Senioren-WG konzipiert. Jeder hat sein eigenes Apartment. Aber gekocht wird auf allen Etagen in einer gemeinsamen Küche“, erklärt Investor Sperling die Grundidee des Projektes. Errichtet wurde der Rohbau von der Firma O & F aus Rathenow auf einer rund 400 Quadratmeter großen Brachfläche, wo sich einst das Ackerbürgerhaus mit der Hausnummer 14 befand. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich eine vom Pflegedienst Nora betreute Wohnanlage. Ein Gebäude, dass kurz vor der Wende als Kinderkrippe errichtet worden war. Derzeit laufen die Abstimmungen über ein weiteres Engagement des Dienstleisters im Neubau.

Dort wurden nach den modifizierten Plänen von Dirk Zöllner alle drei Ebenen so aufgeteilt, dass die rund 30 Quadratmeter großen und mit einem Bad ausgestatteten Zimmer von den mittig angeordneten Gemeinschaftsräumen abgehen. „Damit konnten wir auf lange Flure und Nebenräume verzichten. Auch die beiden Treppenhäuser wurden nach außen verlegt, um den Platz innen optimal auszunutzen“, sagte Johannes Gräbner der MAZ. Der erfahrene Bauingenieur betätigt sich als rechte Hand für die privaten Investoren. Sein Ziel ist es, dass die ersten Bewohner Anfang Dezember in das Haus einziehen können. Für die Ausführungsplanung zeichnet die Firma Kubus Projekt- und Management GmbH verantwortlich.

Der Dachstuhl ist gerichtet, die Zimmerleute haben ihren Job gemacht. Quelle: JACQUELINE STEINER

Havelsee-Bürgermeister Günter Noack zeigte sich erfreut über den zügigen Fortgang der Bauarbeiten. Am 27. April erteilte der Landkreis die Baugenehmigung, schon am 2. Mai war Baustart. Errichtet wurde der Rohbau traditionell Stein auf Stein. Und zwar mit einem Produkt aus der eigenen Stadt Havelsee. Die Firma Liaplan Nord in Krahnepuhl lieferte rund 200 Kubikmeter hoch dämmende Wandbausteine in einer Stärke von 36,5 Zentimeter. „Eine zusätzliche Wärmedämmung erübrigt sich. Da kommt gleich der Putz drauf“, so Liaplan-Vertriebsmitarbeiter Jörg-Michael Kappe. Neben zwei Fluchtwegen über Treppenhäuser, die auf der Nordostseite mit Galerien verbunden sind, erhält der Neubau einen Aufzug.

Von Frank Bürstenbinder

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