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Brandenburg/Havel Neues Viertel wächst weiter: So gut verkauft sich das Schillerquartier
Lokales Brandenburg/Havel Neues Viertel wächst weiter: So gut verkauft sich das Schillerquartier
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18:48 09.07.2019
ArteTectura-Chef Florian Grotmann baut das Schillerquartier in Brandenburg an der Havel. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Das Schillerquartier an der Kanalstraße direkt vor dem Wohlfahrtsforum nimmt Formen an. Die Baustelle „wächst“ aus der Erde, der Hochbau ist in vollem Gange.Er ruht auf einem Wald von 300 Bohrpfählen aus Beton, die 17 Meter tief im Boden stecken und durch einen Fundamentbalkenrost verbunden sind. „Die Firma König Pfahlherstellung hat nicht nur die Stützen gesetzt, sondern auch Druckmessungen angestellt. Der Baugrund ist tragfähiger als angenommen. Aber so sind wir auf der sicheren Seite“, sagt Bauherr Florian Grotmann.

60 Wohnungen

60 Eigentumswohnungen entstehen in drei Häusern direkt neben dem Wohlfahrtsforum an der Kanalstraße.

Die Wohnungen haben Größen zwischen 55 und 135 Quadratmetern.

Im Souterrain entstehen 60 Stellplätze sowie 26 Abstellräume.

Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt zwischen 2800 und 2900 Euro je Quadratmeter. Im Erdgeschoss um 2500 Euro, ganz oben geht es auf mehr als 3000 Euro.

Auf der sicheren Seite ist er auch bei der Vermarktung. Fast 90 Prozent der 39 Wohnungen in den ersten beiden Häusern sind bereits verkauft beziehungsweise fest und verbindlich reserviert.

Drei Viertel der Käufer sind Eigennutzer

Die finanzierende Bank wollte einen Vermarktungsstand von 70 Prozent sehen, das sei locker erfüllt. Drei Viertel der Erwerber sind Eigennutzer, sie kommen aus der Stadt, aus dem Umland und aus Berlin.

Erheblich beschleunigt ist seit einigen Tagen die Bautätigkeit an der Kanalstraße am entstehenden Schillerquartier. Die 60 Eigentumswohnungen in drei Häusern sollen im Herbst 2020 bezogen sein.

Ein Viertel sind Kapitalanleger, etwa aus Hamburg und aus Süddeutschland. Und es gebe viele Nachfragen, auch nach den 21 Wohnungen im dritten Haus, das noch gar nicht offensiv vermarktet wird. Weil es so gut läuft, baut Grotmann dieses fast parallel zu den anderen beiden. Wenn alles klappt, ist das Ensemble im Herbst 2020 komplett fertig.

Positive Entwicklung der Stadt

Der Investor sieht eine positive Entwicklung in der Stadt. „Sie hat sich enorm entwickelt, ist gerade als Wohnstandort immer attraktiver geworden. In Berlin beispielsweise sind die Preise bereits so hoch, dass es kaum Wertsteigerungen mehr geben kann. Hier ist das Potential groß, dass es für Kapitalanleger nicht nur eine Rendite, sondern auch eine Wertsteigerung der Immobilie gibt.“ Mancher Erwerber sei erstaunt darüber gewesen, dass man zu den Preisen hier qualitätsvoll bauen kann. Aus Grotmanns Sicht gelte die bislang gültige „magische Preis-Grenze“ von 3000 Euro je Quadratmeter nicht mehr. Nicht nur auswärtige Erwerber, sondern auch Menschen aus der Stadt seien bereit, mehr Geld zu zahlen, wenn entsprechende Qualität geboten wird. Das betreffe die Wohnungen selbst und auch das ganze Wohnumfeld, das in Brandenburg an der Havel immer besser werde.

Mut wurde belohnt

Er selbst werde bei den Preisen deshalb im dritten Haus etwas nach oben gehen. „Bei den ersten verkauften Wohnungen bin ich den Käufern entgegengekommen und habe auch ihren Mut honoriert, für etwas zu bezahlen, was noch gar nicht steht.“ Die 2500 Euro je Quadratmeter für die Wohnungen im Erdgeschoss lägen nur ganz knapp über dem Selbstkostenpreis. Der nächste Bauabschnitt werde im Durchschnitt für mehr als 3000 Euro verkauft.

Vor drei Jahren war er zu optimistisch herangegangen, da waren viele potentielle Käufer noch nicht bereit, für mehr Qualität auch mehr Geld zu geben. Grotmann gab aber nicht auf, sondern passte Konzept und Preise an. Von da an lief die Vermarktung.

Einige Erwerber seien auch regelmäßig Zaungäste an der Baustelle, sie schauen nach dem Fortschritt. Noch werden die unteren Geschosse aus Beton gegossen, die oberen beiden Etagen entstehen in leichterer Ziegelbauweise. Grotmann überlegt noch, ob er zwischendurch zu einem kleinen Rohbaufest einlädt, bevor es an den Innenausbau geht.

Interesse an Parkplätzen und Carsharing

Aus der Nachbarschaft gebe es auch Interessenbekundungen nach Erwerb oder Mieten von Stellflächen in der Garage im Souterrain, doch das lässt sich erst realisieren, wenn klar ist, wie viele Stellplätze noch zur Verfügung stehen.

Mit den Stadtwerken verhandelt er derzeit über ein Strom- und Wärmecontracting, auf den Dächern der Häuser entsteht eine Photovoltaikanlage. Denkbar sei auch ein kleines Carsharing-Projekt mit E-Autos. Auch hier bieten die Stadtwerke ein Modell an, dass sie die benötigten Ladesäulen hinstellen und betreiben, der Contracting-Partner zahlt über eine bestimmte Laufzeit die Investitionen mit ab.

Von André Wirsing

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