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Brandenburg/Havel Saxophone erfreuen Zuhörer in St. Katharinen
Lokales Brandenburg/Havel Saxophone erfreuen Zuhörer in St. Katharinen
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16:58 21.08.2017
Das Saxophonquartett der Freien Musikschule Brandenburg an der Havel mit Michael Leue, Monika Schulz, Frank Embert-Kreiser und Samuel Hudsen spielte am Sonntagabend in der St. Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Musik in der Kirche kennt viele Klangfarben: vom Glockengeläut über den Gemeindegesang mit seinen alten und zeitgenössischen Liedern bis zur Orgelmusik, vom gregorianischen Choral Über den mehrstimmigen Chorgesang der Kirchen-, Jugend- und Kinderchöre bis zu Neuen Geistlichen Liedern und Gospels. Brandenburgs Stadtkantor Fred Litwinski präsentiert in den von ihm künstlerisch betreuten sonntäglichen Abendkonzerten in der St. Katharinenkirche unterschiedliche Instrumente, auch solche, die man in früheren Jahren nicht unbedingt mit der Kirchenmusik in Verbindung brachte.

Da stehen Konzerte mit Gitarren- und Akkordeonmusik auf dem Programm oder auch Kompositionen und Arrangements für Saxophon. Am Sonntag gastierte das Saxophonquartett der Freien Musikschule Brandenburg im Hohen Chor des Gotteshauses. Er war wiederum mit dankbaren Zuhörern bestens gefüllt. Ein Beweis dafür, dass Konzerte mit solcherart Instrumentarium sehr gefragt sind, versprechen sie doch unterhaltende Momente, bei denen es Zeit zum Träumen oder sogar zur Meditation gibt.

Das gut besuchte Konzert in der Katharinenkirche. Quelle: Rüdiger Böhme

Das Programm des Saxophonquartetts, in dem Monika Schulz, Michael Leute, Frank Embert-Kreiser und Samuel Hudsen mitwirken, hatte jedoch einen etwas einseitigen Charakter. Es beschränkte sich weitgehend auf Clubmusik. Somit wurde dem Ganzen eher eine Atmosphäre kanapeekuschliger Gemütlichkeit gegeben. Beim Havelfest oder bei der Jazznacht wäre das Repertoire ein goldrichtiges Angebot. Doch in der Kirche hätte man ein paar andere musikalische und sogar inhaltliche Farben vertragen können. Experimentelles wäre möglich gewesen, auch Arrangements aus Barock und Klassik gibt es genug auf dem Notenmarkt.

Eingängige Bluestiteln und Jazzstandards

Die Musikerin und ihre drei Kollegen spielten jedoch mit großer Freude die kurzen und kurzweiligen Stücke, die sich aus meist eingängigen Bluestiteln, Jazzstandards, Filmkomposition, Popmusik zusammensetzten. Ihre Urheber tragen berühmte Namen wie Georges Gershwin, Hoagy Carmichael oder die Beatles. Gefühlvollen Passagen folgten temperamentvolle Episoden. Mal glichen die Klangfolgen einem riesigen Blasebalg, mal spielte sich das Sopransaxophon vorwitzig in den Vordergrund, dann wieder gaben die Musiker die Melodie eindrucksvoll an das jeweils nächste Saxophon weiter.

Bruchlos vom Zarten ins Kraftvolle vermochten die Vier mit einem meist abgerundeten Klang, der wunderbar den großen Kirchenraum füllte, ihre Instrumente zu spielen. Samuel Hudson, der einzige Professionelle im Team und Saxophonlehrer der anderen Mitwirkenden, war derjenige, der das musikalische Geschehen immer im Auge behielt und es wieder in glatte Bahnen lenkte, wenn zwischendurch mal etwas ins Abseits geriet. Er feuerte seine Mitstreiter zur Spielfreunde an. Doch ein wenig mehr Augenzwinkern und eine größere Lockerheit wünscht man den Interpretationen und ihren Interpreten bei zukünftigen Konzerten.

Schwierige Akustik für die Sprechstimme

Leider konnte man die Programmtitel kaum verstehen. Der moderierende Musiker war der schwierigen Akustik für die Sprechstimme im Kirchenraum nicht gewachsen. Ein Programmzettel hätte Abhilfe geschaffen.

Info: Die 21. Brandenburger Orgelnacht in der Katharinenkirche mit zwei Konzerten (Suhyun Lim und Fred Litwinski) findet am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, statt.

Von Klaus Büstrin

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