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Brandenburg/Havel Schönheitskur am Molkenmarkt
Lokales Brandenburg/Havel Schönheitskur am Molkenmarkt
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19:11 10.01.2018
Der Molkenmarkt hat eine Verschönerungskur dringend nötig, auch der Besitzer der Problemimmobilien will sich dabei engagieren. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Es sind nur 164 Meter Baulänge – doch die haben es in sich. Noch in diesem Jahr soll der Molkenmarkt saniert werden – beginnend von der Hauptstraße und endend am Friseurgeschäft beziehungsweise vor der ehemaligen Fleischerei. Die städtische Projektleiterin Ute Wenzelewski rechnet mit einem Baubeginn im August – jüngst hat sie die Vorplanungen den Anliegern vorgestellt, nun müssen die Ausführungspläne gezeichnet und die Leistungen ausgeschrieben werden. Mehrere Wochen werden auch die Archäologen für ihre Arbeit benötigen – während am danebenliegenden Neustädtischen Markt metertief jeder Erdkrümel bereits umgedreht ist, gilt hier der Untergrund noch als relativ unerschlossen.

Die Bauarbeiter werden einen guten halben Meter in die Tiefe gehen – Fahrbahn, Gehwege und Flächen werden komplett neu aufgebaut. Die Gehwege bekommen neue Krustenplatten als Laufbahn, eingefasst von Naturstein-Mosaikpflaster. Die Fahrbahn wird wieder mit Großpflaster belegt, das überwiegend geschnitten ist. „Wir überlegen noch, es wird auch eine Kostenfrage sein, ob wir alles in geschnittenem Pflaster verlegen oder nur ein Radfahrerfurt. Ähnliches gilt für die gebundene Bauweise im Betonbett. Wir müssen prüfen, ob eine ungebundene Bauweise ausreichend ist“, sagt Ute Wenzelewski. Die Straßenbreite variiert von 4,80 Meter vor Haus Nummer 33 (Weinhandel) bis 18 Meter vor dem Haus Nummer 27. Fahrbahn und Gehweg sollen in etwa gleiche Höhe haben mit einem ganz niedrigen Absatz. Dann kann auch das Holzplateau vor dem Eiscafé verschwinden. Alle Gastronomen sollen die Möglichkeit bekommen, Außenplätze anzubieten – auch das Hotel oder das Wohnzimmer-Café.

Es wird mehr Straßeneinläufe zum Ableiten des Regenwassers geben. Ein Dutzend Pkw-Parkplätze am Molkenmarkt verschwinden. An ihrer Stelle soll es einen Parkplatz für einen Reisebus geben. Das wird aber noch verhandelt. Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten für Busreisende soll es vor dem jetzigen Imbissgebäude geben. Das soll verschwinden, die Stadt hat den Rückbau und das Freimachen der dahinterliegenden kleinen Straße verlangt. „Mir schwebt eine begrünte Ruheinsel mit Bänken unter einem Glasdach vor. Das wird allerdings erst im zweiten Bauabschnitt realisiert“, sagt die Bauverwalterin.

Vor Imbiss/Fleischerei werden vier neue Bäume gepflanzt, die Anlieger haben sich für Amberbäume entschieden. Deren botanischer Name „Liquidamber“ steht für „flüssiger Bernstein“ – in der Tat verfärben sich die grünen Blätter im Herbst in ein leuchtendes Rot-Orange.

Ergänzt werden die Gehwege mit zehn Schinkelleuchten, sie bekommen teilweise Blenden zur Häuserfront, damit sie beispielsweise nicht so stark in die Hotelzimmer leuchten.

Zu den voraussichtlichen Kosten kann Ute Wenzelewski noch nichts sagen, das werden die Ausschreibungsergebnisse zeigen, auch die Stadtverwaltung registriert wegen der großen Baunachfrage und den begrenzten Firmenkapazitäten steigende Baupreise. Wenn fünf Firmen beispielsweise zum Abgeben eines Angebots aufgefordert werden, gibt es in der Regel zwei Rückmeldungen.

Die Sorge der anliegenden Hauseigentümer muss das ohnehin nicht sein: Weil die Maßnahme komplett im so genannten umfassenden Sanierungsgebiet liegt, werden keine Anliegerbeiträge nach dem Kommunalen Abgabengesetz erhoben. Wie alle Anlieger im umfassenden Sanierungsgebiet zahlen die Molkenmarkt-Eigentümer einen Sanierungsbeitrag.

Die Sorgenimmobilien Molkenmarkt 27/28 sind derzeit provisorisch abgesperrt. Das werde nach der Sanierung nicht mehr so sein, Eigentümer Friedrich Siller hat der Bauverwalterin signalisiert, dass er seine Immobilien sichern wolle.

Weil die Bauarbeiten über den Jahreswechsel 2018/19 hinweg andauern sollen, dürfte nicht die ganze Fläche für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung stehen. Denkbar ist beispielsweise, dass ein Teil des Marktes in Richtung Katharinenkirchplatz verlegt wird.

Von André Wirsing

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