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Brandenburg/Havel SEK-Einsatz im Maßregelvollzug: Patient verbarrikadiert sich im Bad
Lokales Brandenburg/Havel SEK-Einsatz im Maßregelvollzug: Patient verbarrikadiert sich im Bad
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18:32 27.10.2019
Polizeieinsatz in der Brandenburger Asklepios-Klinik. Quelle: Meetingpoint
Brandenburg/H

Ein Patient des Maßregelvollzugs in Brandenburg an der Havel hat sich am Freitagvormittag in einem Badezimmer verbarrikadiert und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Mann war mit einer Glasscherbe bewaffnet. Das sagte Brandenburgs Polizeisprecher Daniel Keip auf Anfrage der MAZ.

SEK überwältigt den Mann

„Es musste von einer Eigengefährdung und Gefahr für andere ausgegangen werden“, erklärte Keip das Großaufgebot der Polizei. Spezialeinsatzkräfte (SEK) aus Potsdam und Polizisten aus Brandenburg an der Havel waren nach seinen Angaben gegen 9.30 Uhr auf das Gelände der Asklepios-Klinik vorgerückt. Sie konnten den 23-Jährigen schließlich überwältigen. „Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand“, berichtete Keip. Der Patient habe sich vorher lediglich leichte Hautabschürfungen zugezogen.

Patient soll der Gewalttäter vom Rastplatz Michendorf sein

Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem 23-Jährigen um den Mann handeln, der erst in der vorigen Woche an der Autobahnraststätte Michendorf einen SEK-Einsatz ausgelöst hatte. Das berichtet auch das Brandenburger Nachrichtenportal Meetingpoint.

Damals hatte ein 23 Jahre alter und mit einer Gewehrattrappe bewaffneter Mann gedroht, „viele Menschen zu erschießen“ und eine Sprengstoffexplosion auszulösen. Polizisten hatten den Mann nach einem stundenlangen Nervenkrieg mit mehreren Schüssen niedergestreckt. Dieser hatte zuvor noch einen Polizeihund mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Polizisten hatten vorher die Menschen auf dem Rastplatz Michendorf evakuiert. Die Waffe und der Sprengstoff waren nur Attrappen. Der Täter soll aus dem Land Brandenburg stammen.

Noch kein Urteil gegen den 23-Jährigen

Polizeisprecher Keip wollte die Identität des Mannes jedoch nicht bestätigen. „Ich kann nur sagen, dass der Patient 23 Jahre alt ist und vorläufig im Maßregelvollzug untergebracht ist“, sagte er. Es gebe noch kein Urteil gegen den Mann. Die Untersuchungen dauerten noch an und eine Verhandlung stehe noch aus. „Mehr können wir wegen der Persönlichkeitsrechte nicht sagen“, erklärte er.

Patient war „in sehr erregtem Zustand“

Nach Angaben der Polizei und aus dem Gesundheitsministerium gab es bei dem Einsatz am Freitagvormittag in der Brandenburger Asklepios-Klinik keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Ministerium ist für die Maßregelvollzugsklinik zuständig. Deren Mitarbeiter hätten die Polizei informiert, nachdem sich der Patient im Bad verbarrikadiert hatte, berichtete der stellvertretende Ministeriumssprecher Gabriel Hesse auf Anfrage der MAZ. „Er befand sich in einem sehr erregten Zustand“, erklärte er.

Mann verlässt das Bad von allein

Die Polizei schätzte den Mann und die Situation offenbar als sehr gefährlich ein und schickte die Spezialeinsatzkräfte auf den Görden. „Auch die Verhandlungsgruppe war angefordert“, berichtete Daniel Keip. Das sind speziell geschulte Beamte, die mit Menschen in psychologischen Ausnahmesituationen besonders gut umzugehen wissen.

„Die Verhandlungsgruppe ist aber nicht mehr zum Einsatz gekommen“, sagte Keip. Die Beamten vor Ort hätten den Mann im Bad verbarrikadierten Mann überreden können, es aus freien Stücken zu verlassen. „Er wurde dann überwältigt“, so der Polizeisprecher.

Von Hermann M. Schröder

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