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Brandenburg/Havel Rockhaus wollen es in der Werft krachen lassen
Lokales Brandenburg/Havel Rockhaus wollen es in der Werft krachen lassen
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12:06 05.02.2020
„Rockhaus“ kommen am Freitag nach Brandenburg. Quelle: Carsten Klick
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Brandenburg/H

Mehr als 40 Jahre zusammen und kein bisschen leiser: „Rockhaus“ will es am Freitag, 7. Februar, in der Werft krachen lassen. Mit ihrem Auftritt eröffnet die Band die neue Reihe „Werft Konzerte“.

Mit „Rockhaus“ tritt eine der beliebtesten Ostbands in Brandenburg auf. 1978 aus zwei Schulbands gegründet, feierte sie 1979 ihre Einstufung (staatliche Spielerlaubnis) in Berlin. Bald gehörten die fünf Musiker fest zur Rockszene der DDR. Ihr Debütalbum „Bonbons und Schokolade“ erschien 1983 bei Amiga. Ihre wohl wichtigste LP „I.L.D.“ brachten die Musiker 1988 heraus. Der Titelsong wurde Nummer 1 in der DDR-Jahreshitparade und „Rockhaus“ zur Band des Jahres gewählt.

Mit „Tempozoo“ zurück zu den Wurzeln

Dabei haben die Musiker wie in einer langjährigen Ehe nicht nur Höhen erlebt. „Wir waren mal zehn Jahre fast geschieden“, sagt Sänger Mike Kilian. „Zum Glück wollte mein guter Freund Tobias Künzel uns 2009 als Support für „Die Prinzen“ haben“, erzählt er. Da habe ich die Jungs gefragt und in nur zehn Minuten waren wir wieder zusammen. Die Ehe war gerettet“, führt Kilian aus.

Seitdem sind vier neue Alben entstanden. Mit dem jüngsten Wurf „Tempozoo“ startete die Band 2019 ihre Tour zum 40-Jährigen. „Inhaltlich spiegelt das Album das wieder, was gerade passiert: dass die Leute hektisch aneinander vorbei leben“, beschreibt Kilian. „Jeder ist sich selbst der nächste, vergisst dabei das Hier und Jetzt. Diesen Zeitgeist greifen einige Songs auf“, sagt er.

Aber „Rockhaus“, so meint Kilian, wollte nie eine politische Band sein. Die Fans sollen selbst Interpretationsspielraum haben und nichts vorgegeben bekommen, sagt er. Den Sound der neuen Scheibe will er schon eher einordnen. „Es geht wieder zurück zu den Wurzeln. Tempozoo ist ein rockiges, schnelles Album, während das davor eher poppig leicht war.“

Rockhaus“ sind erstmals in Brandenburg

Die Energie von „Tempozoo“ führt der Frontmann nicht zuletzt auf den tragischen Tod des fünften Bandmitglieds Carsten „Beathoven“ Mohren Anfang 2017 zurück. „Die Wut und die Hilflosigkeit, zu sehen, wie jemand an Krebs stirbt, haben sich in die Musik hereinkatapultiert“, sagt er.

Die Musiker entschieden, zu viert ohne Keyborder weiterzumachen. In Brandenburg wird etliches vom neuen Album zu hören sein, verrät Kilian. „Aber wir sind es den Fans auch schuldig, die anderen Alben nicht zu vergessen.“ Vor allem aus dem Meilenstein „I.L.D. sei einiges zu erwarten. „Es wird ein schöner Mix aus gut 40 Jahren Bandgeschichte“, verspricht er.

Rockhaus“ ist zum ersten Mal in der Havelstadt. „Wir freuen uns, dass das endlich mal geklappt hat und sehen dem Abend gespannt entgegen“, sagt der Sänger mit Blick auf das „Werft-Konzert“.

Die Reihe „Werft-Konzerte“ feiert in diesem Jahr Premiere. Sie wird vom Event-Theater veranstaltet. Jeden Freitag im Februar sollen Bands im Veranstaltungssaal des Restaurants, Hauptstraße 77, die Stimmung zum Kochen bringen. Auf „Rockhaus“ folgen „Deep Purple Revival“, „Pangea – The Beatles Revival Band“ und das „David Hermlin Trio“. Beginn der Konzerte ist jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Von Antje Preuschoff

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