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Brandenburg/Havel Schultheatertage: Schüler tauchen ab ins Wunderland
Lokales Brandenburg/Havel Schultheatertage: Schüler tauchen ab ins Wunderland
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14:53 05.06.2019
Weniger ist mehr: Schüler der Georg-Klingenberg-Schule hauchten dem Literaturklassiker neues Leben ein. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Es ist eine Geschichte voller Absurditäten, Paradoxien und skurrilen Figuren: „Alice im Wunderland“, 1865 vom britischen Schriftsteller Lewis Carroll verfasst, zählt zu den Klassikern der Weltliteratur. Seither tauchen Kinder in die fantastische Geschichte um Alice’ Reise in eine Welt voller merkwürdiger Begebenheiten ein, in welcher der Fantasie keine Grenzen gesetzt ist.

Kein leichtes Stück, um all diese Absurditäten auf die Bühne im Brandenburger Theater zu bringen. Bei den 27. Brandenburger Schultheatertage stellten sich 19 Schüler der 5. und 6. Klassen der Georg-Klingenberg-Schule einer schwierigen Aufgabe. Wie kann man diese Geschichte, die von ihren skurrilen Bildern lebt, auf der Bühne umsetzen?

Weniger ist mehr

Anstelle aufwendiger Bühnenbauten und ausgefallener Kostüme sah der vor allem mit Schulklassen gut gefüllte Theatersaal das genaue Gegenteil bei der Aufführung des Stückes – minimale Aufbauten und subtile Hinweise in den Gesichtern oder am Körper der Darsteller auf die jeweilige Figur. Das zog die Aufmerksamkeit auf die Figuren selbst sowie die Dialoge. So konnten die Zuschauer für 40 Minuten unabgelenkt in das Wunderland abtauchen.

Insgesamt 19 Schüler der Georg-Klingenberg-Schule erweckten die Welt von Alice und ihren skurrilen Gesellschaft zum Leben. Quelle: Tobias Wagner

Dabei trafen sie mit Alice auf die Teegesellschaft um den verrückten Hutmacher und den Märzhasen, die Grinsekatze, das Zwillingspaar Dideldum und Dideldei oder im Finale auf die Herzkönigin. Freundlichkeit begegnet der Protagonistin, welche von gleich zwei jungen Darstellerinnen gespielt wurde, dabei nur selten.

Keine Spur von Aufregung

Die Wunderlandwesen sind launisch, lassen sich schnell beleidigen, stellen dem Mädchen sinnlose Rätsel oder kommandieren es herum. Was Grund zur Aufregung wäre, meisterten die Hobby-Schauspieler dabei allerdings ziemlich routiniert: bis auf einige Textaussetzer keine Zeichen von Nervosität.

„Ich bin unheimlich stolz auf die Schüler und darauf, dass alles so gut geklappt hat“, sagt Caroline Schelske, Leiterin der Klingenberg-Theatergruppe. Die Theatergruppe begann im Herbst mit den Vorbereitungen. „Wir starteten mit Kennenlern-Übungen, trainierten das Improvisieren und bei einem Workshop am Theater gab es Tipps vom Theaterleiter.“

Skurriler Höhepunkt des Literaturklassikers: Alice vor dem Tribunal der Herzkönigin. Quelle: Tobias Wagner

Beim Text orientierten sich die Darsteller, die ihre Rollen selbst aussuchen durften, weitgehend am Buch Carrolls. „Wir mussten die Alice zwei mal besetzen“, ergänzt Schelske. „Die Hauptfigur hat einfach zu viel Text.“ Der 20-Jährigen Leiterin ist das Schauspiel nicht unbekannt- sie trat bereits als Laiendarstellerin im Slawendorf auf.

Buntes Bühnenprogramm bis Freitag

Die Schultheatertage gehen noch bis Freitag auf der Studiobühne. Gezeigt werden kurze Szenen, Sketche, ganze Stücke, Dramen, Schwarzlichttheater, Selbsterdachtes und Umgeschriebenes theaterbegeisterter Schüler. Tabus gibt es nicht. Die maximale Spieldauer eines Beitrages darf allerdings 60 Minuten nicht überschreiten. Kritik und Urteil werden mit- und untereinander offen nach den jeweiligen Aufführungen ausgetauscht.

Das ganze Programm findet sich man im Internet unter www.brandenburgertheater.de

Von Tobias Wagner

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